CoReMA

Cooking Recipes of the Middle Ages

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Overview

Collection: M2

Shelfmark: München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 384

Material: paper

Number of folios: I+123

Dimensions: 215-220mm x 153mm

Origin: Southwest German region

Dating: 2nd half of 15th c.

Languages: Alemannic

Codicology

Number of folios: I+123

Dimensions: 215-220mm x 153mm

Material: Papier

Watermarks: Kreis mit Kreuz, ähnelt Briquet 3036 (München 1470).
Ochsenkopf mit Krone, ähnelt Piccard XV, 40 (Basel 1470).

Foliation: Neben einer alten Foliierung bis Blatt 77 existiert eine spätere Blattzählung.

Collation: Um die erste und letzte Lage sind Pergamentstreifen aus einer lateinischen Bibelhandschrift aus dem 12. Jh. (1. Cor. 8,4 und 9,8) geklebt.

Formula: 9 VI^108 + (VII+1)^123

Catchwords: Handschrift verfügt über Wortreklamanten.

Hands: Die Handschrift ist durchgehend von einer Hand einspaltig in Bastarda geschrieben.
Auf den Blättern Ir sowie 122v-123v sind Nachträge mehrerer Hände hinzugefügt.
Die vorhandenen Randbemerkungen stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Script (fol. 76r-78r, 103v-115v): klare Struktur, Rezepte abgesetzt, Überschriften mittig und rubriziert toggle details

allgemeine Beobachtung: klare Struktur, Rezepte abgesetzt, Überschriften mittig und rubriziertDuktus: geübte HandLeitbuchstabe <a>: einstöckiges <a>Leitbuchstabe <l>: mit SchleifeLeitbuchstabe <g>: Punze geschlossen, Unterbogen offenLeitbuchstabe <e>: offene PunzeLeitbuchstabe <m>, <n>: in finaler Stellung teils Zierstrich am finalen Schaft (Unterlänge bzw. leichter Haken nach oben)Langschäfte <b>, <d>, <h>, <k>, <l>: <b>, <h>, <k>, <l> mit Schleife leicht nach rechts geneigt; <d> ohne Schleife<f>, Schaft-s Unterlänge: ‚normale‘ UnterlängeVerschiedene r-Formen: gerades <r>, vereinzelt rundes <r>Verschiedene z-Formen: geschwänztes <z> mit nur sehr kurzem Abstrich in die Unterlänge, , teils auf der Grundlinie mit dem nachfolgenden Graph verbundenBögen/Unterlänge von <h>, <y> und geschwänztem <z>: - Verwendung von Schaft-s und rundem <s>: Schaft-s: initial + medial; rundes <s>: final; , Doppel-s auslautend als Schaft-s realisiertVerwendung von geradem und rundem <d>: - i-Markierung: unregelmäßig, punkt-/strichförmigBesonderheiten anderer Grapheme: auslautendes <t> häufig nicht zu unterscheiden, ob mit Zierstrich oder anschließende Virgel; teils ß-Ligatur; , initiale ‚cz‘-Kombination könnte auch <z> mit tiefem Anstrich sein; medial und final ‚cz/tz‘ nicht sicher unterscheidbarZahlzeichen: römische Ziffern/lat. BuchstabenMajuskeln (Verwendung): Rezeptbeginn; vereinzelt textinternVerzierungen: Initialen, teils rubriziert, häufiger allerdings einfache Ausgestaltung (vergrößerte Majuskel)Rubrizierung: ÜberschriftenDiakritika: <e>, <o>, <a> und Doppelpunkt über Vokalen; über <u> tilden-/haken-, bogenförmiges Zeichen, Übergang zwischen hochgestelltem <e> und Strichen/Punkten fließendAbbreviaturen: Kürzungsstrich, et cetera-KürzungInterpunktion: VirgelTerminatoren: - Worttrennung: Doppelstrich, teils tildenförmig ausgeführtKorrekturen: Streichungen, EinfügungenOffensichtliche Schreiberwechsel: -

Layout

Measure: 150-165 x 95 mm

Lines: 24-28

Text: Verzierungen durch 1-4-zeilige rote Lombarden und roter Überschriften.
Blatt Iv wird durch einen Vogel in primitiver Federzeichnung verziert.
Auf beiden Spiegeln befinden sich Federproben und Kritzeleien aus dem 16. Jh.
Im Text der Handschrift sind einzelne Buchstaben rot bzw. blau unterstrichen, Bedeutung unklar.

Cover

Condition: Handschrift weist alten Einband auf. Auf Iv gibt es einen Hinweis auf Docens Repertorium II: Cod. germ. chart. cat. p.523.

Covering: Holzdeckel mit rotem Lederüberzug

Clasps: 5 Beschläge und die Schließe fehlen.

Decoration: Streicheisenmuster und kleiner Stempel

History

Origin: südwestdeutscher Raum

Dating: 2. Hälfte 15. Jh.

Note: Vorbesitzereintrag auf Ir oben: Ex Hb. Jacobi Berckmüller med.

How to cite

Böhm, A. (2021). M2, Codicology. In H. W. Klug (Ed.), CoReMA - Cooking Recipes of the Middle Ages. Corpus - Analysis - Visualisation. With the help of A. Böhm and C. Steiner. http://hdl.handle.net/11471/562.10.2079 (GAMS. 562.10.2079) (Accessed 2021-12-05)

Sources

Küppers, T. R. (2018) Handschriftencensus | München, Staatsbibl., Cgm 384, Handschriftencensus. Available at: https://handschriftencensus.de/9673 (Accessed: 16 October 2020). Schneider, K. (1973) Catalogus Codicum Manu Scriptorum Bibliothecae Monacensis : Tomus 5. Die deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München : Pars 3 : Cgm 351-500 / Neu beschrieben von Karin Schneider. Editio Altera. Wiesbaden: Harassowitz, cf. pp. 121-124. Available at: http://bilder.manuscripta-mediaevalia.de/hs//kataloge/HSK0044.htm.


BSB Cgm 384 (no date) Digitale Bibliothek - Münchener Digitalisierungszentrum. Available at: https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0010/bsb00106933/images/ (Accessed: 16 October 2020).


Ehlert, T. (1999) Münchner Kochbuchhandschriften aus dem 15. Jahrhundert. Cgm 349, 384, 467, 725, 811 und clm 15632. In Zusammenarbeit mit Gunhild Brembs, Marianne Honold, Daniela Körner, Jörn Christoph Krüger, Robert Scheuble, Mirjam Schulz, Christian Suda und Monika Ullrich. Frankfurt a. M.: Tupperware.


Encoding remarks

Nur rubrizierte oder ausgestaltete Initialen als solche gekennzeichnet, vergrößerte Majuskeln nur als Majuskel transkribiert.

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