Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Johannes V., Gurk

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Hauptsiegel als resignierter Bischof

Datierung: 1457-09-27

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Heiligensiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt die thronende Mutter Gottes mit dem Jesuskind in einer dreiteiligen gotischen Baldachinarchitektur, die bis zum Siegelrand hinaufreicht. Die gekrönte und nimbierte Mutter Gottes umfasst mit beiden Händen das auf ihrem rechten Oberschenkel sitzende Jesuskind mit Strahlennimbus.##Unterhalb der Architektur befindet sich ein Halbrundschild mit dem persönliche Wappen des SF, das knapp über den Umschriftrand hinausragt.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: In Rot ein schwarzer Schrägbalken, belegt mit drei goldenen Ringen.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel und Majuskel
Abgrenzung innen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Abgrenzung außen:Perlschnur zwischen zwei Linien
Transliteration:+ S(igillum) ∶ iohannis ep(iscop)i ∶ ☼ ∶ ~ quonda(m) ⁝ gurcen(sis) ∶
Übersetzung:Siegel Johannes' einst Bischof von Gurk
Kommentar:die Punkte stehen für Kreuze
Aufschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel
Abgrenzung:unter dem Podest
Transliteration:roſabella ☼
Übersetzung:
Kommentar:Unter dem Podest der Name der Rosabellakapelle in der St. Nikolaus-Pfarrkirche in Straßburg.
Materialität
Form:rund
Maße:41 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Johannes V. Schallermann der Diözese Gurk

1433-01-28 bis 1453

Papst Eugen IV. ernannte Johannes am 28.1.1433 völlig überraschend gegen den Salzburger Kandidaten Hermann von Gnas und den landesfürstlichen Kandidaten Lorenz von Lichtenberg zum Bischof von Gurk. Am 31.3.1435 wurde er als solcher vom Basler Konzil anerkannt und am 22.5.1435 von Erzbischof Valaressius von Kreta in Basel konsekriert. Nach Beilegung des Bischofsstreites am 6.6.1436 - Lorenz wurde erst Administrator von Gurk und nach dem Tod des Lavanter Bischofs Hermann von Gnas wieder Bischof von Lavant - war Johannes auch de facto regierender Bischof. Im Jahr 1453 resignierte er auf sein Bistum.

Aufbewahrungsort:

Klagenfurt, Kärntner Landesarchiv

AUR A 1015; Siegelsammlung 1975

Urkunde, 1457-09-27, Straßburg

Kommentar: In dieser besiegelten Urkunde, in der sich Johannes als ehemaliger Bischof von Gurk bezeichnet, verwendet er das Siegel als resignierter Bischof.

Rücksiegel:

gu-57

Weitere Siegel:gu-53gu-54gu-55gu-57
Literatur

Christine Tropper, Art. Schallermann, Johannes. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 620.

Siebmacherʼs großes Wappenbuch, ed. Gustav Adelbert Seyler, Bd. 8: Die Wappen der Bistümer und Klöster (Neustadt an der Aisch 1976) 120.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz