Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Drama
Genre:
Autoren:
Komponisten:
Zeitraum Entstehung: 1749
Hauptvariante (Text):
Textvarianten:
Kommentar:

Zwischenspiel für das Salzburger Universitätstheater auf Basis des rusticus-imperans-Motivs.
Musik von Eberlin, soweit bekannt, nicht erhalten.

Im Stück erhöht Weiser noch die derb-drastische Komponente des traditionsreichen Stoffs, indem der trunksüchtige Bauer zunächst im handgreiflichen Streit mit seiner entnervten Ehefrau Dreischl gezeigt wird, ehe er sich mit einem vermeintlichen Gift bewusstlos trinkt und von seinem entsetzten Sohn Hansl für tot gehalten wird. Vom 'Tisch-Rath' Bibax heimlich ins Haus des reichen Germanus gebracht und herrschaftlich gekleidet, glaubt Riepel sich zunächst im Himmel, ehe er von Bibax und seinen Leuten im Verein mit der fürwitzigen Tochter des Trunkenbolds, Gredl, als vermeintlicher König an der Nase herumgeführt wird.
Riepels Flachgauer Basisdialekt steht neben dem derben Stadtdialekt des lustigen 'Tischrats', der als souveräner Spielleiter die Intrige vorantreibt, die letztendlich zu einer (sehr labilen) Versöhnung zwischen dem Bauernehepaar führt.

In Katalogen fälschlicherweise Jakob Anton Wimmer zugeschrieben.

Literatur:
Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.444
Zuletzt geändert: am: 12.9.2016 um: 14:53:59 Uhr