Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Fürstbischof Wenzeslaus, Gurk

Permalink: https://gams.uni-graz.at/o:epis.gu-115

Hauptsiegel

Datierung: 1673-01-12

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

LIDO-DokumentDruckversion
Beschreibung
Avers-Typ:Wappensiegel
Avers-Bildinhalt
Heraldische Beschreibung:Das Siegel zeigt einen Schild in Barockkartusche, einen Hauptschild mit aufgelegtem Mittelschild und Herzschild. – Herzschild (Familienwappen Thun): In Rot ein silberner Balken (Caldes). – Mittelschild mit einer Mitra darauf: Geviert, (1) und (4) in Silber ein nach innen gewendeter roter Wolf (Hochstift Passau), (2) und (3) gespalten, vorne in Schwarz ein silbern bewehrter goldener Löwe, hinten geteilt von Rot und Silber (Bistum Gurk). – Hauptschild (Familienwappen Thun): Geviert, (1) und (4) in Blau ein goldener Schrägbalken (Stammwappen Thun), (2) und (3) gespalten, vorne in Silber ein halber roter Adler am Spalt, hinten in Schwarz ein silberner Balken (Monreale – Königsberg).##Der Schild ist timbriert: Krone in der Mitte auf dem Kartuschenrand, schräggekreuzt hinter dem Schild Pedum rechts und Schwert links, Vortragekreuz pfahlweise in der Mitte hinter dem Schild.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:WENCESLAVS : D(ei) : G(ratia) : EP(iscopus) : PAS(saviensis) : ET : GVRC(ensis) : S(acri) : R(omani) : I(mperii) : P(rinceps) : C(omes) : A : THVN
Übersetzung:Wenzeslaus von Gottes Gnaden Bischof von Passau und Gurk, des Heiligen Römischen Reiches Fürst, Graf von Thun
Aufschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Abgrenzung:Wappenkartusche unten
Transliteration:G
Übersetzung:
Materialität
Form:rund
Maße:41 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer Holzkapsel
Zustand:intakter Abdruck, Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Fürstbischof

Wenzeslaus von Thun der Diözese Gurk

1665 bis 1673-01-26

Kaiser Leopold I. nominierte den Passauer Fürstbischof Wenzeslaus am 10.8.1665 zusätzlich zum Fürstbischof von Gurk. Mit päpstlicher Zustimmung verlieh ihm der Salzburger Erzbischof noch im gleichen Jahr das Bistum Gurk, doch nahm er von dem Sprengel nur durch einen Prokurator Besitz. Nach dem Artikel von August Leidl starb Wenzeslaus am 8.1.1673. Dem widerspricht die ausgestellte Urkunde vom 12.1.1673 (Kärntner Landesarchiv, A 3210). Nach Jakob Obersteiner starb er am 26.1.1673.

Aufbewahrungsort:

Klagenfurt, Kärntner Landesarchiv

AUR A 3210; Siegelsammlung 3146

Urkunde, 1673-01-12, Straßburg

Weitere Siegel:gu-116
Literatur

August Leidl, Art. Thun, Wenzeslaus Reichsgraf von. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1648 bis 1803 hg. Erwin Gatz (Berlin 1990) 508–510.

Jakob Obersteiner, Die Bischöfe von Gurk: 1072-1822 (Aus Forschung und Kunst 5, Klagenfurt 1969) 392–396.

Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648–1803 hg. Erwin Gatz (Regensburg 2007) 193.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz