Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Lyrik
Genre:
Zeitraum Entstehung: 18. Jh.
Hauptvariante (Text):
Textvarianten:
Kommentar:

Unterhaltungslied zum Ausrufen des Kirtag, bei dem angekündigt wird, was es dort alles geben wird (Musik, feines Essen, Tanz etc.) und wer für diesen Feiertag, der nur einmal im Jahr stattfindet, etwas vorzubereiten hat. In der zweiten Strophe wird davor noch Gott angerufen: er solle vor Feuer oder Hagel schützen, das Korn wachsen lassen, die Tiere erhalten etc.

Das Lied war offenbar weit verbreitet und wurde, wie etwa eine Suche im Katalog des österreichischen Volksliedwerks zeigt, bis ins 20. Jahrhundert in verschiedenen Kontexten aufgezeichnet.
Belegt sind darüber hinaus auch Fassungen, in denen die Rhythmik und Weise, teilweise auch das Textmaterial für ein Weihnachtslied übernommen wurde; siehe dazu den Eintrag zum Lied "Was ist das zum Plunda bei der Nacht jetztunda" und die Anmerkungen dort. Diese Weiterentwicklungen, die ab dem Ende des 18. Jahrhunderts überliefert sind, sind auch Beleg dafür, dass das vorliegende Lied noch im 18. Jahrhundert entstanden sein muss.
Hier aufgenommen sind zwei undatierte Fassungen - einmal handschriftlich, einmal gedruckt -, die inhaltlich übereinstimmen und wohl noch ins 18. Jh. zurückreichen.

Einen sehr ähnlichen Rhythmus und einige textuelle Entsprechungen bei den Tanzszenen (hier: Str. 3), vor allem bei den Namen, hat übrigens auch das derbkomische Tanzlied "Die kropfete Marieannl" ( "Grieß di Gott mei lieba Nachbas Nachba" ).

Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.408
Zuletzt geändert: am: 11.12.2015 um: 13:40:33 Uhr