Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Lyrik
Genre:
Zeitraum Entstehung: Ende 18. Jh.
Hauptvariante (Text):
Musikvarianten:
Textvarianten:
Kommentar:

Spottlied über Mode und Sitten der Stadt aus der Sicht eines Bauern, der die für ihn lächerliche und unverständliche Mode, das eitle Gehabe der Stadtleute, aber auch die kompliziertere Sprache ("haißts allweil wuli wu" [voulez vous]) beschreibt.

Im Zentrum steht dabei jedoch vor allem die Darstellung eines Stadt-Land-Kontrasts, bei dem die Richtung des Spotts ambivalent bleibt: Ziel sind einerseits wohl die Städter mit ihren Eitelkeiten und wechselnden Moden - aber auch der Bauer und sein Unverständnis bzw. sein Unvermögen, sich den städtischen Sitten anzupassen, wenn er etwa in der 6. Strophe zugibt: "sanns allsamm gstudirt, der ai in der Juri, da at [sic] in der Phisi, und i hab mein Lebda kein Buchstaben probirt".

Das Motiv ist in sehr ähnlicher Weise auch im bereits aus dem 17. Jahrhundert überlieferten Lied "I bin ä baur vnd bins recht geren" (1685) verarbeitet; die erhaltenen Fassungen dieses Liedes stammen vom Ende des 18. Jahrhunderts.

Literatur:
Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.517
Zuletzt geändert: am: 29.8.2016 um: 15:47:58 Uhr