Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Erzbischof Eberhard I., Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: 1164

Foto 1: Friepesz Werner, Salzburg Museum

Foto 2: Friepesz Werner, Salzburg Museum

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Hinweis zum Siegel
Siegelstempel aus Messing erhalten im Salzburg Museum: Sammlung Münzen, Medaillen und Geldwertzeichen, Inv.-Nr. SI 2. Gefunden in seiner ursprünglichen Grablege bei Domgrabungen in Salzburg im Jahr 1957.
Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest mit einem darunterliegenden Rundbogen ruhen. Vom Faldistorium sind die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar. Der SF ist mit einer quer aufgesetzten Mitra abgebildet, die eine Vertiefung mit zwei senkrecht aufsteigenden Hörnern bildet. Von der Mitra hängen die Vittae bis zu den Schultern herab. Über der Albe und der geschmückten Dalmatik liegt die zwischen den leicht schräggestellten Beinen spitz zulaufende Kasel mit V-Falten. Das Y-förmige mit zehn Kreuzen bestickte Pallium ruht auf den Oberarmen. In der abgewinkelten Rechten trägt der SF das Pedum mit nach innen gerichteter Curva. In der Linken mit waagrecht ausgestrecktem Unterarm trägt er ein offenes Evangelienbuch.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis, Unziale
Transliteration:+ EV𐌴RHARDVS DEI GRACIA SALEBVR(en)SIS HAR(c)HIEP‾(iscopu)S
Übersetzung:Eberhard von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg
Materialität
Form:spitzoval
Maße:62 x 85 mm
Typ des Siegels:Abguss
Siegelstoff:Gips
Zustand:intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Erzbischof

Eberhard I. von Biburg der Erzdiözese Salzburg

1147-04-14 bis 1164-06-22

Er nahm die am 14.4.1147 einstimmig erfolgte Wahl durch Klerus und Ministerialen von Salzburg an, wurde am 25.4.1147 inthronisiert und am 11.5.1147 konsekriert.

Aufbewahrungsort:

Salzburg, Salzburg Museum

Sammlung Münzen, Medaillen und Geldwertzeichen, Inv.-Nr. SI 2

loses Siegel, 1164

Weitere Siegel:sa-17sa-18sa-20sa-21
Literatur

Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 84–86.

Salzburger Urkundenbuch, ed. Willibald Hauthaler–Franz Martin, Bd. 2: 790–1199 (Salzburg 1916) Taf. 4.

Franz Martin, Das Urkundenwesen der Erzbischöfe von Salzburg von 1106–1246. Vorbemerkungen zum Salzburger Urkundenbuch. MIÖG Ergbd. 9 (1915) 665f.

Leopold Grill, Erzbischof Eberhard I. von Salzburg (Graz 1964) 96–99.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 2, 64.

Eva Neukirch, Das Erscheinen von Familienwappen im bischöflichen Siegelbild. Diss. (Erlangen–Nürnberg 1994) Teil 2, C, 276.

Franz Wagner, Der „Segensgestus“ ist kein Segensgestus, der „Palmzweig“ ist kein Palmzweig. Zu den Darstellungen auf geistlichen Siegeln des Mittelalters an Beispielen aus Salzburg und seinem Umkreis. Salzburg Archiv 35 (2014) 29, 43f.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz