Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Fürsterzbischof, Kardinal Guidobald, Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: 1655-04-05

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Bildnissiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den SF als Halbfigur mit Mitra in einer zeitgenössischen rundbogig abgeschlossenen Architekturnische, die bis zum Siegelrand hinaufreicht. Der SF hat die rechte Hand segnend erhoben. In der Linken hält er vor der linken Schulter das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva. Das ringförmige mit Kreuzen bestickte Pallium ruht auf den Schultern.##Unterhalb des SF befindet sich eine Wappenkartusche mit zwei Schilden, rechts das Erzbistumswappen, links das Familienwappen des SF. Seitlich der Wappenkartusche ist die Datierung „1654“ in arabischen Ziffern eingraviert, rechts „16“ und links „54“.
Heraldische Beschreibung:Familienwappen: Geviert mit Herzschild. – Herzschild (Familienwappen Thun): In Rot ein silberner Balken (Caldes). – Hauptschild (Familienwappen Thun): Geviert, (1) und (4) in Blau ein goldener Schrägbalken (Stammwappen Thun), (2) und (3) gespalten, vorne in Silber ein halber roter Adler am Spalt, hinten in Schwarz ein silberner Balken (Monreale – Königsberg).##Erzbistumswappen: Gespalten, vorne in Gold ein rot gezungter schwarzer Löwe, hinten in Rot ein silberner Balken.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:+ GVIDOBALDVS : D(ei) : G(ratia) : ARCHIEPISCOPVS : SALISBV(r)G(ensis) : SED(is) : AP(ostolicae) : LEG(atus) : +
Übersetzung:Guidobald von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg, Legat des Apostolischen Stuhls
Aufschrift
Schrifttyp:arabische Ziffern
Transliteration:16 ~ 54
Übersetzung:1654
Materialität
Form:rund
Maße:49 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer Holzkapsel
Zustand:intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Fürsterzbischof, Kardinal

Guidobald von Thun der Erzdiözese Salzburg

1654-02-03 bis 1668-06-01

Das Salzburger Domkapitel wählte ihn am 3.2.1654 zum Erzbischof, die Konsekration empfing er am 24.9.1654. Im Jahr 1667 wurde er zum Kardinal erhoben, publiziert am 7.3.1667, ohne Titelkirche.

Aufbewahrungsort:

Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv

Salzburg Domkapitel, AUR 1655 IV 05

Urkunde, 1655-04-05, Salzburg

Weitere Siegel:sa-150sa-151sa-152sa-153sa-154
Literatur

Franz Ortner, Art. Thun, Guidobald Reichsfreiherr (seit 1629 Reichsgraf) von. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1648 bis 1803 hg. Erwin Gatz (Berlin 1990) 503f.

Irina Simone Wanker, Die Siegel und Münzen der Salzburger Erzbischöfe von Markus Sittikus bis Hieronymus Colloredo unter besonderer Berücksichtigung des kunsthistorischen Umfeldes. Diss. (Salzburg 2002) Abb. 10.

Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648–1803 hg. Erwin Gatz (Regensburg 2007) 499.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz