Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Fürsterzbischof, Kardinal Guidobald, Salzburg

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Hauptsiegel als Kardinalssiegel

Datierung: zwischen 1667 und 1668

Foto: Feiner Martin

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Beschreibung
Avers-Typ:Wappensiegel
Avers-Bildinhalt
Heraldische Beschreibung:Das Siegel zeigt einen Schild in Barockkartusche, geviert mit Herzschild. – Herzschild (Familienwappen Thun): In Rot ein silberner Balken (Caldes). – Hauptschild (Familienwappen Thun): Geviert, (1) und (4) in Blau ein goldener Schrägbalken (Stammwappen Thun), (2) und (3) gespalten, vorne in Silber ein halber roter Adler am Spalt, hinten in Schwarz ein silberner Balken (Monreale – Königsberg).##Der Schild ist timbriert: Vortragekreuz pfahlweise in der Mitte hinter dem Schild, schräggekreuzt hinter dem Schild Pedum rechts und Schwert links, darüber Prälatenhut mit beidseitig an Schnüren herabhängenden zehn Quasten (1:2:3:4); mit Initialen.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:☼ GVIDOBALD₉(us) D(ei) . G(ratia) . [S](anctae) . R(omanae) . E(cclesiae) . PRESB(yter) . CARDIN(alis) . ARCH[IE](iscopu)S . SALISB(urgensis) . LEG(atus) . SED(is) . APOST(olicae) . E(iscopu)S . RATISB(onensis) . COM(es) . DE . TH(n) .
Übersetzung:Guidobald von Gottes Gnaden der heiligen römischen Kirche Kardinal-Priester, Erzbischof von Salzburg, Legat des Apostolischen Stuhls, Bischof von Regensburg, Graf von Thun
Kommentar:Die tironische Note 9 ist ein Kürzungszeichen für die Silbe "us".
Aufschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Transliteration:H ~ R
Übersetzung:
Kommentar:möglicherweise die Initialen des Siegelstechers
Materialität
Form:rund
Maße:38 mm
Typ des Siegels:Abguss
Siegelstoff:Gips
Farbe:

grau

Zustand:leichte Verformung der Umschrift
Metadaten
Siegelführer:

Fürsterzbischof, Kardinal

Guidobald von Thun der Erzdiözese Salzburg

1654-02-03 bis 1668-06-01

Das Salzburger Domkapitel wählte ihn am 3.2.1654 zum Erzbischof, die Konsekration empfing er am 24.9.1654. Im Jahr 1667 wurde er zum Kardinal erhoben, publiziert am 7.3.1667, ohne Titelkirche.

Aufbewahrungsort:

Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv

Siegelabgusssammlung Smitmer-Löschner, m369

loses Siegel, zwischen 1667 und 1668

Weitere Siegel:sa-149sa-150sa-152sa-153sa-154
Literatur

Franz Ortner, Art. Thun, Guidobald Reichsfreiherr (seit 1629 Reichsgraf) von. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1648 bis 1803 hg. Erwin Gatz (Berlin 1990) 503f.

Irina Simone Wanker, Die Siegel und Münzen der Salzburger Erzbischöfe von Markus Sittikus bis Hieronymus Colloredo unter besonderer Berücksichtigung des kunsthistorischen Umfeldes. Diss. (Salzburg 2002) Abb. 13.

Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648–1803 hg. Erwin Gatz (Regensburg 2007) 499.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz