Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Fürstbischof Sigmund Franz, Gurk

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Hauptsiegel als Bischofssiegel von Augsburg

Datierung: 1653-02-22

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Wappensiegel
Avers-Bildinhalt
Heraldische Beschreibung:Das Siegel zeigt einen ovalen Schild in Barockkartusche, 18 Felder mit Herzschild. – Herzschild (Hochstift Augsburg) in Barockkartusche, timbriert mit einer Mitra darauf und einem Pedum, dessen Curva schrägrechts aus der Mitra herausragt: Gespalten von Rot und Silber. – Hauptschild: (1) siebenmal geteilt von Rot und Silber (Königreich Ungarn), (2) in Rot ein gekrönter silberner Löwe mit doppeltem kreuzweise geschlungenem Schweif (Königreich Böhmen), (3) in Rot ein goldenes dreitürmiges Kastell mit blauem Tor und blauen Fenstern (Königreich Kastilien), (4) in Silber ein golden bewehrter und golden gekrönter purpurner Löwe (Königreich Leon), (5) in Grün ein aufrechtes linksgewendetes silbernes Pantier, aus dessen Rachen rote Flammen züngeln (Herzogtum Steiermark), (6) geteilt, vorne in Gold übereinander drei schwarze rot bewehrte schreitende Löwen, hinten in Rot ein silberner Balken (Herzogtum Kärnten), (7) in Rot ein goldener Schrägbalken, begleitet oben und unten von drei 1:2 bzw. 2:1 gestellten goldenen Kronen (Landgrafschaft Elsass), (8) in Rot ein goldener Schrägbalken, begleitet oben und unten von je einem schreitenden gekrönten goldenen Löwen (Grafschaft Kyburg), (9) im roten Schildbord fünffach von Gold und Blau schräggeteilt (Herzogtum Burgund), (10) in Rot ein silberner Balken (Erzherzogtum Österreich), (11) schräggeteilt, oben in Blau ein golden gekrönter und rot bewehrter goldener Löwe, unten fünfmal von Silber und Rot schräglinks geteilt (Grafschaft Görz), (12) in Gold vier rote Pfähle (Königreich Aragon), (13) in Silber ein grüner Granatapfel mit zwei grünen Blättern und roten Kernen (Königreich Granada), (14) schräg geviert, oben und unten in Gold vier rote Pfähle, rechts und links in Silber ein schwarzer Adler (Königreich Sizilien), (15) in Blau fünf 2:2:1 gestellte goldene Adler (Altösterreich/Niederösterreich), (16) in Silber ein golden bekrönter und bewehrter roter Adler mit goldenen Kleestengeln (gefürstete Grafschaft Tirol), (17) in Gold ein blau gekrönter und blau bewehrter roter Löwe (Grafschaft Habsburg), (18) in Silber ein blauer Adler mit rot-golden geschachter Brustspange (Herzogtum Krain).##Der Schild ist timbriert: Herzogshut auf dem Kartuschenrand.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:SIGISM[VNDV]S : FRANC(iscus) : D(ei) : G(ratia) : ARCH(idux) : AVST(riae) : DVX : BVRG(undiae) : EP(iscopu)S : AVG(ustensis) : COM(itis) : TYR(oliae) :
Übersetzung:Sigmund Franz von Gottes Gnaden Erzherzog von Österreich, Herzog von Burgund, Bischof von Augsburg, Graf von Tirol
Aufschrift
Transliteration:7
Übersetzung:
Kommentar:seitlich des Herzogshuts die Ziffer 7 erkennbar, links keine Ziffer identifizierbar
Materialität
Form:rund
Maße:50 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Papiersiegel
Befestigung:aufgedrückt
Zustand:einzelne Buchstaben verschliffen
Metadaten
Siegelführer:

Fürstbischof

Sigmund Franz Erzherzog von Österreich der Diözese Gurk

1653-02-02 bis 1665-06-25

Am 2.2.1653 nominierte ihn Kaiser Ferdinand III. zum Fürstbischof von Gurk. Die Konfirmation durch den Salzburger Erzbischof erfolgte am 25.2.1653 und die Inbesitznahme durch den Prokurator Johann Anton Sattelberger am 9.3.1653.

Aufbewahrungsort:

Salzburg, Archiv der Erzdiözese Salzburg

A 1139

Urkunde, 1653-02-22, Innsbruck Innsbruck

Kommentar: In dieser besiegelten Urkunde bittet Sigmund Franz, Erzherzog von Österreich, Herzog von Burgund, Bischof von Augsburg, Graf zu Tirol und Görz usw., von Kaiser Ferdinand III. zum Bischof von Gurk nominiert, den Erzbischof Paris Lodron, für ihn Johann Anton Sattelberger als Prokurator zu konfirmieren und investieren. Er verwendet das Bischofssiegel von Augsburg.

Weitere Siegel:gu-110gu-111
Literatur

Peter Rummel, Art. Sigmund Franz, Erzherzog von Österreich. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1648 bis 1803 hg. Erwin Gatz (Berlin 1990) 460–462.

Die Wappen der Hochstifte, Bistümer und Diözesanbischöfe im Heiligen Römischen Reich 1648–1803 hg. Erwin Gatz (Regensburg 2007) 191.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz