Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Erzbischof Johann II., Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: 1432-12-28

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Bildnissiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den SF in Halbfigur mit Mitra. Der Amikt mit Besatz umgibt die Kasel kragenförmig, die Schüsselfalten bildet. Auf den Schultern ruht das T-förmige mit sechs Kreuzen bestickte Pallium. Die Rechte ist segnend erhoben. In der zum Körper gehaltenen linken Hand trägt er das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva.##Zu beiden Seiten des SF befindet sich ein Halbrundschild, rechts das Erzbistumswappen, links das persönliche Wappen des SF.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: In Gold ein schwarzer Schrägbalken.##Erzbistumswappen: Gespalten, vorne in Gold ein rot gezungter schwarzer Löwe, hinten in Rot ein silberner Balken.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Transliteration:+ s(igillum) + iohannis + dei + g(ati)a + archie(iscop)i + salczburg(e)n‾s(is) + [a]poſtolice + ſed[i]s + legati 
Übersetzung:Siegel Johanns von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg, Legat des Apostolischen Stuhls
Materialität
Form:rund
Maße:34 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:intakter Abdruck, Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Erzbischof

Johann II. von Reisberg der Erzdiözese Salzburg

1429-02-22 bis 1441-09-30

Das Salzburger Domkapitel wählte ihn am 22.2.1429 zum Erzbischof. Papst Martin V. kassierte die Wahl am 22.4.1429, verlieh ihm jedoch seinerseits das Erzbistum. Konsekriert wurde Johann am 12.6.1429.

Aufbewahrungsort:

Graz, Steiermärkisches Landesarchiv

AUR 5364d

Urkunde, 1432-12-28, Pettau

Weitere Siegel:sa-75sa-77sa-78
Literatur

Franz Ortner, Art. Johann von Reisberg. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 676f.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 138.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 161.

Franz Wagner, Die Siegelbilder der Salzburger Erzbischöfe des Spätmittelalters. Alte und moderne Kunst 156 (1978) 18.

Inge Anna Pedarnig, Die Siegel der Salzburger Erzbischöfe in Spätmittelalter und früher Neuzeit 1366–1612. Dipl. (Salzburg 2001) 78f. Abb. 12, Abb. 13.

Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 403.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz