Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Drama
Genre:
Autoren:
Komponisten:
Zeitraum Entstehung: 1750
Textvarianten:
Kommentar:

Dialektales Zwischenspiel für das Salzburger Hoftheater, das sich die aus dem Varietätenkontrast resultierende Sprachkomik in besonderer Weise zunutze macht.

Im Stück will sich der Bauer Steffel zum Gelehrten aufschwingen und wird im Autrag seiner Frau Gredel vom blasierten Dorfphilosophen Pompolius hinters Licht geführt. Eingewoben ist diese simple Intrige in eine doppelte Wiederfindungs- und Wiedererkennungsgeschichte um Henrich und Alcinde, die mit einer Hochzeit und einem glücklichen Ende für alle Beteiligten endet. Der besondere Reiz des Werkleins liegt im dialogischen Miteinander der barbarolektalen Protzsprache des Pompolius, der (nicht selten fehlerhafte) lateinische Floskeln in seine Rede flicht, des Flachgauer Basisdialekts der bäuerlichen Protagonisten, des Hochdeutschen der Höherstehenden und des makkaronischen ‚Welscheln‘ des schlauen italienischen Bedienten Bartolino.

Musik von Eberlin nicht erhalten (?)

Literatur:
Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.445
Zuletzt geändert: am: 12.9.2016 um: 14:49:43 Uhr