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Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Lyrik
Genre:
Komponisten:
Zeitraum Entstehung: 1750
Hauptvariante (Musik):
Musikvarianten:
Kommentar:

Am 1. November 1750 abgesungenes Professlied zu Ehren Ulrich Öttls und Georg Pasterwiz' (von dem auch die Fassung der Hauptvariante kopiert wurde). In Anspielung auf den Aufführungstag wird das Gelübde der beiden Novizen als Tod interpretiert. Das öffentliche Versprechen eines Novizen, sich an eine Ordensgemeinschaft zu binden, ist tatsächlich ein ritueller Abschluss des bisherigen weltlichen Lebens. Mit dem Gelübde, die im Matthäusevangelium genannten Räte der Armut, ehelosen Keuschheit und des Gehorsams zu beherzigen, weiht er sein neues Leben fortan dem Dienst an Gott und den Menschen. Diese Gelübdetrias beleuchtet nun auch das Professlied, indem es die Vorzüge mit stoizistischen Argumenten und Sentenzen herausstreicht.

Eine neue (standardsprachliche) Variante des Lieds wurde für die Profess von Berthold Höger, Leonhard Holzermayr und Roman Böhm (1759) erstellt. Auch die dialektale Fassung erlebte zwei weitere Fassungen: 1762 zu Ehren von Anton Holl, Prokop Richter, Jakob Copisi und Wolfgang Leutner; etwas später für die Novizen Franz und Carl, für die auch zwei Zusatzstrophen gedichtet wurden.

Literatur:
Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.459
Zuletzt geändert: am: 13.2.2016 um: 21:05:40 Uhr