Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Hartnid, Gurk

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Hauptsiegel

Datierung: 1291-11-12

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest ruhen. Vom Faldistorium sind die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet. Über der Albe und der Dalmatik mit Zierbesatz an den Ärmeln sowie am Saum liegt die Kasel. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig, die zwischen den leicht schräggestellten Beinen verläuft, zahlreiche Schüsselfalten bildet und mit einem T-förmigen Kaselkreuz geschmückt ist. Die rechte Hand ist segnend erhoben. In der abgewinkelten Linken trägt der SF mit abgewinkeltem Handgelenk das Pedum mit nach innen gerichteter Curva.##Zu beiden Seiten des SF befindet sich ein sechsstrahliger Stern.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Majuskel, Unziale
Abgrenzung innen:Perlschnur
Abgrenzung außen:Perlschnur
Transliteration:+ S(igillum) : 𐌷𐌴RT𐌿IDI : D𐌴I : GR(ati)A : GVRC𐌴𐌿(sis) : 𐌴CC(lesi)𐌴 : 𐌴P(iscop)I
Übersetzung:Siegel Hartnids von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Gurk
Materialität
Form:rund
Maße:49 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:anhängend an Fäden
Zustand:leicht verschliffen
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Hartnid von Lichtenstein-Offenberg der Diözese Gurk

1283 bis 1298-11-28

Hartnid ist am 2.2.1284 erstmals als Bischof von Gurk belegt.

Aufbewahrungsort:

Graz, Steiermärkisches Landesarchiv

AUR 1409

Urkunde, 1291-11-12, Gurk

Rücksiegel:

gu-30

Weitere Siegel:gu-28gu-30
Literatur

Christine Tropper, Art. Hartnid von Lichtenstein-Offenberg. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 211.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 134.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 59.

Eva Neukirch, Das Erscheinen von Familienwappen im bischöflichen Siegelbild. Diss. (Erlangen–Nürnberg 1994) Teil 2, C, 94.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz