Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Ulrich IV., Seckau

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Hauptsiegel

Datierung: 1423-05-10

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF in einer gotischen Baldachinarchitektur, die Umschrift ist oben und unten unterbrochen. Seitlich steht jeweils auf einer Rundsäule ein Engel, der an einem Band einen halbrunden Schild hält; der rechte Engel das Bistumswappen und der linke das persönliche Wappen des SF. Vom Faldistorium, über welches eine in weiche Falten gelegte Decke mit Zierbesatz am Rand gebreitet ist, sind die Stuhlbeine oben als Löwenkopf mit prächtiger Mähne gestaltet sichtbar. Die Füße des SF ruhen auf einem verzierten Podest. Der SF trägt eine Mitra. Über der Albe und der Dalmatik, beide mit jeweils reichen Stoffmassen, liegt die Kasel. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig, die auf die Beine herabfällt und viele Schüsselfalten bildet. Die Rechte ist segnend erhoben und wie die Linke behandschuht. In der nach unten gehaltenen Linken trägt er das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva, die in eine Kreuzblume mündet.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: In Gold ein wachsendes schwarzes Einhorn.##Bistumswappen: In Rot eine aus dem linken Schildrand hervorkommende bekleidete silberne segnende Hand mit gestrecktem Daumen-, Zeige- und Mittelfinger.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel
Abgrenzung innen:Perlschnur
Abgrenzung außen:Perlschnur
Transliteration:+ sigillvm + vlrici ⁛ dei + gracia + ~ + epiſcopi + eccleſie + seccovienſis 
Übersetzung:Siegel Ulrichs von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Seckau
Materialität
Form:rund
Maße:70 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:annähernd intakter Abdruck, leichte Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Ulrich IV. von Albeck der Diözese Seckau

1417-12-15 bis 1431-12-12

Der Salzburger Erzbischof Eberhard III. von Neuhaus ernannte Ulrich von Albeck, Bischof von Verden, am 23.7.1417 zum Bischof von Seckau. Die Translation wurde durch Papst Martin V. am 15.12.1417 bestätigt.

Aufbewahrungsort:

Graz, Steiermärkisches Landesarchiv

AUR 4912

Urkunde, 1423-05-10, Seggau

Rücksiegel:

se-30

Weitere Siegel:se-28se-30
Literatur

Thomas Vogtherr–Michaela Kronthaler, Art. Ulrich von Albeck. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 724f.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 2: 1337–1452. MStLA 49 (1999) 67–69, 79–82.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 138.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 204.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz