Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Lyrik
Genre:
Zeitraum Entstehung: ab etwa 1770
Hauptvariante (Text):
Textvarianten:
Kommentar:

Beliebtes Schäferlied/Sennerinnenlied mit erotischen Anklängen, dessen Melodie auch bei anderen Liedern aufgegriffen wurde (siehe das Weihnachtslied (!) "He Bue! tästi das häst gschlaffä" ).

Der Sänger beschreibt, dass er im Frühling Lust bekommt, zur Sennerin zu gehen – dort wird er gleich direkt und bittet, über Nacht bleiben zu können, was die Sennerin aber ablehnen muss, da "der Bauer selber da" ist (Str. 4). In der Folge geht das Spiel des Hintanhaltens weiter, bis sich der Knecht bitter beklagt, dass er den beschwerlichen Weg ständig umsonst macht ("acht mal bin [ich] leer abgschlupft, zwölff mal han ichs nie antroffn", Str. 8), und beschließt, sich doch eine andere zu suchen: „Juhe Sendrin ich bin dadä, und mach heut mit dir den Bschluß, bleib dähaim bey meiner Diern, bey mein lieben Kuchel-Schmutz" (Str. 10). Die Sennerin ist betroffen, erkennt, "was ich für ein Närrin bin" (Str. 12) und bereut ihren Stolz.

Literatur:
Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.341
Zuletzt geändert: am: 1.10.2015 um: 13:36:03 Uhr