Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Ulrich II., Seckau

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Hauptsiegel

Datierung: 1304-08-01

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest ruhen. Vom Faldistorium sind die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet, von der die Vittae bis zu den Oberarmen herabhängen. Über der Albe und der Dalmatik mit einer V- Falte zwischen den Beinen liegt die Kasel, die zwischen den leicht schräggestellten Beinen spitz zuläuft. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig, die erst Schüsselfalten bildet und danach V-Falten. Die Rechte ist segnend erhoben. In der abgewinkelten Linken, mit Manipel und abgewinkeltem Handgelenk, trägt er das Pedum mit nach innen gerichteter Curva.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Majuskel, Unziale
Abgrenzung innen:Perlschnur
Abgrenzung außen:Perlschnur
Transliteration:+ • S(igillum) • VLRICI • D𐌴I • GR(ati)A • 𐌴P(iscop)I • 𐌴CC(lesi)𐌴 • S𐌴CCOVI𐌴𐌿SIS •
Übersetzung:Siegel Ulrichs von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Seckau
Materialität
Form:spitzoval
Maße:40 x 70 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:anhängend an Fäden
Zustand:intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Ulrich II. von Paldau der Diözese Seckau

1297 bis 1308-02-04

Ulrich von Paldau wurde nach dem Tod des Seckauer Bischofs Heinrich II. (27.2.1297) vom Salzburger Erzbischof Konrad IV. von Fohnsdorf zum Nachfolger ernannt und noch vor dem 24.9.1297 geweiht. Er starb zwischen dem 28.1. und 4.2.1308.

Aufbewahrungsort:

Rein, Stiftsarchiv

A V/47

Urkunde, 1304-08-01, Graz

Literatur

Michaela Kronthaler, Art. Ulrich von Paldau. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 719.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 1: 1218–1337. MStLA 48 (1998) 137.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 135.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 195.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz