Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Erzbischof Eberhard I., Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: 1158-09-18

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Hinweis zum Siegel
Fälschung:Die gefälschte Urkunde aus ca. 1203 enthält ein gefälschtes Siegel, das auch schon bei einer Urkundenfälschung aus ca. 1191/92 verwendet wurde. Bei der Fälschung aus Gurk ergeben sich gegenüber dem zweiten Siegel (Salzburg Nr. 18) Unterschiede in der Umschrift: bei SALZ𐌴BVRGENSIS steht das E in EN etwas tiefer als N und die beiden S in SIS sind anders gestaltet. Im Siegelbild weicht lediglich die Form der Mitra ab, die cornua der Mitra stehen enger beieinander als beim echten Siegel.
Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest ruhen. Vom Faldistorium sind die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar. Der SF ist mit einer quer aufgesetzten Mitra abgebildet, die eine Vertiefung mit zwei senkrecht aufsteigenden Hörnern bildet. Von der Mitra hängen die Vittae bis zu den Schultern herab. Über der Albe und der Dalmatik liegt die zwischen den leicht schräggestellten Beinen spitz zulaufende Kasel mit V-Falten. Das T-förmige Pallium ruht auf den Oberarmen. Beide Unterarme hat der SF angehoben. In der Rechten trägt er das Pedum mit nach innen gerichteter Curva. In der Linken mit Manipel trägt er ein offenes Evangelienbuch.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis, Unziale
Transliteration:+ EB𐌴RHARDVS DEI GRACIA SALZ𐌴BVRGENSIS [ARCH]I𐌴P(iscopu)S
Übersetzung:Eberhard von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg
Materialität
Form:rund
Maße:80 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:hinten eingehängt
Zustand:leicht verschliffen, Umschrift im rechten oberen Bereich ausgebrochen
Metadaten
Siegelführer:

Erzbischof

Eberhard I. von Biburg der Erzdiözese Salzburg

1147-04-14 bis 1164-06-22

Er nahm die am 14.4.1147 einstimmig erfolgte Wahl durch Klerus und Ministerialen von Salzburg an, wurde am 25.4.1147 inthronisiert und am 11.5.1147 konsekriert.

Aufbewahrungsort:

Klagenfurt, Kärntner Landesarchiv

AUR A 9; Siegelsammlung 879.a

Urkunde, 1158-09-18

Kommentar: Urkunde ist eine Fälschung aus ca. 1203

Weitere Siegel:sa-17sa-18sa-19sa-20
Literatur

Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 84–86.

Salzburger Urkundenbuch, ed. Willibald Hauthaler–Franz Martin, Bd. 2: 790–1199 (Salzburg 1916) 468f. Nr. 336.

Franz Martin, Das Urkundenwesen der Erzbischöfe von Salzburg von 1106–1246. Vorbemerkungen zum Salzburger Urkundenbuch. MIÖG Ergbd. 9 (1915) 671f.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz