Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Lyrik
Genre:
Zeitraum Entstehung: Ende 18. Jh. (?)
Hauptvariante (Text):
Textvarianten:
Kommentar:

Frauenschelte, in der über die 'schlimmen' Weiber geschimpft wird, die "fast mehr als der Mann" (Str. 2) gelten. In den Strophen 3-5 wird beschrieben, wie sie mit ihren Männern schimpfen, wenn die Männer einmal "was handeln", rauschig sind oder etwas gegen das Essen sagen. In den Strophen 6-7 wird dann die gegenteilige Utopie beschrieben: Schön wäre es, wenn die Frau sagt: "mei Mo must di plagn, nimmt ä Pfandl i koch ä etwas" (Str. 6), und danach gleich mit ihm ins Bett geht. Am Schluss heißt es: "Gelts Männä das wär halt ein Freud [...] das sollt halt ä jeda Mo habn, die schlimmä muß mä daschlagn" (Str. 8).
(Zitate hier aus der Hauptvariante ; in einer anderen Fassung aus einer Flugschrift des Stifts St. Florian heißt es am Schluss, etwas weniger drastisch: "die schlimmä soll mä fortjagn".)

(Diese Art der 'Frauenklage' scheint recht weit verbreitet zu sein. Ganz ähnliche Themen und der gleiche 'Lösungsvorschlag' (also körperliche Gewalt) etwa finden sich in dem Lied "Ich weis nit wies jetzt kimt" .

Literatur:
Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.405
Zuletzt geändert: am: 21.12.2015 um: 13:18:31 Uhr