Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Gattung: Drama
Genre:
Autoren:
Zeitraum Entstehung: 1755 [od. früher]
Textvarianten:
Kommentar:

Es handelt sich um eine Bearbeitung eines Stücks von Ludvig Holberg. Am Titelblatt der Handschrift heißt es: "Die Betrogene Betrüger. Ein Lust-Spill von 3. Aufzügen aus dem Dänischen des Frey Herrn v. Holbergs übersezt von I. W. Weiskern. 1755."

Personen:
- Odoardo (Vater der Isabella)
- Leander (Liebhaber der Isabella)
- Isabella (Tochter des Odoardo)
- Colombina (Magd der Isabella)
- Lisettl (Magd der Isabella)
- Bernardon (Diener des Odoardo)
- Kammerdiener
- Büchsenspanner
- Bediente

Das Stück ist im Gesamten in Bezug auf den Grundton nicht dialektal, allerdings finden sich immer wieder Merkmale, die doch auch eindeutig nicht schriftsprachlich sind (etwa Kürzungen, Vokaltilgungen etc. wie in "g'sichter", "aufs häusel", "ich habs nicht"). Darüber hinaus zeigen sich vereinzelt doch dialektalere oder dialektale Formen: So etwa wenn sich beispielsweise der Bichsenspanner beschwert: "poz fickerment, ich hab hinten und vornen g'schaut, ich kan nicht in unser hauß eini" [f.22v] oder Bernardon wissen will: "seydts alle beysamen" [f23v]. Weitere dementsprechende Markierungen finden sich in einem Gespräch zwischen Büchsenspanner und Lisettl, in welchem von ersterem Äußerungen zu vernehmen sind wie: "Jezt bin ich g'loffen genug" [f26r], "wan er do g'gwest wäre, hätt ich wider eins bekommen" [f26r], "ich hab g'sagt, daß i nit g'scheid bin" [f26v].

Permalink: http://hdl.handle.net/11471/510.15.1323
Zuletzt geändert: am: 29.8.2016 um: 12:02:31 Uhr