Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Lyrik
Genre:
Zeitraum Entstehung: Ende 18. Jh.
Textvarianten:
Kommentar:

Gespräch zwischen Hiesl und Jägl, scharfe Kritik an Soldaten:

Das Lied wird dadurch eingeleitet wird, dass ersterer erfragt, was es zu bedeuten habe, dass die Gassen des Dorfs voller Soldaten und verzweifelter Mädchen seien.
Jägl erklärt (wobei sein Part die übrigen folgenden Strophen einnimmt), dass die Unruhe im bevorstehenden Abzug der Soldaten wurzelt, welche sich, wie sich aus den Schilderungen erschließt, nicht unbedingt zum Wohlwollen des größten Teils der Dorfgemeinschaft anscheinend ausgiebig mit den Mädchen herumgetrieben hatten.
Dabei heißt es andeutungsweise etwa: „Die Ställ und zein solten können reden: wurden fangen also an, das und das ist hier geschehen, darfs wohl glauben jederman“ (Str.10) bzw. in der letzten Strophe abschließend, wobei deutlich Unmut über das Treiben geäußert wird: „in den gärten kan mans spüeren, darff nur sehen in den grass: durch zein und hökhen seinds durchgeschloffen: bis sie einander angetroffen, Ey Pfuy Teuffel was ist das: ist Mein aeyd schad für das grass“ (Str.11).

Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.927
Zuletzt geändert: am: 29.8.2016 um: 14:21:49 Uhr