Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Heinrich III., Gurk

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Hauptsiegel

Datierung: 1304-12-21

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt vor gegittertem und mit Punkten belegtem Hintergrund den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest ruhen; das Podest reicht bis zum Siegelrand. Vom Faldistorium, über welches eine Decke mit Rautenmuster gebreitet ist, sind die Stuhlbeine oben als Tierköpfe gestaltet sichtbar. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet. Über der Albe mit reicher Stoffmasse und der Dalmatik liegt die Kasel, die auf die parallel gestellten Beine herabfällt und Schüsselfalten bildet. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig. Beide Unterarme hat der SF abgewinkelt, die Hände sind behandschuht. Die Rechte ist segnend erhoben. In der Linken trägt er mit abgewinkeltem Handgelenk das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva, die in eine Lilie mündet.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Majuskel, Unziale
Abgrenzung innen:Perlschnur
Abgrenzung außen:Perlschnur
Transliteration:+ S(igillum) : H𐌴INRICI • D𐌴I • GR(ati)A : ~ 𐌴CCL(es)I𐌴 • GVRC𐌴𐌿S(is) : 𐌴P(iscop)I
Übersetzung:Siegel Heinrichs von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Gurk
Materialität
Form:rund
Maße:60 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen
Zustand:intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Heinrich III. von Helfenberg der Diözese Gurk

1299-04-13 bis 1326-01-13

Die päpstliche Genehmigung von Bonifaz VIII. zur Translation von Heinrich als Bischof von Lavant nach Gurk erfolgte am 13.4.1299.

Aufbewahrungsort:

Klagenfurt, Kärntner Landesarchiv

AUR C 35; Siegelsammlung 1119.b

Urkunde, 1304-12-21, St. Veit/Glan

Literatur

France M. Dolinar–Christine Tropper, Art. Heinrich. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 212.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 135.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 60.

Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 31.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz