Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Fürstbischof, Kardinal Johann VIII., Gurk

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Hauptsiegel als Kardinalssiegel

Datierung: 1694-04-04

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Wappensiegel
Avers-Bildinhalt
Heraldische Beschreibung:Das Siegel zeigt einen ovalen Schild in Barockkartusche, unter Schildhaupt geviert mit Herzschild. – Schildhaupt (Bistum Gurk): Gespalten, vorne in Schwarz ein silbern bewehrter goldener Löwe, hinten geteilt von Rot und Silber. – Herzschild (Familienwappen Goess): In Gold ein golden bewehrter schwarzer Doppeladler, zwischen den Köpfen eine goldene Kaiserkrone mit abfliegenden blauen Bändern, auf der Brust ein Schildchen mit dem schwarzen Namenszug „F II“ (Ferdinand II). – Hauptschild (Familienwappen Goess): Geviert, (1) und (4) in Blau eine gekrönte goldene Säule, (2) und (3) in Rot ein golden gekrönter silberner Löwe mit doppeltem Schweif.##Der Schild ist timbriert: Prälatenhut darüber mit beidseitig an Schnüren herabhängenden sechs Quasten (1:2:3).
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Lorbeerkranz zwischen zwei Linien
Transliteration:+ IO(annes) : S(anctae) : R(omanae) : E(cclesiae) : CARD(inalis) : EPISCOPVS : GVRCENSIS : SACRI : ROMANI : IMPERY : PRINCEPS • :
Übersetzung:Johann, der heiligen römischen Kirche Kardinal, Bischof von Gurk, des Heiligen Römischen Reiches Fürst
Materialität
Form:rund
Maße:48 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer Holzkapsel
Zustand:Wappen mäßig verdrückt
Metadaten
Siegelführer:

Fürstbischof, Kardinal

Johann VIII. von Goess der Diözese Gurk

1675-10-30 bis 1696-10-19

Am 30.10.1675 nominierte ihn Kaiser Leopold I. zum Bischof von Gurk. Konfirmiert wurde er vom Salzburger Erzbischof am 16.1.1676 und konsekriert am 2.2.1676. Im Jahr 1686 wurde ihm die Kardinalswürde verliehen.

Aufbewahrungsort:

Klagenfurt, Archiv der Diözese Gurk

DKA 18-3-E

Urkunde, 1694-04-04, Straßburg

Weitere Siegel:gu-119gu-121
Literatur

Peter G. Tropper, Art. Goess, Johann (seit 1634 Freiherr) von. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1648 bis 1803 hg. Erwin Gatz (Berlin 1990) 153–155.

Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648–1803 hg. Erwin Gatz (Regensburg 2007) 195.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz