Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Erzbischof Eberhard I., Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: 1147-07-03

Foto 1: Bayerisches Hauptstaatsarchiv München (Auftragsnr. 1343/2012)

Foto 2: Salzburger Urkundenbuch 2, C. Angerer & Göschl

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Hinweis zum Siegel
Das im Salzburger Urkundenbuch abgebildete und gut erhaltene Siegel aus dem Stift Göttweig ist offensichtlich 1945 verlorengegangen (Mitteilung P. Franz Schuster, Mail vom 2.10.2015).
Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den SF auf einem Faldistorium, von dem die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar sind. Der SF ist mit einer quer aufgesetzten Mitra abgebildet, die eine kleine Einsenkung mit zwei stumpf abschließenden Bauschen bildet. Von der Mitra hängen die Vittae bis zu den Schultern herab. Über der Albe und der Dalmatik liegt die spitz zulaufende Kasel. Das T-förmige Pallium ruht auf den Oberarmen. Der linke Fuß nimmt keine symmetrische Stellung zum rechten ein, sondern ist gegen die Mitte gerückt; dadurch streift das linke Knie unmittelbar das Pallium. Beide Unterarme hat der SF angehoben. In der Rechten trägt er das Pedum mit nach innen gerichteter Curva. In der Linken trägt er ein Evangelienbuch.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis, Unziale
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:[+ 𐌴BERARD"VS" D(e)I GR(ati)A SA]LZBVRGEN[SIS ARCHI𐌴P(iscopu)S •
Übersetzung:Eberhard von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg
Materialität
Form:rund
Maße:71 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:hinten eingehängt, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:Fragment
Metadaten
Siegelführer:

Erzbischof

Eberhard I. von Biburg der Erzdiözese Salzburg

1147-04-14 bis 1164-06-22

Er nahm die am 14.4.1147 einstimmig erfolgte Wahl durch Klerus und Ministerialen von Salzburg an, wurde am 25.4.1147 inthronisiert und am 11.5.1147 konsekriert.

Aufbewahrungsort:

München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Berchtesgaden, Urk. 7

Urkunde, 1147-07-03, Salzburg

Weitere Siegel:sa-18sa-19sa-20sa-21
Literatur

Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 84–86.

Salzburger Urkundenbuch, ed. Willibald Hauthaler–Franz Martin, Bd. 2: 790–1199 (Salzburg 1916) 362–364 Nr. 252, Taf. 3.

Franz Martin, Das Urkundenwesen der Erzbischöfe von Salzburg von 1106–1246. Vorbemerkungen zum Salzburger Urkundenbuch. MIÖG Ergbd. 9 (1915) 665.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 2, 64.

Eva Neukirch, Das Erscheinen von Familienwappen im bischöflichen Siegelbild. Diss. (Erlangen–Nürnberg 1994) Teil 2, C, 276.

Franz Wagner, Der „Segensgestus“ ist kein Segensgestus, der „Palmzweig“ ist kein Palmzweig. Zu den Darstellungen auf geistlichen Siegeln des Mittelalters an Beispielen aus Salzburg und seinem Umkreis. Salzburg Archiv 35 (2014) 43.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz