Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Lyrik
Genre:
Zeitraum Entstehung: 1732
Textvarianten:
Kommentar:

Spott- und Schmählied auf die Protestanten in Rahmen eines 'Briefs' eines Mannes an seinen Vetter, der ihn in einem vorhergegangenen Text vor Sympathien für die Protestanten gewarnt hat (siehe das Lied "Herr Vetter grieß Gott! Es ist schier ä Spott" ). Nun wird in der Antwort versichert, dass - auch angesichts drakonischer Strafmaßnahmen - diesbezüglich keine Gefahr mehr bestehe: "Bin zu mein liebn Pfarrer gangen, / Und hab Reu: und Layd angfangen, / Der Zug voll erbarmnus noch, / Mich auß disem Teuffls-Joch." (Str. 10)
Konkrete Bezüge auf die Situation in Salzburg und Umgebung.

Vgl. zum thematischen Zusammenhang auch ‚I bin ein armer exulant‘ , das im Kontext der Verfolgung bzw. Vertreibung evangelischer Glaubensanhänger entstand und deren Perspektive enthält, aber auch andere Spottlieder von katholischer Seite wie etwa ‚Hiaz bist ăn armer Exilon‘ oder ‚Jä Stöffl wänn du en da Städt z’nagst wast g’wes’n‘ .

Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.352
Zuletzt geändert: am: 8.9.2016 um: 08:48:39 Uhr