Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Erzbischof Johann II., Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: zwischen 1429 und 1441

Foto: Friepesz Werner, Salzburg Museum

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt vor einem reichverzierten Thronvelum den auf einem Faldistorium sitzenden SF in einer mehrgliedrigen gotischen Baldachinarchitektur, die bis zum Siegelrand hinaufreicht. Im oberen Bereich der Architektur befinden sich über dem SF zum einen in zwei kleinen Nischen zwei Büsten mit Mitra, vermutlich die beiden Bistumsheiligen Virgil und Rupert, und zum anderen zwei Löwen auf Konsolen sitzend. In den seitlichen Nischen, darunter zu Füßen des SF je eine Figur auf einer Konsole, hält je ein Engel einen Halbrundschild, rechts das Erzbistumswappen, links das persönliche Wappen des SF. Über dem Faldistorium ist eine Decke gebreitet. Der SF ist mit einer Mitra dargestellt, der Kopf etwas nach rechts geneigt. Beide Unterarme hat er abgewinkelt, die Hände sind behandschuht. Die rechte Hand ist segnend erhoben. In der Linken trägt er mit dem Pannisellus das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva. Das Gewand zeigt viel Volumen, über der bodenlangen Albe, der Dalmatik und der Kasel ruht das ringförmige mit sechs Kreuzen bestickte Pallium auf den Schultern. Der Amikt mit Besatz umgibt die Kasel kragenförmig.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: In Gold ein schwarzer Schrägbalken.##Erzbistumswappen: Gespalten, vorne in Gold ein rot gezungter schwarzer Löwe, hinten in Rot ein silberner Balken.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel und Majuskel
Abgrenzung innen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Abgrenzung außen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Transliteration:+ Sigillum + Johan[ni]s + dei + gracia + ſancte + salczburgenſis + e(lesi)e + archie(iscop)i + apoſtolice + ſedis + legati 
Übersetzung:Siegel Johanns von Gottes Gnaden Erzbischof der heiligen Kirche von Salzburg, Legat des Apostolischen Stuhls
Materialität
Form:rund
Maße:82 mm
Siegelstoff:Galvanoplastik
Farbe:

metallfarben

Zustand:intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Erzbischof

Johann II. von Reisberg der Erzdiözese Salzburg

1429-02-22 bis 1441-09-30

Das Salzburger Domkapitel wählte ihn am 22.2.1429 zum Erzbischof. Papst Martin V. kassierte die Wahl am 22.4.1429, verlieh ihm jedoch seinerseits das Erzbistum. Konsekriert wurde Johann am 12.6.1429.

Aufbewahrungsort:

Salzburg, Salzburg Museum

Sammlung Münzen, Medaillen und Geldwertzeichen, Inv.-Nr. SI 119

loses Siegel, zwischen 1429 und 1441

Weitere Siegel:sa-76sa-77sa-78
Literatur

Franz Ortner, Art. Johann von Reisberg. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 676f.

Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 403.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz