Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Lyrik
Genre:
Autoren:
Zeitraum Entstehung: 1795
Textvarianten:
Kommentar:

Eine Art ironisierte Bauernklage: Zwei Zehentbauern beklagen sich, dass ihnen ihre Privilegien genommen werden – und sie nun gar leben müssen wie andere Bauern auch. Im Lied wird durchaus hämisch geschildert, wie die beiden „Zehentmayrn“ – die zugeben: „Tat oft recht von Herzen schmutzen, wann die Baurn brav Kot habn gführt“ (6,1) – den Verlust ihres Luxus (wie etwa zwei Pferde, Enten und Kapaune, Most und Branntwein so viel sie wollen) zu beklagen haben.
Verknüpft wird das zumindest indirekt mit einem Lob des Kaisers, der solche Privilegien abbaut, indem auch ihm in den Mund gelegt wird: „Sie solln ’s Hausen anderst lerna und solln lebn wia andre Baurn.“ (9,4)

Literatur:
Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.277
Zuletzt geändert: am: 6.9.2016 um: 15:05:01 Uhr