Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Friedrich II., Seckau

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Hauptsiegel

Datierung: 1409-10-29

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Bildnissiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt vor gerautetem und mit Blüten belegtem Hintergrund den SF in Halbfigur unter einem gotischen Baldachin, der vom Siegelrand herabreicht. Der SF wird mit Mitra und leicht geschwungenem Oberkörper dargestellt. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig, die Schüsselfalten bildet. Die Rechte ist segnend erhoben. In der Linken hält er vor der linken Schulter das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva, die in eine Kreuzblume mündet.##Unterhalb der Standlinie befinden sich nebeneinander zwei halbrunde Schilde, die bis zum Siegelrand reichen, rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: Aus rotem Schildfuß wachsend in Silber ein feuerspeiender schwarzer Panther.##Bistumswappen: In Rot eine aus dem linken Schildrand hervorkommende bekleidete silberne segnende Hand mit gestrecktem Daumen-, Zeige- und Mittelfinger.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel
Abgrenzung innen:Perlschnur
Abgrenzung außen:Perlschnur
Transliteration:s(igillum) ☼ fridrici • ep(iscop)i ☼ ~ seccovienſis ☼
Übersetzung:Siegel Friedrichs Bischof von Seckau
Materialität
Form:rund
Maße:33 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:intakter Abdruck, Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Friedrich II. von Perneck (Pernegg) der Diözese Seckau

1399-05-23 bis 1414-09-12

Noch zu Lebzeiten Bischof Johanns von Neuberg wurde Friedrich von Perneck spätestens am 23.5.1399 zum Bischof von Seckau ernannt; vermutlich war er bereits zuvor dessen Koadjutor.

Aufbewahrungsort:

Rein, Stiftsarchiv

A VIII/49

Urkunde, 1409-10-29, Leibnitz

Literatur

Michaela Kronthaler, Art. Friedrich von Perneck. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 723.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 2: 1337–1452. MStLA 49 (1999) 67f., 77f.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 138.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 203.

Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 15, 36.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz