Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Ulrich I., Gurk

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Hauptsiegel

Datierung: 1224-03-29

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt vor gegittertem und mit Punkten belegtem Hintergrund den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest ruhen. Vom Faldistorium sind die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet, von der die Vittae bis zu den Schultern herabhängen. Über der Albe und der Dalmatik liegt die Kasel mit einem T- förmigen Kaselkreuz, die zwischen den parallel gestellten Beinen verläuft und Schüsselfalten bildet. In der abgewinkelten Rechten trägt er das Pedum mit nach innen gerichteter Curva. In der angehobenen Linken trägt er ein offenes Evangelienbuch, auf dem die in zwei Kolumnen untereinandergestellten Buchstaben PAX und VOB zu lesen sind.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Majuskel, Unziale
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:+ : LRICVS : D𐌴I : GRACIA : GVRCH𐌴NSIS : 𐌴CCȽ(es)I𐌴 : 𐌴(iscopu)C
Übersetzung:Ulrich von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Gurk
Kommentar:Bei EPC wurde das griechische S verwendet.
Aufschrift
Schrifttyp:Gotische Majuskel
Abgrenzung:Buch
Transliteration:[PAX VOB(is)]
Übersetzung:Friede ist euch
Materialität
Form:spitzoval
Maße:55 x 75 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:hinten eingehängt, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Ulrich I. von Ortenburg der Diözese Gurk

1222-01-15 bis 1253-09-14

Er wurde am 15.1.1222 durch Papst Honorius III. bestätigt; als Bischof erstmals am 13.11.1222 belegt.

Aufbewahrungsort:

Klagenfurt, Kärntner Landesarchiv

AUR C 1176; Siegelsammlung 63.d

Urkunde, 1224-03-29, Straßburg

Literatur

Christine Tropper, Art. Ulrich von Ortenburg. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 209f.

August von Jaksch, Die ältesten Siegel der Bischöfe und des Kapitels von Gurk. Mitt. der dritten (Archiv-) Sektion der k. k. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 2 (1894) 134f.

Monumenta historica ducatus Carinthiae. Geschichtliche Denkmäler des Herzogtums Kärnten, ed. August von Jaksch, Bd. 1: 864–1232 (Klagenfurt 1896) 382f. Nr. 498, Taf. II/17.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 2, 66.

Eva Neukirch, Das Erscheinen von Familienwappen im bischöflichen Siegelbild. Diss. (Erlangen–Nürnberg 1994) Teil 2, C, 93.

Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 10.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz