Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Lyrik
Genre:
Zeitraum Entstehung: 1796 [+/-?]
Textvarianten:
Kommentar:

Gereimte Hochzeitsrede.

Entgegen einem Urteil, das auf den ersten Blick nahe liegt, scheint es sich beim vorliegenden Text allerdings nicht um eine gereimte Scherzrede zum Anlass einer tatsächlichen Hochzeitsfeier oder vorhochzeitlicher Feierlichkeiten zu handeln.
Vielmehr dürfte die Scherzrede vorzuliege eine ihrerseits ebenso nicht ernst gemeinte, sondern nur humoristisch-unterhaltende, gespielte Hochzeit begleiten. Der unmittelbare Rezeptionskontext dürfte in Faschingsgesellschaften zu sehen sein (dies legen die letzten vier Verse zumindest nahe), in deren Rahmen nicht selten Hochzeitsspiele mit unterhaltender Funktion zur Aufführung kamen (bzw. in manchen Regionen teilweise auch heute noch inszeniert werden).

Thematisch lässt sich hierzu auch das ‚kurtzweilig Faßnachtspill […] von dem Hänsl Frischen knecht‘ vergleichen, das mit einer Faschingshochzeit endet.

Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.885
Zuletzt geändert: am: 23.8.2016 um: 15:09:56 Uhr