Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Gegenerzbischof Christoph, Salzburg

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Hauptsiegel als Dompropstsiegel

Datierung: 1487-10-17

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den sitzenden SF in einer dreiteiligen gotischen Baldachinarchitektur, die oben und unten bis zum Siegelrand reicht. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet. Über der zum Segen erhobenen rechten Hand ist das Pluviale nach außen geworfen und nach innen über den Schoß gelegt. In der Linken hält er vor der linken Schulter das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva.##Unterhalb der beiden seitlichen Architekturteile befindet sich je ein Halbrundschild, rechts das Wappen der Dompropstei, links das persönliche Wappen des SF.
Heraldische Beschreibung:Dompropsteiwappen: In Rot ein silbernes Kalvarienkreuz auf Stufen.##Persönliches Wappen: Im Schrägzinnenschnitt schräggeteilt von Silber und Blau.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel und Majuskel
Abgrenzung innen:Spruchband
Transliteration:s(igillum) + Criſtofferi prepoſiti ~ eccleſie + ſalczeburg(e)(sis)
Übersetzung:Siegel Christophs Propst der Kirche von Salzburg
Materialität
Form:rund
Maße:46 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:intakter Abdruck, leichte Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Gegenerzbischof

Christoph Ebran von Wildenberg der Erzdiözese Salzburg

1487-05-18 bis 1491-01-16

Die wenigen Regierungsjahre des Salzburger Erzbischofs Johann Beckenschlager waren geprägt von Auseinandersetzungen mit dem Domkapitel, weshalb einige Domherren Salzburg in Richtung Mühldorf verließen und am 18.5.1487 Christoph Ebran zum "Gegenerzbischof" wählten. Papst Innozenz VIII. erklärte am 26.10.1487 Ebrans Wahl für ungültig.

Aufbewahrungsort:

Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv

Salzburg Domkapitel, AUR 1487 X 17

Urkunde, 1487-10-17, Mühldorf

Kommentar: In dieser besiegelten Urkunde, in der sich Christoph als Erwählter und Dompropst bezeichnet, verwendet er das Dompropstsiegel.

Literatur

Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 173–176.

Inge Anna Pedarnig, Die Siegel der Salzburger Erzbischöfe in Spätmittelalter und früher Neuzeit 1366–1612. Dipl. (Salzburg 2001) 86 Abb. 24.

Siebmacherʼs großes Wappenbuch, Bd. 22: Die Wappen des bayerischen Adels (Nachdruck Neustadt an der Aisch 1971).

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz