Quellen zur habsburgisch-osmanischen Diplomatie in der Neuzeit

Die Internuntiatur des Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn (1649): Reisebericht, Instruktionen, Korrespondenz, Berichte

Beta Version

Editionsrichtlinien

Die folgenden Richtlinien sind als beta-Version für das erste Buch des Reiseberichtes von Johann Georg Metzger zu sehen und stellen somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Modifizierung und Ergänzung der Editionsrichtlinien erfolgt im weiteren Projektverlauf.

1. Aktenauswahl

  • Reisebericht: Grundsätzlich ist eine Veröffentlichung für den gesamten Reisebericht des Johann Georg Metzger sowie die darin enthaltenen Bilder, eingelegten Darstellungen und nachträglichen Notizen und Einträge geplant. Für die erste Teilveröffentlichung wurde lediglich eine beta-Version des ersten Buches herangezogen. Eine sukzessive Erweiterung und Vervollständigung erfolgt im weiteren Projektverlauf.

2. Struktur des dargebotenen Reiseberichts

  • Der Text wird in gleicher Seitenfolge wie die Originalversion dargeboten. Strukturell werden lediglich Absätze aus der Originalversion übernommen. Zeilenumbrüche werden nicht gekennzeichnet.
  • Zeitgenössische oder nachträgliche Bemerkungen bzw. Einfügungen, Auslassungen und Umstrukturierungen werden erfasst.
  • Anmerkungen erfolgen in deutscher Sprache und beziehen sich auf Hintergrundinformationen, das Glossar sowie die Auflösung von Personen- und Ortsnamen, Sachverhalten und wichtigen Erläuterungen zu Ereignissen.
  • Alle von den EditorInnen hinzugefügten Anmerkungen werden eigens ausgezeichnet.

3. Textgestaltung

  • Allgemeines:
    • Überschriften, Randbemerkungen, Sonderzeichen, Bilder sowie Absätze werden gemäß der Vorlage transkribiert bzw. als solche ausgezeichnet. Zeilenumbrüche werden nicht übernommen.
    • Spezifische Zeichen (bspw. “, # etc.) zur Kennzeichnung von Texteinschüben, Randbemerkungen etc. der Autoren der jeweiligen Quelle werden nicht übernommen.
    • Seitenumbrüche werden gemäß dem Original übernommen und in der Präsentation gekennzeichnet. Wurde ein Wort im Original im Seitenumbruch getrennt und auf der nächsten Seite noch einmal vollständig ausgeführt, so wird lediglich letzteres transkribiert.
    • Einschübe oder Übernahmen aus anderen Quellen (z.B. Salomon Schweigger, Geheimbericht und Finalrelation Schmid etc.) werden ausgezeichnet.
  • Buchstabenbestand:
    • Die Texte werden originalgetreu wiedergegeben, Ausnahmen s. unten.
    • i, j, u, w werden entsprechend ihrem Lautwert umgeschrieben, wie z. B.:
      beuelch → bevelh
      fraw → frau
    • Ausnahmen: Eigennamen sowie ie- am Wortanfang bleibt ie- und wird nicht zu j- formiert.
    • S, ß, ss, sz, z werden beibehalten, ßs wird jedoch als ß vereinfacht; aus dem Frikativ sh wird sch, wenn es dem Buchstabenbestand des modernen deutschen Wortes entspricht.
    • Diakritische Zeichen der Vokale werden sinngemäß wiedergegeben (z.B. freündtschafft, Teütschland, breüch, etc.). Im Fall des lateinischen Genitivs wird ÿ (wie auch ij) auf ii vereinfacht, z. B.:
      Martÿ → Martii
      Internuntÿ → Internuntii
    • Diakritische Zeichen wie etwa ů wurden nicht übernommen.
    • Die Endung –ieren folgt dem Original, wie z. B. cediren, dechiffriren, usw.
    • Abgekürzte Wortendungen wurden stillschweigend aufgelöst.
    • Offensichtlich fehlende Buchstaben wurden stillschweigend ergänzt.
  • Datumsangaben, Zahlzeichen, Währung, etc.
    • Nach Kardinalzahlen steht kein Punkt, das gilt auch für Buchstaben wie z. B.:
      „laut beylag A.“ → „laut beylag A
    • Ordinalzahlen in ungewöhnlicher Form werden der heutigen Rechtschreibung nach umgeschrieben, wie z. B.:
      3.ten. → 3.
    • Tausend wird folgendermaßen umgeschrieben, z. B.:
      70m → 70.000
    • Zahlenangaben über zwölf werden in Ziffern wiedergegeben.
    • Währungsangaben wurden gemäß dem Abkürzungsverzeichnis abgekürzt, sofern dies dem Original entspricht. Wird die Währung im Original ausgeschrieben, so geschieht das auch in der Transkription.
  • Groß- und Kleinschreibung:
    • Grundsätzlich gilt Kleinschreibung.
    • Großschreibung erfolgt grundsätzlich nur am Satzanfang sowie bei Eigennamen, dem Wort “Gott” und seinen Synonymen, dem Wort “Pforte” und seinen Synonymen, ethnischen und religiösen Gruppenbezeichnungen, Ortsnamen, Wochen- und Feiertage sowie Monatsnamen. Amtsbezeichnungen (wie z. B. resident, kapudan, internuntius etc.), Anreden, Titel, Institutionen und alle hier nicht spezifizierten Substantive werden kleingeschrieben.
  • Worttrennung und Interpunktion:
    • Die Worttrennung bleibt in der Transkription so weit wie möglich originalgetreu (z. B. groß vesir); ausnahmsweise darf jedoch die moderne deutsche Grammatik berücksichtigt werden (insbesondere bei Strukturen mit „zu + Inf.“ bzw. im Fall von Konjunktionen wie hiermit, inmassen u.ä.). Dies gilt auch für Textstellen, bei denen die originale Worttrennung nicht eindeutig ist.
    • Die Interpunktion orientiert sich, so weit wie möglich, nach den Regeln der modernen deutschen Grammatik. Um den logischen Zusammenhang eines Textes leichter zu erkennen, folgt die Zeichensetzung mitunter inhaltlichen Notwendigkeiten – z. B. werden zu lange Sätze sinnvoll gegliedert. Erlaubt sind: Punkt, Komma, Semikolon, Frage-, Anführungs- und Ausrufezeichen, Klammer und Bindestrich. Die Benutzung folgt grundsätzlich der modernen Grammatik.
  • Textfehler und Streichungen: Fehler in der Vorlage werden stillschweigend korrigiert, es sei denn, der Fehler hat inhaltliche Bedeutung; Streichungen werden, sofern sie noch nachvollzogen werden können, ausgezeichnet.
  • Unlesbare bzw. fehlende Textstellen werden in der Transkription ausgezeichnet. Die Regeln der modernen Grammatik werden generell in Betracht gezogen, demgemäß dürfen problematische Fälle zugunsten der BenützerInnenfreundlichkeit dem heutigen Sprachzustand angenähert werden.
  • Abkürzungen:
    • Typ 1: Häufig vorkommende, abgekürzte Höflichkeitsformen, Titel, usw. wie z. B. Gn(aden), allergnädigst(e,…), allerunterthänigst(e,…) (aller)gehorsamst(e,…), (durch)lauchtigst(e,…), kayser(lich) werden nach zeitgenössischer Schreibweise aufgelöst bzw. laut Abkürzungsverzeichnis abgekürzt.
    • Typ 2: Häufige grammatische Abkürzungen wie z. B. Nasalen, die Endung -en/-er/-e/-es, das Wort „dass“, sowie abgekürzte Monatsnamen werden ohne weitere Bemerkung sinngemäß umgeschrieben.
    • Abgekürzte Eigennamen werden, wenn rekonstruierbar, sinngemäß aufgelöst (z.B.: Ioh. Georg Metzger → Iohann Georg Metzger)
    • Typ 3: Unveränderte Abkürzungen nach Vorlage wie z. B. mpp., etc., usw. werden im Abkürzungsverzeichnis dementsprechend ausgewiesen.