Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Fürsterzbischof, Kardinal Guidobald, Salzburg

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Hauptsiegel als Kardinalssiegel

Datierung: 1667-08-14

Foto: Feiner Martin

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Wappensiegel
Avers-Bildinhalt
Heraldische Beschreibung:Das Siegel zeigt einen ovalen Schild in Barockkartusche, unter Schildhaupt geviert mit Herzschild. – Schildhaupt: Gespalten in zwei Drittel zu einem Drittel, rechts gespalten, vorne in Gold ein rot gezungter schwarzer Löwe, hinten in Rot ein silberner Balken (Erzbistum Salzburg), links in Rot ein silberner Schräglinksbalken (Bistum Regensburg). – Herzschild (Familienwappen Thun): In Rot ein silberner Balken (Caldes). – Hauptschild (Familienwappen Thun): Geviert, (1) und (4) in Blau ein goldener Schrägbalken (Stammwappen Thun), (2) und (3) gespalten, vorne in Silber ein halber roter Adler am Spalt, hinten in Schwarz ein silberner Balken (Monreale – Königsberg).##Der Schild ist timbriert: Vortragekreuz pfahlweise in der Mitte hinter dem Schild, schräggekreuzt hinter dem Schild Pedum rechts und Schwert links, darüber Prälatenhut mit beidseitig an Schnüren herabhängenden zehn Quasten (1:2:3:4).
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Abgrenzung innen:gedrehte Schnur
Abgrenzung außen:Lorbeerkranz
Transliteration:☼ GVIDOBALD(us) : D(ei) : G(ratia) : S(anctae) : R(omanae) : E(cclesiae) : PRESB(yter) : CARD(inalis) : ARCH(iepiscopus) : SAL(isburgensis) : AP(ostolicae) : SED(is) : LEG(atus) : E(iscopu)S : RATIS(ponensis) : C[OM](es) : DE THVNN
Übersetzung:Guidobald von Gottes Gnaden der heiligen römischen Kirche Kardinal-Priester, Erzbischof von Salzburg, Legat des Apostolischen Stuhls, Bischof von Regensburg, Graf von Thun
Materialität
Form:oval
Maße:32 x 38 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Papiersiegel
Farbe:

rot

Befestigung:aufgedrückt
Zustand:annähernd intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Fürsterzbischof, Kardinal

Guidobald von Thun der Erzdiözese Salzburg

1654-02-03 bis 1668-06-01

Das Salzburger Domkapitel wählte ihn am 3.2.1654 zum Erzbischof, die Konsekration empfing er am 24.9.1654. Im Jahr 1667 wurde er zum Kardinal erhoben, publiziert am 7.3.1667, ohne Titelkirche.

Aufbewahrungsort:

Graz, Diözesanarchiv Graz-Seckau

Klosterakten Augustiner-Eremiten

Briefumschlag, 1667-08-14, Regensburg

Weitere Siegel:sa-149sa-150sa-151sa-153sa-154
Literatur

Franz Ortner, Art. Thun, Guidobald Reichsfreiherr (seit 1629 Reichsgraf) von. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1648 bis 1803 hg. Erwin Gatz (Berlin 1990) 503f.

Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648–1803 hg. Erwin Gatz (Regensburg 2007) 499.

Franz Martin, Die Wappen der Regenten von Salzburg 1495 bis 1805 (Wien 1948) 22f.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz