Urfehdebücher der Stadt Basel – digitale Edition

Urfehdebücher der Stadt Basel – digitale Edition


82 Treffer

Suche nach
wyn
Tabellensymbol

Heinrich Peter von Zürich ein taglöner

Thoubhüslj - 1 ° Heinrich Peter von Zürich ein taglöner Diewyl er ein eefrouwen zu Bottmingen sitzen hatt, die doselbsten spynnt, hatt er sich dermassen mit wyn überladen, das er am kornmerkt wie ein ploch nider gfallen, deshalben er inns thoubhüsslin gleyt und uff zinstag den 19. jenners ditz 63 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider usglossen und im dorby anzeigt das er unser gnedig herren ongeirrt lassen und sich hinweg thun solle. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

hatt er sich dermassen mit wyn überladen, das er am kornmerkt wie ein ploch nider gfallen

Jocob Bütikhofer von Mossiedorff uss Bern bieth, der rebman burger, Cuoni von Löwenhusen tochtermann

Steck - 1 ° Jocob Bütikhofer von Mossiedorff uss Bern bieth, der rebman burger, Cuoni von Löwenhusen tochtermannJocob Bütikhofer kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Jocob Büttickhofer der rebmann (fol. 59 verso) für anderes Urfehdeverfahren Ist von sines liederlichen üblen husshaltens wegen, das er den spylen nochzücht, siner hussfrowen und den kinden mangel losst, mit gfenckniss gstrofft, und uff donstag den 21. jenners ditz 63. jars mit gmeiner urphet gnediglichen wider ussglossenn, hatt dorby auch geschworen, das er alle zünfft und gsellschaften würtz, wyn und kochshüser myden und aller winckell zerungen sich gentzlichen abthun, nienen anders wo essen noch trincken, dann allein doheymen, by wyb und kind und uff siner zunfft zu jars malen, dessglichen weder inn noch usserthalb der statt, gar kein spyl thun, das er auch von Bastean Karrer von Obren Michelbach, dem er sines schwehers huss umb vierdthalbhundert pfundt zekouffen geben, kein gelt wyther entpfachen sonder dasselb an wechsell erlegen solle, und hinfürter sich anderst dann bisshar halten, oder man werde in verwyssen. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das er alle zünfft und gsellschaften würtz, wyn und kochshüser myden und aller winckell zerungen sich gentzlichen abthun

Klaus Diettler der stattknecht

° Klaus Diettler der stattknecht. Ist von wegen sines onfridsamen lebens, so er mit siner eefrowen, mit schlachen, stossen und bolderen trybt, im Wasserthurn gelegen und uff den letsten Julij ditz 63ten jars, gnediglichen wider usglossenn, hatt den innhallt gmeiner urphet, dorby auch geschworen, das er hinfürt sin eefrowen, für lieb und wert halten, mit iren fridsam leben, sy weder schlachen, stossen oder übelhalten, dessglychen all zünnft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden und sich allein siner zunfft zu jorssmalen gepruchen, mitt dem anhang wo er diesen eydt übersechen, werde man in nit allein von statt und landt verwyssen, sonder im ein schwere stroff darzuo ufflegen. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

all zünnft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden und sich allein siner zunfft zu jorssmalen gepruchen

Josue Peter der schürlitzweber

° Josue Peter der schürlitzweberJosue Peter kommt in anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeinträge Peter Zweybrucker der wollweber (fol. 11 recto) und Josue Petrj der schürlitz weber (fol. 20 verso) für andere Urfehdeverfahren Demnach und den bürgeren by nechtlicher wyl, das ir umbgestossen, der welsch Michlerj ein karren inn brunnen gworfen, ettlich züber uff dem obren Byrsich, darinnen hembder gsin umbgstossen, ouch ein gartenhüssli bym Margstal umbkert worden, ist disser derselben dingen merglichen verschreyt, innsonderheit diewyl er kurtzlichen, by zweyen lerman gsin inn Sant Johans Vorstat und Eschamer Vorstat zuckt, und inn die stein gehouwen, ist er mit gfenckniss des Wasserthurns gestrofft und nochdem er durch die Sybenherren verhort, hatt man in uff Sambstag den 13 Novembris ditz 63ten jors, mit gmeyner urphet, gnediglichen wider ussglossen, dorby er ouch geschworen hatt, das er all zünfft und gsellschaften, würtz, wyn und kochshüser myden und sich allein siner zunfft gepruchen, darzu kein gwer, weder tags noch nachts by noch an im tragen solle, dann allein ein abprochen brotmesser, dessglichen weder mit würfflen noch karten, spylen, sonder aller spylen sich genzlichen müssigen und abthuon solle. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

all zünfft und gsellschaften, würtz, wyn und kochshüser myden und sich allein siner zunfft gepruchen

Hans Brunner der Jünger crämer

Steck - 1 ° Hans Brunner der Jünger crämer Ist uff sines vatters begeren, inn gfenckniss glegt worden, von sines liederlichen üblen husshaltens wann er uff die märckt gfaren, und ander lüth heym komen, ist er ein tag acht noch den märckten usserthalben, plyben, zert, tämpfft und prasst sich dermossen dem wyn ergeben, das in sin vatter, usserthalben wider heym hatt müssen fertigen lossen, ist uff Sambstag den 27 Novembris, ditz 63 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby auch geschworen, das er hinfürt alle zünfft und gsellschafften, würtz, würtz wyn und kochshüser, ouch ander winckell zerungen myden, und nienen anderswo essen noch trincken solle, dann doheymen inn sinem huss, und uff siner eeren zunfft, zuo jars malen, desgleichen das er sich aller märckten gentzlichen abthun, und sich doheymen sines ladens behelffen solle, dann wo er mit siner nütsollenden wyss, wie bissshar fürfaren, werde im ettwas uff den hals wachsen, das im zeschwer sin werde. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshaus

würtz, würtz wyn und kochshüser

Wirtshausverbot

hinfürt alle zünfft und gsellschafften, würtz, würtz wyn und kochshüser, ouch ander winckell zerungen myden, und nienen anderswo essen noch trincken solle, dann doheymen inn sinem huss, und uff siner eeren zunfft, zuo jars malen, desgleichen das er sich aller märckten gentzlichen abthun, und sich doheymen sines ladens behelffen solle

Alkoholmissbrauch

sich dermossen dem wyn ergeben, das in sin vatter, usserthalben wider heym hatt müssen fertigen lossen

Klaus Diettler der stattknecht

° Klaus Diettler der stattknecht. Demnoch und er sin vorgeschworne urphet, nye kein stundt gehalten sonder mit sinem unfridesamen leben gegen siner eefrowen fürgfaren, dieselb ubellgehalten, geschlagen, gestossen und by nacht ussgejagt ist er abermolen inn gfenckniss gleyt und uff Mentag den 6ten Decembris ditz 63ten jars mit gmeiner urphet gnediglichen wider usgelossen, hatt dorby auch geschworen, das er all zünfft und gsellschaften, würtz wyn und kochshüser myden und sich allein siner zunfft gepruchen Ouch hinfürter, mit siner eefrowen fridsam und tugentlich leben solle. Dann im hiemit ernstlichen anzeigt, wo er disen eydt übersechen, werde man ab im mit dem schwert richten. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

all zünfft und gsellschaften, würtz wyn und kochshüser myden und sich allein siner zunfft gepruchen

Jacobunsichere Lesung Herr ein friheit allhie

Berenhut Jacobunsichere Lesung Herr ein friheit allhie von wegen dz er sich mit wyn überladen und schweren übersechen in unser gnädiger herren ge fengnuss kommen, und uff dato mitt gemeiner urphe ussgelassen juravit ut moris

Alkoholmissbrauch

mit wyn überladen

Claus Koch von Wockerswyl ob Frowenfeldt uss dem Thurgouw

Köferlj - 1 Toubhüslj - 1 °Claus Koch von Wockerswyl ob Frowenfeldt uss dem Thurgouw und Susanna Sorgerj °sin eefrouw. Demnach und sy beyde inn irem huss Anna Biebin genant SchlacherinAnna Biebin genant Schlacherin kommt in anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeinträge Peter vom Ryet der stattknecht (fol. 15 recto), Anna Biebin genant Schlacherin (fol. 15 verso) und Barbell Bart Clausen Schwertzig des huotmachers eefrow (fol. 16 recto) für andere Urfehdeverfahren, uffenthallt geben, frü und spot by inen zeren und prassen lossen, do bemelter Claus wyn zuoher tragenn, und sich füllen lossen, das er wie ein onvernünfftig thier do glegen, Gott geb, was darneben für bübery fürgangen, sindt sy beyde inn gfenckniss gleyt, und noch dem sy durch die Sybenherren verhört, hatt man sy uff Mittwochen den 19 des tag höwmonats ditz 64 jors gnediglichen wider ussglossen habent den innhalt gmeyner urphet dorby ouch geschworen das sy sich beyde mit iren kinden, uff das fürderlichst von statt und landt Basell hinweg thuon, und darin onerloupt nit wider kommen sollen. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

do bemelter Claus wyn zuoher tragenn, und sich füllen lossen, das er wie ein onvernünfftig thier do glegen

Blesin Fröwler der gerber.

Köferlj - 1 °Blesin Fröwler der gerber. Demnach und er über sins vorgeschwornen urpheten uff der gerber zunffthuss ein pfundt oder sechss verspylt, + und nochdemselben heym kommen, sin frouwen wellen nötigen, das sy im mehr gellt gebe, und ein sollich gotzlesteren, toub leben ghept, das wyb und kindt mordis geschruwen, und die nochburen zuohin muessen louffen. Ist er inn gfenckniss gleyt und uff Mittwochen den 19 des tag Höwmonats ditz 64 jars gnedigklichen wider ledig glossen, hatt den innhallt gmeyner urphet, dorby ouch geschworen, das er hinfurt alle zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser, ouch die gassen würt, myden, nyenen andersswo, dann allein doheymen by wyb und kinden essen noch trincken solle, allein ist im sin eeren zunfft Zuon Gerberen vergonnt, das er dieselb gepürender wys mit essen und trincken besuochen möge, dessglichen das er kein spyl, weder inn noch usserthalb der statt nit thuon sonder aller spylen sich gentzlichen müssigen. Ouch kein gwer dann allein ein abbrochen brotmesser, weder tags noch nachts by noch an im tragen solle, so lang und vyl, biss im sollichs wider erloupt wirt. Mit dem anhang wo er disen eydt übersechen, werde er von statt und landt Basell verwyssen werden. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das er hinfurt alle zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser, ouch die gassen würt, myden, nyenen andersswo, dann allein doheymen by wyb und kinden essen noch trincken solle, allein ist im sin eeren zunfft Zuon Gerberen vergonnt, das er dieselb gepürender wys mit essen und trincken besuochen möge

Anna Brötlj von °Scheydich ob Lindouw

Thoubhüsslin - 2 °Anna Brötlj von °Scheydich ob Lindouw, und Agnes Hafnerj von Solothurn Diewyl bemelte Anna ein zymblich betagte frow, dem allmuossen noch zücht, und inn wynhüsern sich voll trinkt, die glesser vor den + lüthen hinweg nimpt, und inen den wyn usstrinckt, sodann ist Agness Hafnerj ein wyl zuom Nüwenhuss umbzogen, und als sy hie gwarnet sich hinweg zthuondt, sy aber dasselb nit thuon wöllen sindt sy beyde ins Thoubhüsslin gleyt und uff Mentag den letsten tag Höwmonats ditz 64 jors, gnedigklichen wider ussglassen, habent den innhallt gmeyner urphet, dorby ouch geschworen, das sy sich von statt und landt Basell hinweg thuon und darin onerloupt nit wider kommen sollen, by peen des halsysens und schwemmens. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

und inn wynhüsern sich voll trinkt

Diebstahl

die glesser vor den + lüthen hinweg nimpt, und inen den wyn usstrinckt

Hans Oltinger der huofschmidt

Wasserthurn - 1 °Hans Oltinger der huofschmidt Demnach und er sich bisshar, über das er ein fromme eefrowen und kinder hatt, üppiger gstallt, mit schnuory gehalten, und einem schuomacher genant Fantz, by nechtlicher wyl, als er nit anheimsch gsin, zuor frowen gestygen, do er von den nochburen, verzeücht worden, ist er vierzechen tag und necht, mit gfenckniss des Wasserthurns gestrofft, und uff Mittwochen den nündten tag Augstmonats ditz 64 jors, mit gmeyner urphet gnedigklichen wider usglossen, hatt darby ouch geschworen, das er alle zünfft und gsellschafften würtz, wyn und kochshüser myden, ouch inn und usserthalben der statt, nyenen andersswo essen noch trincken solle, dann allein doheymen inn sinem huss, und uff siner zunfft und gsellschafft möge er gepürender gstallt zuo eeren malen besuochen, dessglichen das er kein gwer, weder tags noch nachts, by noch an im tragen solle, dann allein ein abbrochen brotmesser, und hinfürt sich gegen siner eefrowen, fridsam und anderst dann bisshar, halten und tragen solle, dann wo er wyther mit siner ergerlichen wyss fürfaren, und nit abston, werde man in von statt und landt verwyssen, und sinem verdienen noch hertengklich stroffen. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das er alle zünfft und gsellschafften würtz, wyn und kochshüser myden, ouch inn und usserthalben der statt, nyenen andersswo essen noch trincken solle, dann allein doheymen inn sinem huss

Heinrich Grof °von Keyserstuol

Thoubhüsslin - 2 °Heinrich Grof °von Keyserstuol und Michel Mërckell von Pfortzheim, hatt nummen ein arm Augustin Steck min her vogtAugustin Steck kommt in anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeinträge Jerg Vollmer von Schaffhussen dess nochrichters knecht (fol. 46 verso), Peter Mayer von Orsny ein halb myl von Fryburg inn Üchtlandt glegen ein lackey (fol. 49 recto), Anthonj Jacote von Schërlin Fryburger und Berner herschafft, ein kessler (fol. 58 recto) und Jocob Keller der vollterer (fol. 59 recto) für andere Urfehdeverfahren, hatt dise zwen bettler über nacht inns Thoubhüsslin lossen legenund umb 1 lb gestrofft von wegen das sy sich zuom Schaltenbrandt mit wyn überladen, und darnach die frygen stross abzogen, ein wyldt geschrey und bëttlens ghept, und wann man sy fürgwyssen, haben sy bössen bescheidt geben, und anzeigt min Herr Bürgermeister und Zunfftmeister habe inen erloupt zehöuschen, doran sy aber die unworheit fürgeben. Sindt uff Sontag den 20 Augustj anno 64 mit gmeyner urphet gnediglichen wider ledig glossen, habent darby ouch geschworen das sy inn jar und tag nitt wider harin kommen noch höuschen sollen, by peen des halsysens und der ruoten. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

mit wyn überladen

Hans Henseler der bettellvogt.

Köfferlj - 1 °Hans Henseler der bettellvogt. Dorumb das er sich uff Mentag nechstverschynen, mit wyn überladen, uff dem Kornmarkt umb sich gschlagen, und sich nit wellen stillen lossen, ist er übernacht inn gfenckniss gleyt, und uff Donstag den 24 Augstmonats ditz 64 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, samt ernstlicher warnung das er von solchem übertrinken abston, und sinem ampt trüwlichen nochkomen solle, oder man werde in verwyssen. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

mit wyn überladen

Werlin Bënner von Blotzheim pfrunder im spittal

Uolj - 1 °Werlin Bënner von Blotzheim pfrunder im spittal. Demnach und er vormalen im spittal sines übertrinckenshalb und das er wider des spittals ordnungen zuo Plotzhein güter verkoufft, gfangen glegen, so hat doch er umb dieselb warnung so im anzeigt, wenig geben, sich wider hinuss inn die dörffer thon, mit wyn sich überladen, heym inn spittal kommen, und vom oberschryber, das gellt so er zuom fürschutz an sin pfruondt geben, haben wellen, sich nit wellen lossen abwyssen, sonder dem oberschryber schmechlichen zuogredt, ouch ein arme pfrunderin, uss irem gemach, gezeucht. Desshalben er inn gfenckniss uff Sant Albans Thurn gleyt, und uff Sontag den dritten Herbstmonats, ditz 64 jors, mit gmeyner urphet, gnediglichen wider ussglossenn, hatt darby ouch geschworen das er hinfuert söllcher ongeschickten sachen, und ubertrinckenshalb sich abthuon, dess spittals ordnungen gleben, und sin pfruondtbrieff ansechen, dann wo er also, wie bisshar fürfaren, werde man in, sinem verdienen noch hertenglichen stroffen, im die pfruondt abstricken, und an das ort wider wyssen, dohar er komen ist, hatt hieby ouch sich bekennt, das er von oberschriber nützit anders dann alle eer wüsse, und habe im onrecht thon. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

mit wyn sich überladen

Michel Schnyder der spanner, inn Eschamer Vorstatt sesshafft

Uolj - 1 Heinrich Brucker - 1 °Michel Schnyder der spanner, inn Eschamer Vorstatt sesshafft ° und Hans Rosenburg der seyler Demnach und sy, durch den sigristen, für die Bannherren im Münster, von wegen ires übertrinckens und gotzlesterens beschickt worden, haben sy bösen bescheidt geben, und gsagt, was sy mit den pfaffen zeschaffen haben, desshalben sy inn gfenckniss gleyt, diewyl sy aber bed, kranck worden, sindt sy uff Sontag den 24 Septembris, ditz 64 jors, mit gmeyner urphet gnedigklichen wider ussglossen, habent darby ouch sampt und sonders geschworen, das sy alle zünnft und gselschafften, würtz, wyn und kochhüser myden, nienen anderswo essen noch trincken sollen dann allein doheymen by wyb und kinden, und uff irer zunfft und gsellschafft, doch zymblicher gestallten, dessglichen keine gwer weder tags noch nachts, by noch an inen tragen, dann allein ein abbrochen brotmesser, und wann sy hinfürter, es sige für ein Ersamen Rhat, oder die Bannherren beschickt, das sy gehorsammlich erschynen sollen, darzuo sollen sy sich inn den ürtenen von einandren sönderen, und keiner bym andren essen noch trincken. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das sy alle zünnft und gselschafften, würtz, wyn und kochhüser myden, nienen anderswo essen noch trincken sollen dann allein doheymen by wyb und kinden

Barthlin Byn der wagner

Köferlj - 1 °Barthlin Byn der wagner Demnach und er für die Bannherren im Münster, von wegen sines liederlichen husshaltens, übertrinckens und gotzlesterens, beschickt worden, hatt er bösen bescheidt geben, und gsagt, er habe nützit, mit den pfaffen zeschaffen, desshalben er inn gfenckniss gleyt, und uff Mentag den 25 Septembris ditz 64 iors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen, das er alle zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser myden, nienen anderstwo essen noch trincken solle, dann allein doheymen by wyb und kinden, und uff sinen zunfft und gsellschafft, doch zymblicher gstalten, dessglichen kein gwer by noch an im tragen, dann allein ein abbrochen brotmesser, und wann er hinfürter für ein Ersamen Rhat, oder die Bannherren beschickt wirt, das er gehorsamlichen erschynen solle, dorzuo solle er sich von siner gsellschafft, die mit im gfangen glegen, sönderen, mit inen weder essen noch trinken. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das er alle zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser myden, nienen anderstwo essen noch trincken solle, dann allein doheymen by wyb und kinden

Martin Rem der zymmerman.

Köferlj - 1 °Martin Rem der zymmerman.Martin Rem kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Michell Tagsperger der tischmacher Martin Rëm der zymmermann Martin Pfaff der tischmacher und Daniel Hüss der glaser (fol. 86 recto) für anderes Urfehdeverfahren Demnach und er hievor mermalen durch die Bannherren sines onordenlichen überfüllens und zerenshalb früntlichen gwarnet, hatt er umb dieselbe warnung nützit geben wollen, sondern ist sinem fadenrecht nochzogen, tag und nacht voll und toll worden, desshalben er inn gfenckniss gleyt und uff Sambstag den letsten Septembris ditz 64 jors, mit gmeiner urphet gnediglichen wider ussglossenn, hatt dorby ouch geschworen, das er alle zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser, ouch die gassen würt myden, ud nienen anderswo dann allein doheymen und uff siner eeren zunfft und gsellschafft der Schützenmatten, zuo jars malen, doch zymblicher gstalten, essen und trincken, und sich anderst dann bisshar halten, oder man werde in hertenglichen stroffen. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das er alle zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser, ouch die gassen würt myden, ud nienen anderswo dann allein doheymen

Jocob Vischer der wagner inn Eschamer Vorstatt

Brucker - 1 °Jocob Vischer der wagner inn Eschamer Vorstatt Alsdann im und andren sinen gsellen, für die Bannherren im Münster, von wegen sines üblen husshaltens, übertrinkens und gotzlesterens, gebotten worden, ist er nit erschynen, desshalben er inn gfenckniss gleyt und uff Mittwochen den vierdten Octobris ditz 64 jars mit gmeyner urphet, gnediglichen wider ledig glossen hatt darby ouch geschworen, das er all zünfft und gsellschafften würtz, wyn und kochshüser myden, nienen andersswo essen noch trincken solle, dann allein auff siner zunfft und gsellschafft, doch zymblicher gstallten, dessglichen kein gwer, by noch an im tragen, dann allein ein abbrochen brotmesser, und wann er hinfürter für ein ersamen rhat, oder die Bannherren beschickt wirt, das er gehorsamlich erschynen, darzu solle er sich von sinen gsellen thuon, sich nit zuo inen rotten, sonder inn den ürtenen, sich von einandren söndren. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das er all zünfft und gsellschafften würtz, wyn und kochshüser myden, nienen andersswo essen noch trincken solle

Josue Petrj der schürlitz weber

Wasserthurn - 1 ° Josue Petrj der schürlitz weber Josue Petrj kommt in anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeinträge Josue Peter der schürlitzweber (fol. 6 recto) und Peter Zweybrucker der wollweber (fol. 11 recto) für andere Urfehdeverfahren Alsdann er vormals alle wirtz und wynhüser zemyden verschworen, hatt er dieselb urphet kein stundt nye gehalten, sonder ist den nechsten, inn des Thuornprobsts hoff, vom thurn zogen, doselbsten zoben zert, und yetzt kurtzlich an den Spalen zwo moss wyn truncken und hinweg zogen, den wyn und vier wyssbrot nit zalt, und yedermann wollen überreden er habs zalt. Desshalben er syben tag und necht an den Spalen inn gfenckniss glegen, und nochmalen zechen tag und necht mit dem Wasserthurn gstrofft, ist uff Mentag den 16 Octobris ditz 64 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, das er alle zünfft und gsellschafften würtz, wyn und kochhüser myden, nienen anderswo essen noch trinken, dann doheymen inn sinem huss, und uff siner zunfft zu jars malen, ouch kein gwer, by noch an im tragen und sich aller spylen abthuon und müssigen solle, mit dem an hang wo er wider inn alten fuosstapffen tretten, werde man in von stadt und landt Basell verwyssen. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

zünfft und gsellschafften würtz, wyn und kochhüser myden, nienen anderswo essen noch trinken, dann doheymen inn sinem huss, und uff siner zunfft zu jars malen

Alkoholmissbrauch

und yetzt kurtzlich an den Spalen zwo moss wyn truncken

Zechprellerei

und hinweg zogen, den wyn und vier wyssbrot nit zalt, und yedermann wollen überreden er habs zalt

Übertretung Urfehde

vormals alle wirtz und wynhüser zemyden verschworen, hatt er dieselb urphet kein stundt nye gehalten

Wirtshaus

wirtz und wynhüser

Wirtshaus

würtz, wyn und kochhüser

Bastean Schmidt der küfer inn Eschamer Vorstatt

Köferlj - 1 ° Bastean Schmidt der küfer inn Eschamer Vorstatt Bastean Schmidt kommt in anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeinträge Jocob Schwartz und Cuonrat Steiblj die stattknecht (fol. 37 verso), Bastean Schmidt der küfer inn Eschamer vorstatt (fol. 40 recto) und Bastean Schmidt der küffer inn Eschamer Vorstatt (fol. 75 recto) für andere Urfehdeverfahren Demnach und er zwey malen, von sines liederlichen, lychtfertigen husshaltens, überfüllens und gotzlesterens wegen, für die Bann herren, beschickt, hatt er umb dieselbe früntliche warnung nützit geben wollen, sonder ist den nechsten inn alten fuossstapffen retten, desshalben er inn gfenckniss gleyt, und uff Sambstag den 21 Octobris ditz 64 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen. hatt darby ouch geschworen das er alle zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden, nienen anderswo essen noch trincken dann doheymen, inn sinem huss, und uff siner zunfft zuo jars malen, ouch kein gwer by noch an im tragen solle, dann ein abbrochen brotmesser, darzuo solle er sich von siner gsellschafft, die bisshar mit im zert und prasst sönderen und abthuon, von sinem kouffen, tuschen und märckten abston, und bass dann bisshar husshalten oder man werde in von statt und landt verwyssen. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das er alle zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden, nienen anderswo essen noch trincken dann doheymen, inn sinem huss, und uff siner zunfft zuo jars malen

Wirtshaus

würtz, wyn und kochshüser

Hans Oltinger der huofschmidt.

Uolj - 1 ° Hans Oltinger der huofschmidt. Alsdann Caspar der stattknecht inn verruckten jaren by nacht, inn einen schenckell verwundet worden, und diser inn kurtzen tagen uff dem Richthus im Stüblj gsessen, und an bemelten Caspar geroten, wenn er im sin rebmesser wider gebe, wie im wäre, wenn er im die wynstrass wyther gmacht hätte, und damit im tröwt, habe den andren schenkell ouch zerverletzen, dessen dann sich der stattknecht vor unsren Gnedigen Herren erclagt, ist dardurch in argwon uff bemelten Hans Oltinger gfallen als ob er nit wyth darvon gsin sige, wie der stattknecht gschediget, desshalben er umb diser und anderer ursachen wegen, das er sin vor vordrige urphet, gar wenig ghalten inn gfenckniss gleyt, und uff Mittwochen den ersten Novembris ditz 64 jors nochdem er durch die Sybenherren verhört, gnediglichen wider ussglassen, hatt den Innhalt gmeyner urphet dorby ouch geschworen, das er all zünfft und gsellschafften würtz, wyn und kochshüser myden kein gwer by noch an im tragen, sonder sin urphet stet und vest halten solle, mit der ernstlichen vermanung, wo er sin vordriger urphet, inn einem oder andren articklen übertretten, werde er on alle gnad von statt und landt Basel verwyssen. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

all zünfft und gsellschafften würtz, wyn und kochshüser myden

Drohung

an bemelten Caspar geroten, wenn er im sin rebmesser wider gebe, wie im wäre, wenn er im die wynstrass wyther gmacht hätte, und damit im tröwt, habe den andren schenkell ouch zerverletzen

Wirtshaus

würtz, wyn und kochshüser

Peter Rietschj der gygenmacher

Köferlj - 1 ° Peter Rietschj der gygenmacher Peter Rietschj kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Martin Sprëng der trummenschlacher (fol. 22 recto) für anderes Urfehdeverfahren Demnach er und Martin Spreng der trummenschlacherMartin Spreng kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Martin Sprëng der trummenschlacher (fol. 22 recto) für anderes Urfehdeverfahren, by nacht die Schnyder gassen uff gangen, und der tischmacher, gegen der Genss über, vor inen anhin gangen, und einer under inen gsagt, do godt der Schwartz Zwerg. Also das der tisch macher mit worten an sy kommen, und mit einem hobel den trummenschlacher geworffen, das er an der gassen glegen, und man nit anderst gmeynt dann er sige todt, und diewyl inn den der bemelt gygenmacher ein rappier erwütscht, so des trummenschlachers gsin, und gegen den tischmacher zuom huss inhin noch gehouwen, und ouch sonst übel husshaltet Anno 1566 den 23. Sept. ward uf Peter Dietschis des gigenmachers un dertänigs piten, erkant und ime dz gwertLesung unsicher sin ee ren Zunft, desglichen beder schützengeselschafften so er mit andern burgern schiessen will, widerumb erlaupt und zuglassen ⊕ ⊕ + mit dem underscheidt das er sich des Spilenz müssigen solle Substitut subscripsit Gott lestert, und wider sin vordrige urphet nachts uff der gassen umbher zücht, ist er inn gfenckniss gleyt und als er für der tischmachers huss gfürt worden, hatt diser geredt, er liege wie ein schelm und dieb, nochdem und aber er durch die Syben Herren verhört, hatt man in uff Mittwoch den ersten Novembris ditz 64. jars mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, dorby er ouch geschworen, das er all zünfft und gsellschaften, würtz wyn und kochs hüser, ouch die Schützenmatten und den platz myden, ninen anderswo dann doheymen inn sinem huss essen und trincken solle, und darzuo weder tags noch nachts kein gwer by noch an im tragen solle, dann allein ein abbrochen brotmesser ouch sine vordrigen urpheten stet und vest halten solle hiemit er ouch sich bekannt hatt, das er vom tischmacher nützit anders dann alle eer, liebs und guots wüsse, doch so er vermeyne, ettwas ansprach an den tischmacher zehaben, so möge er gegen imme das recht bruchen. Mit dem anhang wo er disen eydt übertretten, werde man inn von statt und landt Basell verwyssen. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

er all zünfft und gsellschaften, würtz wyn und kochs hüser, ouch die Schützenmatten und den platz myden, ninen anderswo dann doheymen inn sinem huss essen und trincken solle

Wirtshaus

würtz wyn und kochs hüser

Peter Schürer der wollweber

Thoubhüslj - 1 ° Peter Schürer der wollweber Diewyl er uff Sontag nechstverschynen zuo Wyl sich mit wyn dermossen überladen, das er uff den oben wie er heym wellen gon, vor der kilchthüren im Münster nider gfallen, ist er ins Thoubhüslin gleyt, und uff Mittwochen den 6ten Decembris ditz 64 jors mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, und im darby mit allem ernst anzeigt, wo er sich wyther also mit trunckenheit übersechen, werde man im ein stroff zuor andren mëssen. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

sich mit wyn dermossen überladen, das er uff den oben wie er heym wellen gon, vor der kilchthüren im Münster nider gfallen

Hans Gasser von Trotticken uss der graffschafft Kyburg, Züricher phiet der schnyder

Brucker - 1 ° Hans Gasser von Trotticken uss der graffschafft Kyburg, Züricher phiet der schnyder Hans Gasser kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Hans Gasser von Trotticken uss der graffschaft Kyburg Züricher pieth ein schnyder (fol 33 recto) für anderes Urfehdeerfahren Diewyl und er uff den Nüwen Jars tag nechtstverschynen über das inn allen zünfften durch herren Rhatsher Meister und Sechs, mit allem ernst anzeigt, das sich die zunfftbrüder nit übertrinken, sonder still und friedsam halten sollen, hatt er sich dermossen mit wyn überladen un ein sollich ongestüm wessen gfürt, das man in inn das gwelb uff der zunfft legen müssen, biss man die wechter gereicht die in inn gfenckniss gfürt. Ist uff Mentag den 8 Jenners ditz 65 jars mit gmeiner urphet gnediglichen wider ussglossen. Darby er ouch geschworen hatt, das er sich hinfürt uff zünfften, gesellschafften oder inn winhüseren dermassen still und wol halten und tragen, das kein wythere clag von im komme, dann er ernstlichen gewarnet, wo er sich + wyther also ungeschickt halten, oder gegen siner eefrowen mit schlachen und stossen onfridsam leben, werde man in von statt und landt verwyssen. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

hatt er sich dermossen mit wyn überladen

Thurs Gallitian der kürsner

Brucker - 1 ° Thurs Gallitian der kürsner Demnoch und er liederlichen und übell husshaltet, sich mit wyn überfüllt, sin eefrowen gar schnöd und übell haltet, über sy tobet und fluocht, wiewol sy nützit ab im clagt, sonder sich lydet und schwygt, haben doch die noch buren , nit lenger zuosechen möge. Innsonders diewyl er ouch an Meister Lienharten Gebhart den rhatsfründt, geroten, im gefluocht und onbescheidene wort geben. Ist er inn gfencknis gleyt und uff Sambstag den 7. Aprilis ditz 65 jars gnediglichen wider ussglossen, hatt den innhalt gmeyner urphet darby ouch geschworen das er alle würtz, wyn und kochs hüser, zünfft und gsellschafften myden, ouch all gassenn würt, nienen anderswo, dann doheymen und uff siner eeren zunfft, ruwig und früntlich, essen und trincken solle, und darzuo kein gwer noch tolchen, weder tags noch nachts dann allein ein abbrochen brotmesser, by noch an im tragen, dann wo er mit sinem toben gegen siner eefrowen, fürfaren, + oder inn ander weg sich ongebürlich halten, werde man in von statt und landt verwyssen. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

alle würtz, wyn und kochs hüser, zünfft und gsellschafften myden, ouch all gassenn würt

Alkoholmissbrauch

sich mit wyn überfüllt

Elsbeth Belgeri, Batt Ziegler genant Karrenböcklins eefrouw

Thoubhüslj - 1 ° Elsbeth Belgeri, Batt Ziegler genant Karrenböcklins eefrouw Diewyl sy zuo Bynningen gsin, sich mit wyn überladen, und by Eschamer thurn an ettlich mannen geroten, mit schlüsslen umb sich geschlagen, ein wyldt geschrey ghept, das ein gestëndt von lüthen umb sy gsin, als ob es ein merwunder were, ist sy inn gfenckniss gfürt, und uff Mittwoch den nündten May ditz 65 jars mit gmeiner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, das sy hinfürter sollicher sachen abston, desglichen Gregorius von Kilchen zeruowen und friden und onüberlassen solle lassen. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

sich mit wyn überladen

Danit Mütt von Bern ein schuomacher und taglöner

Brucker - 1 ° Danit Mütt von Bern ein schuomacher und taglöner Demnach und er sich zuo einem kessler von Lutzern, genant Cuonrat, zuo Brattelen gesellet, ein moss wyn mit im truncken, + und darnoch zuo Fülistorff im geholffen ein spycher uffbrechen, daruss sy käss, ancken, wyn und brot entwert, ist er gfencklichen an gnommen, durch die Sybenherren verhört, 32 tag gfangen glegen, und nochmalen uff Mentag den 14 May ditz 65 jors mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, dass er sich von statt und landt Basell hinweg thuon, und onerloupt nit wider harin kommen solle, dann wo er über disen eydt ergriffen, werde man im ein lybs stroff anthuon, die im zeschwer sin werde. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Diebstahl

daruss sy käss, ancken, wyn und brot entwert

Lux Vögelj der Küfer

Wasserthurn – 1 ° Lux Vögelj der Küfer Demnoch und er, mit sinem knecht am helgen Ostertag, zuo unfriden kommen, in trengen und zwengen wellen, das er einem fuormann ein vass binden solle, wiewol der fuorman gseyt es thuge nit not, wann es schon erst morndes frü bunden werde, hatt doch er das küfer messer über den knecht zuckt, und bösse gotzlesterliche schwür tryben, und wo im das küfermesesr nit durch ein nochburen genommen worden, möchte es im übell erschossen sin, und als er sich ein zytlang geüssert und nochmolen wider harin kommen, hatt er ein nüwen lerman mit siner eefrowen angfangen, sy übell geschlagen. Desshalben er mit gfenckniss dess wasserthurns gstrofft, und uff Mittwochen den 6 Junij ditz 65 jors, gnediglichen wider ussglossen, hatt den innhallt gmeyner urphet, darby ouch geschworen, das er all zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden, nienen anderswo dann allein doheym, by wyb und kinden essen und trincken solle. Allein möge er sin zunfft zuo jars malen pruchen, doch das er sich geschicktlich halten solle, und hinfürter fridsamer husshalten solle, sonst werde im ettwas schwerers uff den hals wachssen. Niklauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das er all zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden

Claus Steimer von Riechen

Köferlj – 1 ° Claus Steimer von Riechen Demnoch und er am heyligen Uffart tag, sich mit wyn überladen mit einem genant Hanss Brantz zuo unfriden kommen über in zuckt und als man in gfencklichen angnommen, hatt er sich ze wer gstelt, den weybel ins mul gschlagen. und als man in schon an ysen gleyt, hatt er tobet und gwütet, Und übel gschworen, sich nit ab der sach bessert, als er vormalen vor einem ersamen Rhat gstanden, von wegen, her Christoffell Schilling des predicanten und einer mëtzenhalb, so im ongestrofft hingangen. Desshalben er yetzt ingleyt und umb 20 lb gestrofft. Ist uff Mittwochen den 13 des Brochmonats ditz 65 jors, mit gmeyner urphet gnedig lichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen, das er die bemellt stroff, dem obervogt erlegen und darob sinen willen behallten solle, auch hinfürter sich bass und wol halten solle, damit im nit schwerers uff den hals wachsse. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

sich mit wyn überladen

Cuonrat Lehmüller von Vyssliss uss Pfirter ampt

Köferlj - 1 °Cuonrat Lehmüller von Vyssliss uss Pfirter ampt Ist nëchten gegen oben under dem inneren Spalen thor, an der gassen glegen, mit wyn überladen gsin. Desshalben er inn gfenckniss gleyt und uff Donstag den 14 Brochmonats ditz 65 jors, mit gmeiner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby auch geschworen, das er den costen diser thurnlösj biss Sant Johans tag nechstkoment erlegen, und wan man in wyther der unzuchthalb manen werde, das er gehorsamlich erschynen und das so im uffgleyt wirt, erstatten welle. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

mit wyn überladen gsin

Andres Morant von Sulie, ein myl enet dem Jenffer See glegen ein friess

Köferlj - 1 ° Andres Morant von Sulie, ein myl enet dem Jenffer See glegen ein friess Demnoch und er einer frowen zuo Riehen, ein moss wyn koufft und nochmalen vermeynt sy solle mit im sines pfadts gon, als er aber die buren in gfatzt und die frowen nebent sich gwyssen hatt er über sy zuckt. Desshalben er gfencklichen angnommen, nochdem er aber durch die Sybenherren verhört, und man erfindt, dz er nit vast witzig. Ist er uff Sambstag den 16 Brachmonats ditz 65 jors, mit gmeyner urphet wider ledig glossen, und im durch Petern den crämer by Spalen thor, der mit im welsch geredt, anzeigt, as er Doctor Micheln, zuo Otlicken wercken möge, und hinfürter sich anderst halten solle. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Symon Gernler der schäffer

Wasserthurn -1 ° Symon Gernler der schäffer Demnach und er under Sant Albans thor, mit ettlichen ruchen worten an den thorbeschliesser, genant Statthans, geroten und vermeynt er solle im am oben das thor offen behalten haben, und damitt den thorbeschliesser ein banckerten gscholten, und wiewol der thorbeschliesser dieselb red, für oren lossen gon, hatt doch er sich nit settigen lossen, sonder nochmalen uff einen andren tag, wider an den bemelten thorschliesser mit gotzlesterlichen schwüren gewachssen, sin schwert gereicht, über das er vormalen kein gwer by noch an im zetragen inn siner urphet geschworen, und zwüschen den thoren, über den thorbeschliesser zucken wellen, das der thorwechter inn stillen hatt müssen. Desshalben er mit gfenckniss dess wasserthurns gestrafft und uff Mentag den 18 Brachmonats ditz 65 jors, gnediglichen wider ussglossen, hatt den innhalt gmeyner urphet, darby ouch geschworen das er alle würz, wyn und kochshüser, zünfft und gesellschafften und all winkell zerungen, inn und usserthalb der statt myden, nienen anders us dann allein doheim inn sinem huss essen noch trincken solle, darzuo ouch kein gwer weder tags noch nachts, onerloupt by noch an im tragen solle, dann allein ein abbrochen brotmesser, und hinfürt sin muoter anderst dann bisshar inn zucht und eeren halten solle, sonst werde in ettwas uff den hals wachssen das im zeschwër sin werde. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit ✤Nüwe Zal der gefangnen

Wirtshausverbot

das er alle würz, wyn und kochshüser, zünfft und gesellschafften und all winkell zerungen, inn und usserthalb der statt myden, nienen anders us dann allein doheim inn sinem huss essen noch trincken solle

Matheus Langhans der stattknecht

Köferlj - 1 ° Matheus Langhans der stattknecht Alsdann die Unzüchter Herren sitzen wellen, ist er dermossen mit wyn überladen gsin, das er kein bericht noch bescheidt an zeigen hatt können. Desshalben er ingleyt und uff Donstag den 21 Brochmonats ditz 65 jors mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen. Sampt ernstlicher warnung das er sich solches übertrinkens abthuon und sines diensts flyssig warten solle, oder man werde in urlouben. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

ist er dermossen mit wyn überladen gsin

Bastian Schmidt der küffer inn Eschamer vorstatt

Uolin - 1 ° Bastian Schmidt der küffer inn Eschamer vorstatt Wiewol er vormals inn siner urphet, die würtz, wyn und kochshüser, zünfft und gsellschafften zemyden, ouch von sinem tuschen und mërckten abzeston, geschworen, so hatt doch er den selben eydt wenig ghalten, sonder hatt einem von Plouwen ein ross, zwen stier und ein kuo abkoufft, und als derselb mann von wegen der bezalung sich vor unsren gnedigen herren er clagt, und im für rath gepotten, ist er nit erschynen, dess halben er inn gfenckniss gleit, und uff Mittwochen den vierdten tag Höwmonats ditz 65 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, das er den mann von Plouwen zuo friden stellen und bezalen solle, das kein wytere clag von im komme, und hinfürt solches tuschens und kouffens abston, alle zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden, allein doheimen inn sinem huss und uff siner zunfft, essen und trinken solle. Uuch kein gwer weder tags noch nachts, dann allein ein abbrochen brotmesser, by noch an im tragen, sonder sin vordrige urphet, stet und vest halten solle. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

und hinfürt solches tuschens und kouffens abston, alle zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden

Früheres Urfehdeverfahren

Wiewol er vormals inn siner urphet, die würtz, wyn und kochshüser, zünfft und gsellschafften zemyden, ouch von sinem tuschen und mërckten abzeston

Verena Bitten uss der Clus hinder Jenff

Toubhüslin – 1 ° Verena Bitten uss der Clus hinder Jenff, Martin Stopler von Dettlang dess fliegenwadtlmachers frow zuo Plotzheim. Hatt sich uff gestrigen tag mit wyn überladen, uff dem Korn merckt ein lychtfertig unflätig leben glept, das die jungen knaben iren nochgloffen. Desshalben sy ins Thoubhüslin gleyt, und uff Sambstag den 21 Höwmonats ditz 65 jors mit gmeyner urphet, gnediglichen wider ussglossen, und iren darby anzeigt, das sy sich anderst halten und tragen solle, dann wo sy sich wyther übersechen, werde iren ettwas schwerers uff den hals wachsen. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

wyn überladen

Hans Brombach der ballierer

Uolj - 1 °Hans Brombach der ballierer Als dann dem jungen Schwarzzyssen inn mindren Basell sin huss angangen und verbrunnen, und in der Sagenmüller angesprochen, er solle im helffen die leyteren anstellen und uff richten, sonst müssen die im huss verderben, dann sy vor hitz nit mer plyben mögen, hatt diser im dorab gemupffet und mit sinem mordäplj gegen richthuss fürzogen, also das der Meister oben zuom laden harus springen müssen, und im die frow, das kindt herab geworffen, und sy naher gesprungen, desshalben er inn gfenckniss gleyt umb 5 lb gestrofft und uff Mittwochen den 15 des Augstmonats ditz 65 jars , mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen, das er die bemelte stroff biss Sambstag nechst komment ans brett erlegen solle, und hinfürter onerloupt kein gwer, weder tags noch nachts, dann allein ein abbrochen brotmesser by noch an im tragen, dorzuo all zünfft und ge sellschafften, würtz, wyn und kochshüser, ouch all gassen würt myden, nienen andersswo dann allein doheimen, und uff siner zunfft zuo jors malen, essen noch trincken solle , dessglichen das er sine schuldt vorderer abzalen, und nit also wie bisshar umbher ziechen, sonder sich inn eestandt schicken solle. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

all zünfft und ge sellschafften, würtz, wyn und kochshüser, ouch all gassen würt myden, nienen andersswo dann allein doheimen, und uff siner zunfft zuo jors malen, essen noch trincken solle

Heinrich Hufner der gremper

Uolj - 1 °Heinrich Hufner der gremper Alsdann ein erlicher gsell umb sin stiefftochter geworben ist er uff ein zyt willig gsin, das ander mal, gar kein willen dorzuo geben wellen, und also die sach understanden zehinderen, hatt mit seiner frowen und stiefftochter ein wyldt balgens, tobens und wütend im huss ghept, ein stëgen uff die ander ab glouffen, by 20 lb zesamen gemacht, als ob er sich hinweg welte thuon, und sich gar lëtz gestellt. Wie nun die Herren Höüpter am Sontag von der predig, für sin huss gangen sollich wëssen gehört, ist im für ein Ersamen Rhat morndes gebotten worden. Und diewyl er ouch sonst mergliche grosse spyl thuot, hatt man in inn gfenckniss gleyt , und umb 5 lb gestrofft, und uff Mittwoch den 29 Augstmonats ditz 65 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen das er die bemellt stroff biss Sambstag nechstkomment ans brëtt überantworten solle, und hinfürter aller spylen es sige mit würfflen oder mit karten, sich gentzlichen ab thuon, dorzuo ouch all zünfft und gesellschafften, würtz wyn und kochshüser myden, nienen anderswo, dann allein daheymen, und uff siner eeren zunfft zuo jars malen, essen und trincken, und sich gegen siner eefrowen und stiefftochter fridsam halten, und wann sin stiefftochter ir vätterlich erb von im erforderen wirt, das er iren dasselb nit vorhalten solle. Dessglichen so er für die Unzüchter Herren beschickt, das er gehorsamlich erschynen welle. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

dorzuo ouch all zünfft und gesellschafften, würtz wyn und kochshüser myden

Bastean Wetzell der kornmesser

Uolj - 1 °Bastean Wetzell der kornmesser Ist von wegen sines liederlichen üblen husshaltens, das er sich mit wyn überladt, und so baldt er heim kompt tobet und wütet er halt sich gantz ongebürlich, und als in die Bannherren züchtigen wellen, hatt er sich gantz widerspennig erzeigt, desshalben mit gfenckniss gstrofft und uff Mentag den dritten Septembris ditz 65 jors , mit gmeyner urphet, gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen, das er biss Samb stag nechstkünfftig 5 lb unseren gnedigen herren, ans brett über antworten, und hinfürter sich gehorsamer erzeigen, und von sinem wëssen so er bisshar getryben abston solle, oder man werde in von statt und landt verwyssen. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

wyn überladt

Übles Haushalten

liederlichen üblen husshaltens, das er sich mit wyn überladt, und so baldt er heim kompt tobet und wütet er halt sich gantz ongebürlich

Uolj Rack der stattknecht

Köferlj - 1 °Uolj Rack der stattknecht Demnoch und er inn dem thurn, ein wyldt tëmpffen und prassens losst fürgon, als ob er ein würtzhuss were, und besonders, diewyl er sich kurztlichen, als er Hans Jocoben Lochman + den goldtschmidt und Constantz den ferber , inn gfenckniss glegt, dermossen mit wyn überladen, das er ein loch inn die stirnen gfallen, und sines diensts nit können warten, ist er zwen tag und zwe nëcht mit gfenckniss gstrofft und uff Fritag den 21 Septembris ditz 65 jors mit gmeiner urphet gnediglichen wider ussglossenn, und im darby anzeigt , wo er sich wyther also übersechen, werde man in sines diensts urlouben. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

dermossen mit wyn überladen, das er ein loch inn die stirnen gfallen

Hans Penthelj

Uolj - 1 ° Hans PentheljHans Penthelj kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Ursula Wydenmannj von Zürich (fol. 48 recto) für anderes Urfehdeverfahren Die Herren Eerichter haben in lossen inn gfenckniss legen, und umb 20 lb gestrofft, von wegen das er Ursula Wydenmannj von Zürich, sin dienstmagt eines kindts schwanger gemacht, und nochmalen dasselb kindt Luxen Wolff dem lyniweberLuxen Wolff kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Ursula Wydenmannj von Zürich (fol. 48 recto) für anderes Urfehdeverfahren , der sy ze kylchen gfürt, wellen ufftrëchen, als sy ouch bymselben Lux Wolffen uff vier wochenlang gewont, hatt er lychtfertig reden, lossen ussgon was sy bym weber thüge, worumb sy nit zuo im komme, er habe mer wyn und brot, dann Lux Wolff, und iren wie sy von Lux Wolffen kommen wytheren uffenthalt geben. Ist uff Donstag den 25 Octobris ditz 65 jars mit gmeyner urphet die er geschworen, gnediglichen wider ussglossen, und im darby anzeigt, wann bemelte Ursula Wydenmannj des kindts ge nessen, das er dasselb versechen und zuo sinen handen nemmen solle. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Leichtfertigkeit

hatt er lychtfertig reden, lossen ussgon was sy bym weber thüge, worumb sy nit zuo im komme, er habe mer wyn und brot, dann Lux Wolff, und iren wie sy von Lux Wolffen kommen wytheren uffenthalt geben

Paulj Süterlj von Schalbach

Köferlj - 1 °Paulj Süterlj von Schalbach Demnach und er einen soum wyns, har uff den merckt gefurt der nit kouffmans guot gsin, sonder übel geschmeckt, hatt er inn ein glesslin, uss einem andern vass, wyn gewonnen, denselben einem burger zeversuochen geben, und also den bemelten soum wyns umb vier pfundt und 12 schilling, mit betrug verkoufft, und als ander burger, so den wyn koufft gewarnet, und sollichs an zeigt worden, ist diser inn gfenckniss gleyt, und uff Mentag den 29 Octobris ditz 65 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, dorby er ouch geschworen hatt, das er den wyn zuor statt uss, wider heym füren solle, und hinfürter solcher sachen, müssig gon. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Ermahnung

dorby er ouch geschworen hatt, das er den wyn zuor statt uss, wider heym füren solle, und hinfürter solcher sachen, müssig gon

Betrug

Demnach und er einen soum wyns, har uff den merckt gefurt der nit kouffmans guot gsin, sonder übel geschmeckt, hatt er inn ein glesslin, uss einem andern vass, wyn gewonnen, denselben einem burger zeversuochen geben, und also den bemelten soum wyns umb vier pfundt und 12 schilling, mit betrug verkoufft

Philipp Gënser der sattler

Köferlj - 1+ °Philipp Gënser der sattler Demnach und er uff den Nüwen Jors tag nechstverschynen, nochdem nachtessen, inn der herberg Zuom Pluomern, mit Lienhart Ehinger des botten sonLienhart Ehinger kommt in anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeinträge Ludwig Mattler von Fryburg uss Üchtland, ein küffer und kübler (fol. 104 verso), Lienhart Ehinger der soldner (fol. 90 verso), Margret von der Hecken Lienhart Ehingers eefrow (fol. 91 recto) und Margreth von der Hecken, Lienhart Ehinger dess soldners eefrow (fol. 91 verso) für andere Urfehdeverfahren, zuo unfriden kommen, das sy über einander zuckt, und imselben Trippell der hussknecht inn die stuben kommen, zuohin geloffen, und sich inn dises gewer dermossen geschediget, das er gestorben, desshalben diser gewichen und bisshar sich geüssert, diewyl und aber gemeyn Eidtgnossen die schützen und ander herren für in gepetten, ist er wider begnodet, zween tag und zwo necht inn gfenckniss gleyt, umb 20 lb Basler werung ge strofft, und uff Mentag den 29 Octobris ditz 65 jors mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen, das er die bemelte stroff biss Sambstag nechst künfftig unsren Gnedigen Herren, ans brett erlegen, darzuo kein gwer weder tags noch nachts by noch an im tragen solle, dann allein ein abbrochen brotmesser. Dessglichen all zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden, nienen anderswo essen noch trincken dann inn sinem huss, und uff siner eeren zunfft zuo jars malen, und sonst inn botten und ver botten solle er siner zunfft gehorsam sin. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

all zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden, nienen anderswo essen noch trincken dann inn sinem huss, und uff siner eeren zunfft zuo jars malen, und sonst inn botten und ver botten solle er siner zunfft gehorsam sin

Ermahnung

gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden, nienen anderswo essen noch trincken dann inn sinem huss, und uff siner eeren zunfft zuo jars malen

Hans Oswaldt der wynleger

Wasserthurn – 1 ° Hans Oswaldt der wynleger Demnach und er gar liederlichen übelhusshaltet, sich mit wyn überladet, gotslesterliche schwür thuot, wenig zuom wort Gottes sich verfügt, sonder gsellen inn sin huss fürt, zetëmpffen und ze prassen, dardurch im und siner frowen ein böss geschrey wirt, ist er acht tag und nëcht, mit gfenckniss des Wasserthurns gestrofft und uff Sambstag den 24 Novembris ditz 65 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen. Und im darby mit allem ernst anzeigt, das er von solchem ubertrincken und gotzlesteren ouch lichtfertigem leben abston, und hinfürter bass husshalten + solle dann bisshar, dann wo er also mit sinem nütsollenden husshalten fürfaren, werde im ettwas uff den hals wachsen das im zeschwër sin werde. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Täter

Hans Oswaldt der wynleger

Alkoholmissbrauch

sich mit wyn überladet

Peter Brotbeck der rebman, genant Peter ich kenn dich wol

Köferlj-1 °Peter Brotbeck der rebman, genant Peter ich kenn dich wol, Demnach und er ein halb fuoder wyn angestochen, darus er uff ettlich zünfft ein fleschen oder zwölff geben, der guot und gerecht gsin, als man aber wyther gereicht, ist er nienen dem ersten wyn glych gsin, sonder hatt darzwüschen, das vass mit lüren zuo gefüllt, den wyn gefëlscht. Dardurch der Oberkeit, das umbgellt entragen worden. Desshalben er inn gfenckniss gleyt, umb 10 lb gestrofft, die er erleyt, und uff Mittwochen, den 28 Novembris ditz 65 jors, gnediglichen wider ussglossen, hatt den innhalt gmeyner urphet, dorby ouch geschworen, das er sich uff das fürderlichst mit wyb und kindt, von statt und landt Basell hinweg thuon, und darin onerloupt nit wider kommen solle. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Betrug

Demnach und er ein halb fuoder wyn angestochen, darus er uff ettlich zünfft ein fleschen oder zwölff geben, der guot und gerecht gsin, als man aber wyther gereicht, ist er nienen dem ersten wyn glych gsin, sonder hatt darzwüschen, das vass mit lüren zuo gefüllt, den wyn gefëlscht

Niclaus Dietschj der strelmacher

Köferlj – 1 °Niclaus Dietschj der strelmacher Demnach und er vormalen für unser Gnedig Herren, ein Ersamen Rhat beschickt, von wegen sines liederlichen üblen husshaltens, das er inn sin huss gsellen fürt zetempffen und zespylen, und ouch durch die Bannherren von sinem nütsollenden leben abzeston, frünt lichen vermant, hatt er über dasselb aber gsellen heym gfürt und ein füllery inn sinem huss ghept, nochmolen sin frowen heyssen einem yeden vier schilling zuor ürten abzenemmen, und wie die gsellen hinweg kommen, ist er mit siner frowen zuo unfriden kommen , das sy also wenig gnommen, mit einem messer ein stych noch siner frowen gethon, sy durch die ermel und das das hembdt gestochen, und sy dermossen verletzt, das es dem todt (wie der scherer anzeigt.) noch gnuog gsin. Desshalben er inn gfenckniss gleyt und wiewol er ein lybs stroff verdient, so haben doch unser Gnedig Herren, im uff sin underthenige pitt gnad bewyssen, und in uff Sambstag den 16 Hornungs, ditz 66ten jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen, das er hinfürt mit siner eefrowen fridtsam und tugentlich leben, alle zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser myden nienen anderswo dann inn sinem huss essen und trincken solle, und sin zunfft und gsellschaft möge er zymblicher wyss zuo eeren malen besuochen, doch solle er kein gastery inn sinem huss halten, sonder sich still und wol halten oder im werde ettwas uff den hals wachssen, das im zeschwer sin werde. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

alle zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser myden nienen anderswo dann inn sinem huss essen und trincken solle

Martin Schmidt ein haffner von Kapell zwo myl under Këntzingen am Rhyn glegen

Thoubhüsslin – 1 ° Martin Schmidt ein haffner von Kapell zwo myl under Këntzingen am Rhyn glegen. Hatt sich uff Sontag verschynen mit wyn überladen, uff Sant Peters platz mit ettlichen metzgeren balget, von leder zuckt, und sich dermossen so ongebürlich ghalten, das einer oder zween, wo es Gott nit verhütet hëtte, uff dem platz solten plyben sin, und nochmalen nachts als Michell Bipp, sin Meister uff der wacht gsin, im huss sich gantz ungeschicktlich ghalten, das im sin gsell, entlouffen müssen. Desshalben er ins Thoubhüsslin gleyt, und uff Mittwoch den dritten Aprilis ditz 66ten jars, mit gmeiner urphet gnediglichen wider ussglossen, und im darby anzeigt, wo er sich wyther übersechen, werde im eins zuom andren gemessen. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

mit wyn überladen

Anthonj Jacote von Schërlin Fryburger und Berner herschafft, ein kessler

Wasserthurn – 1 ° Anthonj Jacote von Schërlin Fryburger und Berner herschafft, ein kessler Diewyl er uff Frytag nechstverschynen inn dess volterers huss, zoben zert, ein amboss procht, so er Penthelj Meyger dem kessler uss dem ougstall gnommen, und als dess bemelten Penthelins frow darzuo kommen und den amboss angesprochen, hatt er gseyt, wenn sy ein moss wyn oder zwo zalen, welle er iren, den amboss wider geben. Nochmolen als Anthonis frow und des gemelten Penthelins frow, uff der Gassen aneinandren gerothen, und Anthonis frow, des gedochten Penthelins frow, schier ein finger abbissen. Und Penthelin darzuo kommen, ist disser Anthonj mit dem ruow stëcken, hinderwertling an in gerothen und Penthelin zuo boden gschlagen. Desshalben der vogt her Augustin SteckAugustin Steck kommt in anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeinträge Heinrich Grof von Keyserstuol und Michel Mërckell von Pfortzheim, hatt nummen ein arm (fol. 18 recto), Jerg Vollmer von Schaffhussen dess nochrichters knecht (fol. 46 verso), Peter Mayer von Orsny ein halb myl von Fryburg inn Üchtlandt glegen ein lackey (fol. 49 recto) und Jocob Keller der vollterer (fol. 59 recto) für andere Urfehdeverfahren, in lossen inn Wasserthurn legen und inn für den hërdtfäal und solchen begangnen freffell um 60 lb gestrofft, diewyl er aber die stroff zeerlegen nit vermögen, ist er uff Mentag den + 29ten Aprellens ditz 66ten jors mit volkommner urphet wider ussglossen, hat dorby ouch geschworen, das er sich von statt und landt Basell hinweg thuon, und darin onerloupt nit wider kommen solle, er habe dann vor und ee unsseren gnedigen herren, die bemelte stroff erleyt. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Ludi Fësj von Betticken

Bylger – 1 ° Ludi Fësj von Betticken Als dann er zuo Betticken wyn gholffen laden, ist er mit dess wybels sun, zuo unfriden kommen, sich nit wollen stillen lossen, den friden, mit worden und wercken verseyt, tobet und gwütet, und als der weybell darzuo kommen, hatt er in ein alten schelmen gscholten. Desshalben er umb 20 lb gestrofft, doran er acht pfundt abbüsst, ist uff Mittwoch den ersten May disses 66 jars uff sines bruoders und ettlicher guoter fründen pitt, gnediglichen wider ussglossen, hat dorby ouch geschworen das er die zwölff pfundt buss Sambstag nechstkünfftig unsren Gnedigen Herren ans brett uberantworten welle, und hiermit sich bekennt, das er von gemeltem weibell nützit anders dann alle eer, liebs und guots wüsse. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Verbale Auseinandersetzung

er zuo Betticken wyn gholffen laden, ist er mit dess wybels sun, zuo unfriden kommen, sich nit wollen stillen lossen, den friden, mit worden und wercken verseyt, tobet und gwütet

Jocob Büttickhofer der rebmann

Bylger – 1 ° Jocob Büttickhofer der rebmannJocob Büttickhofer kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Jocob Bütikhofervon Mossiedorff uss Bern bieth, der rebman burger, Cuoni von Löwenhusen tochterman (fol. 1 verso) für anderes Urfehdeverfahren Demnach und er über sin vergethone urphet liederlichen und übell husshaltet, für und für bym fuormann genant Heinj mit der roten nassen, inn sinem huss ligt zetempffen, tag und nacht voll, ist acht tag und und acht nëcht mit gfenckniss gstrofft und uff Sambstag den 25ten Meygens ditz 66 jars, gnediglichen wider ussglossen hatt den innhalt gmeyner urphet dorby ouch geschworen, das er alle zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser myden, ouch inn und usserthalb der Statt Basell gar kein spyl thuon, wie dann sin vor drige urphet usswysst, die im vorgelessen worden, das er dieselb starck und vest halten solle, dorzuo ouch nützit versetzen verpfenden noch verkouffen solle, one der oberkeit wüssen und willen. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

das er alle zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser myden

Paulj Bylger der rhatsknecht

Brucker – 1 °Paulj Bylger der rhatsknecht Demnach und unser Gnedig Herren in, uss gnaden an das rhatknechts ampt kommen lossen, und man sich zuo im ver sëchen, er würde sich der liederlichen gsellschafft abthuon, so ist doch er mit sinem liederlichen husshalten fürgefaren, +- saltz, stockvisch, häring und wyn, uff borg gnommen, sich an unnütze gsellschafft gehenckt, ettwan onerloupt inn die dörffer zogen zefüllen, sines diensts nit acht ghept, und innsonderheit diewyl er sich dermossen mit wyn überladen das er uff dem Höwberg an der gassen glegen wie ein onver nünfftig thier. Ist er inn gfenckniss gleyt und uff Mentag den 12ten Augstmonats ditz 66 jors mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, das er sich hinfürter der liederlichen onnützen gsellschafft als Symon Helden, Daniel dess glasers, Hanss Jocoben ob, und anderer, entschlagen und abthuon, und dess tëmpffens und füllens, so er bisshar frü und spot getryben, müssigen, und anderst husshallten, dorzuo onerloupt unserer Gnedigen Herren, oder dess obersten knechts vorwüssen nit uss der statt inn die dörffer ziechen. Dessglichen solle er sich yetzt glich inn thurn heym verfügen und warten biss er wyther, durch unser Gnedig Herren beschickt wirt, und was im als dann wyter anzeigt, wie er sich halten, das er demselben trüwlichen nochkommen solle. Niclaus Im Hoff Notariussubscripsit

Alkoholmissbrauch

und innsonderheit diewyl er sich dermossen mit wyn überladen das er uff dem Höwberg an der gassen glegen wie ein onver nünfftig thier

Johannes Eblinger Predicant zuo Bencken

Uolin – 1 °Johannes Eblinger Predicant zuo Bencken Die Herren Deputaten und Rector der universitet, haben in lossen inn gfenckniss legen, von wegen das er gon Wyters wyler inn Solothurn pieth uff die kylbe gangen, doselbst sich mit wyn überladen, und ein ergerlich leben gfürt. Ist uff Mentag den 12ten Augstmonats ditz 66 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, das er sich solliches übertrinckens abthuon und sonderlichen der würtzhüsern sich gëntzlichen abthuon solle. Niclaus Im Hoff Notariussubscripsit

Alkoholmissbrauch

doselbst sich mit wyn überladen, und ein ergerlich leben gfürt

Jocob Mëtzler von Schnetzenhusen, am Bodensee, inn die Landtvogty Ravenspurg gehörig, ein wagner knecht.

Pauli Bylger – 1 °Jocob Mëtzler von Schnetzenhusen, am Bodensee, inn die Landtvogty Ravenspurg gehörig, ein wagner knecht. Demnach und er uff Mentag noch Sant Verenen tag nechstver schynen sich mit wyn überladen, heym zogen tobet und gewütet, ettliche böse schwür ussgossen, und im spittal gegen sines meisters huss über, ettlich schyben zerprochen, und sich gantz wyldt gestellt ist er gfencklichen angnommen, und als in der stattknecht angriffen hatt er im schmëchlichen zuogeredt, er sige nit würdig das er in füre. Nachdem nun die kuntschafft verhört, hatt man in uff sin underthenige pitt, uff Mittwochen den 11ten Septembris ditz 66 jars, mit gmeiner urphet, gnediglichen wider ussglossen, das er hie wider wercken möge, dorby er ouch geschworen, das er die + schyben im spittal, so er zerprochen wider machen, und den costen dieser thurnlösj und der kuntschafft halb uff geloffen abrichten solle, hatt hiemit auch sich bekant, das er den stattknecht onbillichen geschmëcht, er wüsse nützit anders von im denn alles guots. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

sich mit wyn überladen

Elssbeth Trölerj von Bern

Thoubhüslin – 1 °Elssbeth Trölerj von Bern Diewyl diese gmeyne metz uff dem heyssen stein gsessen und mit wyn überladen gsin, ist sy ins Thoubhüslin gleyt und uff Mittwochen den 25ten Septembris ditz 66 jars mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby auch geschworen das sy sich von statt und landt Basell hinweg thuon und darin onerloupt nit kommen soll by peen des halsysens und schwemmens. Niclaus Im Hoff Notariussubscripsit

Alkoholmissbrauch

Diewyl diese gmeyne metz uff dem heyssen stein gsessen und mit wyn überladen gsin

Michel Häner von Rigoltzwyl

Bylger - 1 ° Michel Häner von Rigoltzwyl Alsdann im und andren würten uff dem landt, durch den ober vogt, by viertzig pfunden verpotten, kein andren wyn, dann den sy by unsern Gnedigen Herren erkouffen, zeverkouffen, hatt dieser über sollich verbott, ettlichen wyn, so siner frowen inn die kindtbettj geben wie den alten wyn verkoufft. Desshalben er inn gfenckniss gleyt, umb 5 lb gestrofft, und uff Mentag den vierdten Novembris ditz 66 jars mit gmeiner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch ge schworen, das er die bemelte stroff dem obervogt überlyferen solle, und hinfürter allen botten und verbotten gehorsamen solle. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Ungehorsam

hatt dieser über sollich verbott, ettlichen wyn, so siner frowen inn die kindtbettj geben wie den alten wyn verkoufft

Kylion Keller von Koburg, ein lyniweber

Uolin – 1 ° Kylion Keller von Koburg, ein lyniweber Diewyl er sich dermossen mit wyn überladen, das er mit züchten zehören denselben wider von im geben, ist er inn gfenckniss gleyt, und uff Fritag den 15 des Augstmonats ditz 67 jars, mit gmeyner urphet gned iglichen wider ussglossen. Und im darby anzeigt, wouerr er hie plyben welle, solle er sich anderst halten und tragen. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

Diewyl er sich dermossen mit wyn überladen, das er mit züchten zehören denselben wider von im geben

Hans Müller von Önsingen Solothurner pieth ein fryat

Toubhüslin – 1 ° Hans Müller von Önsingen Solothurner pieth ein fryat Diewyl er sich uff Zinstag zoben nechstverschynen dermassen mit wyn überladen, das er denselben mit züchten zehören by Kouff huss wider von im geben, ist er ins Thoubhüslin gleyt, und uff Sambstag den 6ten Septembris ditz 67 jars, mit gmeyner urphet nochdem er die stroff der 5 lb abbüsst, gnediglichen wider ussglossen, und darby gwarnet, das er sich hinfürt wouerr er hie wonen wölle, anderst halten und tragen solle. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

Diewyl er sich uff Zinstag zoben nechstverschynen dermassen mit wyn überladen, das er denselben mit züchten zehören by Kouff huss wider von im geben

Claus Friderich, der rebmann

Hans Rorer - 1 ° Claus Friderich, der rebmann Alsdann Jocob Kopp, der gremper sich vor unseren Gnedigen Herren erclagt, das er in by nechtlicher wyl, als er inn der trotten an Steinen, by sinem wyn plyben wöllen, mit schlüsslen übell geschlagen, und nochmalen mit einem hefell in gar zeboden gschlagen, ist er inn gfenckniss gleyt, umb 5 lb stebler gestroff, die er erleyt, und uff Mentag den 15 des Septemb ris ditz 67 jars, gnediglichen wider ussglossen, hatt den innhallt gmeyner urphet, darby ouch geschworen, das er gedochtem gremper wann er in mit recht werde anlangen, eines rechtens sin wölle. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Körperverletzung

das er in by nechtlicher wyl, als er inn der trotten an Steinen, by sinem wyn plyben wöllen, mit schlüsslen übell geschlagen, und nochmalen mit einem hefell in gar zeboden gschlagen

Hans Jocob Ehinger der wollweber Mathiss Ehinger dess wollwebers son

Hans Rorer – 1 ° Hans Jocob Ehinger der wollweber Mathiss Ehinger dess wollwebers son Demnach und er uff Sant Michaels tag nechstverschynen, mit sinem vatter znacht geëssen, sindt sy noch dem nachtessen, miteinandren uneyns worden, und ein sollich gschrey und thümmell anghept, dermassen zesammen gschlagen, und ein ungestüm wesen tryben, das die nachburen darwüschen müssen louffen, da dieser sich nit wellen stillen lassen, sonder geredt sin vatter habe in gschlagen wie ein schelm und dieb, und sin muoter sige ein schnuor, und vomselben an die nachburen gerothen, gsagt, sy sigen schelmen und bösswicht dessen ouch sich nit settigen lassen sonder morndes sinen noch buren wider schmëchlichen zuogeredt desshalben er nün tag und nëcht, inn gfenckniss glegen, und wie wol unser Gnedig Herren, von solliches sines schandtlichen wesens wegen, in für recht zestellen, wol befugt gsin, haben sy doch sines vatters fürpitt, und sin jugent angesechen und in uff Mittwochen den achtisten Octobris ditz 67 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen. Darby er ouch geschworen, das er yetzt den nechsten zuo sinem vatter und muoter keren und für sy uff die knüw fallen, umb verzychung pitten, und sagen er wüsse von inen nützit anders, dann als von frommen elteren, alle eer, liebs und guots, und demnach solle er heym inn sin huss gon, im huss plyben, und onerloupt nitt für die thüren usskommen, weder sontags noch werch tags, frü oder spot, sonder sich im huss, still halten, das sich niemants ab im beschwëren möge. Dessglichen nochmalen alle zünfft, gsellschaften, würtz, wyn und kochshüser myden, allein inn sinem huss, by siner frowen essen und trincken. Darzuo ouch kein gwer, weder tags noch nachts, dann allein ein abbrochen brot messer, by oder an im tragen solle. Hiemit er ouch sich bekannt hatt, das er von sinen nochburen, denen er schmëchlichen zuogeredt nützit anders dann als von frommen redlichen nochburen, alle eer liebs und guots wüsse. Niklaus Im Hoff Notarius

Wirtshausverbot

alle zünfft, gsellschaften, würtz, wyn und kochshüser myden, allein inn sinem huss, by siner frowen essen und trincken

Hans Rumey von Luckaris ein kemifeger

Thoubhüslin – 1 ° Hans Rumey von Luckaris ein kemifeger Diewyl er sich uff gestrigen tag, uff dem heysen stein, am Korn merckt dermassen mit wyn überladen, das er denselben mit züchten zehören, wider von im geben, ist er ins Thoubhüsslin gleyt, um uff Mittwochen den 8ten Octobris ditz 67 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen. Sampt ernstlicher warnung, wo er sich wyther übersechen, werde im ein stroff zuor andren geben werden. Niklaus Im Hoff Notarius

Alkoholmissbrauch

dermassen mit wyn überladen, das er denselben mit züchten zehören, wider von im geben

Thomman Scherer von Langenthal uss Bern pieth

Thoubhüsslin – 1 ° Thomman Scherer von Langenthal uss Bern pieth Alsdann er uff Sontag verschynen, dem jungen Hanss Lantz von Rorbach, mit einem wagen ins Bryssgöw sollen faren, hatt er sich Zuom Hirtzen, dermossen mit wyn beladen, das er bym Inneren Eschamer thor, nyder gfallen, und im wuost glegen wie ein onvernünfftig thier, und den wagen lossen fürfaren. Desshalben er ins Thoubhüslin gleyt und uff Mittwochen den 22ten Octobris ditz 67 jars mit gmeiner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, das er sich heym inn sin vatterlandt thuon, und unser Gnedig Herren, zuo statt und landt Basell ongeirrt lassen solle, und onerloupt nit harin kommen, er halte und trage sich dann, das man für in schribe, doran unser Gnedig Herren kommen mögen. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

mit wyn beladen

Theus Langhans der stattknecht

Wasserturn – 1 ° Theus Langhans der stattknecht Diewyl er sich im Schërben gesslin bym besetzer, mit wyn überladen das er by Sant Andress, uff der gassen im lëtt glegen, und hefftig pluotet. Und als man in befrogt wers im thon habe, hatt er anzeigt, dry studenten habent in also gehouwen, wie man aber der sach bass nochgfrogt, ist es nützit gsin, sonder ist vor völle des wyns, an einem stein ein wunden inn kopff gfallen. Desshalben er dry tag inn Wasser thurn gleyt, und uff Mittwochen den 22 Octobris ditz 67 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, sampt ernstlicher warnuong das er sich des übertrinckens abthuon, und unserer Gnedigen Herren geschefften warten solle, oder im werde, ein schwërers uff den halss wachssen. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

mit wyn überladen

Vortäuschung falscher Tatsachen

als man in befrogt wers im thon habe, hatt er anzeigt, dry studenten habent in also gehouwen, wie man aber der sach bass nochgfrogt, ist es nützit gsin, sonder ist vor völle des wyns, an einem stein ein wunden inn kopff gfallen

Adam Ernj der zoller an der Wysenbruck

Hanss Rorer – 1 ° Adam Ernj der zoller an der Wysenbruck Diewyl er sich zuo Wyl dermossen mit wyn überladen, das er im Höltzlj am herdt glegen wie ein unvernünfftig thier, und mëngerley volck inzücht und im zollhuss zeren losst, als ob es ein würtzhuss wëre, ist er übernacht inn gfenckniss gleyt und uff Sontag den andren Novembris ditz 67 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider uss glossen, und im darby mit allem ernst anzeigt, das er hinfürter dess zolls trüwlichen warten solle, nit gon Wyl, oder an andere ort ziechen noch im zollhuss tëmpffen und zeren lossen, oder man werde in dess diensts urlouben. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

dermossen mit wyn überladen, das er im Höltzlj am herdt glegen wie ein unvernünfftig thier

Hans Jocob Diener von Pfefficken uss der graffschafft Kyburg, ein küffer

Hans Rorer – 1 ° Hans Jocob Diener von Pfefficken uss der graffschafft Kyburg, ein küffer Alsdann er uff Sontag verschynen, von Intzlingen harin kommen. inn einem büttkj epffell tragen, und Meister Augustin Trutwyn der rhäten , wyn geben, ist er mit einem trucker doselbst hin gangen zeren, dry moss wyns getruncken, angfangen toben und wüten, Gott übell gelestert, sich nit wellen stillen lossen. Also das in dry müssen füren und tragen, das sy in nit wyther dann biss uff Spalenthurn mögen pringen, doselbst er mit züchten zehören sich erprochen. Und wiewol unser Gnedig Herren befügt gsin, in an ein recht zestellen, haben sy doch im uff sin undertheniges pitten, gnad bewyssen, und allein fünff pfundt zuor stroff uffgleyt. Ist uff Mittwochen den fünfften Novembris ditz 67 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, das er statt und landt Basell, so lang und vyl myden solle, biss er die bemellten fünff pfundt stroff erleyt. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Anwesend bei Tat

Meister Augustin Trutwyn der rhäten

Alkoholmissbrauch

dry moss wyns getruncken

Jocob Wagner von Zuntzgen

Uolin – 2 ° Jocob Wagner von Zuntzgen und ° Barbell Buserj von Dietisperg Die Herren Eerichtere haben sy beyde übernacht inn gfenckniss legen lossen und yedes theyl umb zwen gulden gstrofft, von wegen das sy schympfflichen hinder dem wyn, mit der heyligen ee, umb gangen, sindt uff Mittwochen den 14 Jenners ditz 68 jors, mit gmeyner urphet, gnediglichen wider ussglossen. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Ehebruch

von wegen das sy schympfflichen hinder dem wyn, mit der heyligen ee, umb gangen

Benedict Löffell von Erlach der murer burger alhie

Thoubhüslin - 1 ° Benedict Löffell von Erlach der murer burger alhie Diewyl er uff gestrigen Sonntag sich der massen mit wyn überladen das er bym Kornmerckt brunnen, zuom andren mal zu boden gfallen also das im mund und nassen pluotet, ist er ins Thoubhüslin gleyt, und uff Mentag den 29 Mertzens dit 68 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, wann man im desshalben für ein Ersamen Rhat pieten wirt, das er gehorsam lichen erschynen wölle. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

sich der massen mit wyn überladen das er bym Kornmerckt brunnen, zuom andren mal zu boden gfallen also das im mund und nassen pluotet,

Samuel Bechtlj burger alhie

Wasserthurn - 1 ° Samuel Bechtlj burger alhie Demnach und er liederlichen und übell husshaltet, hin und wider inn wincklen sytzt zespylen, und wann er vom wyn toll unnd voll, heimkommen, und im sin eefrow ingeredt, hatt er sy gstossen und gschlagen. Dorumb er dann ettwann für die Bannherren beschickt und nochmalen für ein Ersamen Rhat, beschickt, daselbsten er fürgeben er und sin frow sigent eins. Doran aber nützit gsin, sonder ist den nechsten wider inn alten fuossstapffen getretten. Desshalben er mit gfenckniss dess Wasserthurns 10 tag und 10 necht gstrofft, und uff Sambstag den dritten Aprilis ditz 68 jars mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossenn. Hatt darby ouch geschworen das er biss Sambstag nechstkünfftig 10 lb stebler unsren Gnedigen Herren, ans brett, erlegen, und hinfürter sich solliches lieder lichen husshaltens abthuon, mit siner eefrowen fridsam und tugent lich leben solle, wie einem redlichen burger zuostot, und sich flyssiger zuom wort Gottes, dann aber bisshar beschechen, verfügen wölle. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

vom wyn toll unnd voll, heimkommen,

Elsbeth Jackj von Bëtterlingen

Thoubhüslin- 1 ° Elsbeth Jackj von Bëtterlingen Diewyl disse gmeyne mëtz, uff den heyligen Ostertag, sich dermassen uff den Kolenberg mit wyn überladen, das man sy ins Thoubhüslin hatt tragen müssen, ist sy uff Mittwochen den 21 Aprellens ditz 68 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen das sy sich von statt und landt Basell hinweg thuon, und darin onerloupt nit kommen noch sich finden lassen solle, by peen dess halsysens und schwemmens. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

sich dermassen uff den Kolenberg mit wyn überladen,

Elsbeth Harg meygerin von Zuomicken ob Zürich

Thoubhüslin - 1 ° Elsbeth Harg meygerin von Zuomicken ob Zürich Diese luontz, ist im wynhuss Zuom Hasen gsessen sich mit wyn gfüllt, das sy mit züchten zehören under den tisch gharnet, und darnoch onverschampt uff dem Kornmerckt ir notturfft thon, desshalben sy ins Thoubhüslin gleyt und uff Mittwochen den 26 Meygens ditz 68 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, das sy sich von statt und landt Basell hinweg thuon, und darin onerloupt nit kommen solle, by peen dess halsysens und schwemmens. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshaus

wynhuss Zuom Hasen

Alkoholmissbrauch

sich mit wyn gfüllt,

Lux Yegenstetter von Freyssingen uss dem Beyger landt, so predicant zuo Langenbruck

Kärcker ° Lux Yegenstetter von Freyssingen uss dem Beyger landt, so predicant zuo Langenbruck gsin Diewyl er sich uff einer hochzyt, mit wyn überladen, das er den selben, mit züchten zehören, wider von im geben. Dessglichen mit einem buren uneins worden, und schmëchliche wort tryben, inn sonderheit ouch darumb das er zuo einem solothurnischen priester gseyt, mit groben worten er schisse im, inn die mess und das sacrament. Ist er durch die Herren Deputaten inn Kärcker zuon Augustineren erkant, und uff Mittwochen den 19 May ditz 68 jars, mit gmeyner +  urphet, gnediglichen wider ussglossen, und im darby anzeigt, das er sines diensts entsetzt und aller dingen geurloupt sin solle, und sich kemer sachen wyther underziechen solle, sonder biss Pfingsten nechstkomment rummen, und hiezwüschen sich fridsam und wol halten solle. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

mit wyn überladen

Iohannes Bachteler husshalter im undren Collegio

° Iohannes Bachteler husshalter im undren Collegio Demnoch und er sich yemerdar mit wyn überfüllt, sin ee frowen dess schultheyssen schnuoren nempt, und Gott übellëstert und ein gantz ungeschickt leben im Collegio fürt, ist er an ysen glegt worden, und doch desselben uff ettlicher frömbder Herren pitt, gnediglichen wider ussglossen. Doch der gstallt wie er dann einen eydt, vor Herrn Magnifico Domino Rectors und Domino Huldrico Corrio Decanis, geschworen, wann er sich hinfürter solcher dryer stucken eines oder des andren übersechen, und mit siner alten wyss fürfaren, so solle er geurloupt sin. Actum den 19 May anno 68 Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

mit wyn überfüllt

Hans Cüntzle der rebmann diser zyt knecht Zuor Kreygen.

Rorer - 1 ° Hans Cüntzle der rebmann diser zyt knecht Zuor Kreygen. Diewyl er liederlichen und übell husshaltet, hin und wider inn die winckell zücht zeren, Gott geb, wie die gsellschafft versechen werde, und mit siner frowen unfridsam lept, und iren getröwt ëin flügell vom lyb zehouwen, ist er inn gfenckniss gleyt, und uff Mittwochen den 26 Junij ditz 68 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt darby ouch geschworen, das er alle zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser, ouch all gassenwürt myden, allein doheymen und uff siner zunfft essen und trincken, dess glichen kein gwer onerloupt, weder tag noch nacht by noch an im tragen solle, und hinfürter mit siner eefrowen fridsam leben und bass husshallten solle, oder man werde im ein lybsstroff anthuon. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

alle zünfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser, ouch all gassenwürt myden

Ruodolff Ritter der bermenter

Uolin - 1 ° Ruodolff Ritter der bermenter Ruodolff Ritter kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Ruodolff Ritter der bermenter (fol. 89 verso) für anderes Urfehdeverfahren Demnach und er mit siner eefrowen gar unfridsam lept, übell husshaltet, und Hanibal Ritters seligen kinden, deren vogt er gsin ire gülltbrieff versetzt, und sonst gross schulden gmacht, ist er inn gfenckniss gleyt. nd nochdem er sine schulden und gegenschulden anzeigt hatt man in uff Mentag den 28 Junij ditz 68 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen, das er lyb und guot nit verenderen solle, so lang biss er sinen vogtkinden ire gültbrieff wider lösst und lediget, und dieselben einem andren vogt, der inen geordnet wirt, überantwort. Dessglichen das er mit sinen schuldtvorderen, güttlich oder rechtlich überkommen, das er ouch alle zunfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden, und allein sich siner zunfft gepruchen, und hinfürter sin hantwerckh mit allem ernst tryben. ouch mit siner eefrowen fridsam und tugentlich leben solle. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

zunfft und gsellschafften, würtz, wyn und kochshüser myden

Mathis Keller von Lutzern ein schryner gsell

✤ Nüwe ZalThoubhüslin - 1 ° Mathis Keller von Lutzern ein schryner gsell Diewyl er sich uff Donstag nechstverschynen, dermassen mit wyn überladen, das er denselben, mitt züchten zehören, wider von im geben, und inn der Privaten uff der Rinbrucken glegen, wie ein onvernünfftig thier. Ist er inns Thoubhüsslin gleyt, und uff Sambstag den dritten Julij ditz 68 jars, mit gmeyner urphet, gnediglichen wider ussglossen. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

dermassen mit wyn überladen

Hans Setztenstoll der huofschmidt

Brucker - 1 ° Hans Setztenstoll der huofschmidt Demnach und er sich gegen siner eefrowen onfridtsam haltet, sich dem wyn ergibt und wann er heym kompt, tobet und wütet er. Desshalben er inn gfenckniss gleyt, und uff Mentag den 11 Octobris ditz 68 jors, mit gmeyner urphet, gnediglichen wider ussglossen. Dorby er ouch geschworen, das er sich hinfürter gegen siner eefrowen, siner schwiger und schwëcher, anderst dann bisshar halten und tragen, dann wo er sich mit wyn überladen, und davon ungeschickt, das wythers clag von im komme, werde man in, mit dem Wasserthurn, und ouch sonst hertenglichen stroffen. Niklaus Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

sich dem wyn ergibt und wann er heym kompt, tobet und wütet er

Stoffell Lystig der kürsner

Brucker - 1 °Stoffell Lystig der kürsner Demnoch und er den burgeren bisshar umb lon gewacht, und der mertheyl, mit wyn überladen uff die wacht kommen, hatt er inn verruckten tagen, mit dem wachtknecht ein zanck anghept, im Bastean Cuonraten den stattknechtBastean Cuonraten kommt in anderen Urfehdeverfahren vor, siehe die Urfehdeeinträge Bastean Cuonrat der stattknecht (fol. 96 verso) und Bastean Cuonrat so ein stattknecht gsin (fol. 100 verso) für andere Urfehdeverfahren anzogen, und gseyt, es sige einer wie der ander, und ein onruow uff den wacht angfangen. Desshalben er inn gfenckniss zwen tag und zwo necht gleyt. Ist uff denKarfritag ditz 69 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossenn, hatt dorby ouch geschworen, das er hinfürter onerloupt nit mer umb lon wachen, sonder der wacht müssig gon solle, er wache dann für sich selbs. Und hiemit sich bekannt, das er von unserer Gnedigen Herren dienern, nützit anders dann alle eer liebs und guots wüsse. NiclaussIm Hoff subscripsit

Ungetreue Amtsführung

mit wyn überladen uff die wacht kommen

Mathys Gütinger dess lëbkuchers

Uolin - 1 °Mathys Gütinger dess lëbkuchers verschribne urphet.Aussage gehört zu Urfehdeeintrag Diewyl dann obgenanter Mathys Gütinger (fol. 104 verso) Ich Mathys Gütinger der läbkücher, diser zytt burger unnd wonhafft zuo Basell, bekhenn unnd vergich vor aller menglichem mitt disem brieff, als ich mich dann leider uff Sonthag den zwentzigsten tag ver schinnes Mertzenmonats, diss loufenden nün unnd sechstzigesten jars, so hoch ubersechen, das ich über unnd wider guott bericht unnd recht, so bisshar, inn einer statt Basell mencklichem widerfharen unnd gehallten worden ist. Nach genomnem nacht imbis uff dem zunffthuss Zuom Bären alhie, da sich ettwas widerwellens zweüschen mir, unnd PetterHansen Rietschj dem gygenmacher minem mittburger zuo ge tragen, wie aber desselben gestillet, unnd alls mir volgents durch den zunfftknecht hinab gezündet worden unnd ich biss inn hoff kommen, bemellten PeterHansen mitt frauenen bösen worden, hinab sich mitt mir zeerschlachen gevordert, des ich mich nitt settingen sonders nach dem ich min strass zeziechen zuogesagt mich zuor zunfft hinuss gethon, dasselb by nacht und by näbell uff Fryen Strass, eignen fürgevasten fravels uff obgUnsichere Lesung gezognen Peterhansen gewartet. unnd als der selbig ouch heim gon wöllen, ime unverstehenlich geschlagen, verwundet unnd herd vellig gemacht. Über das alles, demnach die orden liche wacht, so gemeiner burgerschafft, von einer Hochwyssen Ersammen Oberkheitt, minen Gnedigen Herren, zuo guottem angesehen, darzuo kommen mir den friden gebotten, und mich stillen wöllen, hab ich mich denselben (wie aber einem jeden burger zethundt gebürth.) zehallten widersetzt, unnd dermassen mitt houwen, unnd schlachen fürgefaren, dass sich ouch dieselb, sampt ettlichen andern eeren burgern, die mir glycher gstalten friden gebotten minen erweren müssen, vonn wöllichen bösen fürsetz lichen frauenen handlungen wegen, die edlen strengen frommen westen, fürsichtigen ersamen unnd wysen Herren Burgermeister unnd Rhat der statt Basell min gnedig lieb Herren, wie das frommer Oberkeitt wollgepiert, mich billich inn ir gfangenschafft annemmen lossen, unnd inn recht beclagt, da min nochgehörter miner antwort unnd entschlussesUnsichere Lesung, das ich sollichen handell mitt minem lyb unnd guott verbessern, und denselben min lyb unnd guott wollgedachten minen Gnedigen Herren, vervallen sin sölle. zuo recht erkhant unnd gesprochen. Derhalben bedachte min Gnedig Herren, gutt fuog, macht unnd gewallt gehapt, mich nach strenge des rechten, an einem lyb und guott zestraffen. Das sy aber nitt gethon, sonders habent ein Gnedig Herren, uff min underthänigist gnad begeren, mich miner hussfrouwen unnd fründtschafft desglichen einer ersammen gsellschafft von büchsen schützen unnd miner nochpuren ernstliche pitt, mir gnad unnd barmhertzigkeitt rychlich mittgetheillt, die strenge gegen mir underlassen. unnd mich mitt ge dingen, das ich vonn stundt an, (wie ich dann gethon.) hundert pfundt stebler, irem gmeinen guott zuo rechter pen geben. Darzuo mich glych an gentz und starcks von der gefangenschafft, inn min behussung thuon, mich inn derselben enthallten unnd uss ira, es werde mir dann durch ir Ersamen Wyssheitt, uss sondern gnaden erloupt mitt kommen unnd wann mir solliche erloubung nochmallen von ir streng ersam wyssheitt gnedencklechen vergöndt, und ich uss bemellter miner behusung wandlen wirt, das alls dann ich alle zümfft ussgenommen die mine, desglichen alle wyn würtz hüser gmein und gsellschafften myden sonderlich aber mich aller spillen, sy syend klein oder gross müssigen, unnd darzuo kein ander gwerr dann ein abgebrochnen stumpff brotmesser, an mir tragen solle, usser ir gfangenschafft, und vorange regter urtheill gnedigklichen kommen losen, wöllicher hochbewisener gnad ich inen diemüttnigklichen danck sagen. Das ich uff solliches fry und ledig aller banden, unnd gefencknuss woll bedacht und mitt rechtem wüssen, einen eid mitt erhabenen fingern unnd vorgesprochenen worten, zuo Gott dem Allmechtigen geschworen hab, die obgemellt gfencknuss, zuo sampt dem so wie obstot, mitt recht uber mich erkhannt unnd was sich darinn unnd darunder zwüschen minen Gnedigen Herren der statt Basell vorgenant, unnd deren ver wanten mitt worten unnd werckhen begeben unnd verlouffen hatt, wie und inn was gstallt joch das zuogangen unnd beschechen ist, gantz nützit ussgenemmen noch vorbehallten gegen denselben minen Gnedigen Herren, Burgermeister und Rhat der statt Basell ir gnoden nochkommen, und allen denen, so iren jetz oder harnoch zeversprechen stand, ouch allen denen, so under disem handell unnd gfangenschafft und was sich darinn zuogetragen verdacht hafft, und gewendt sindt, und sin mögend, und insonder heitt gegen obgenantem Peterhansen Rietschj, nun unnd hienoch zuo eewigen zyten unnd tagen, durch mich noch andere von minentwegen weder zuo äffern ze anden noch zerechen, ouch desshalben wider sy die iren, noch die so abstand, sampt noch sonders niemermehr erwencklich zereden noch zethundt noch darumb an niemandem vorderung haben noch fürzenemmen, weder mitt worten, werckhen rhäten noch gethaten, heimlich noch offenlich, mitt noch one recht, oder gerichten, geistlichen noch welltlichen fuss noch so, inn khein wyss, noch ouch solliches zegeschechen, weder verhengen noch gestatten. Sonders hierumb ein gestrack uffrecht, redlich urfech war, stet vest unnd unverbrochenlich eewencklich zehallten. Dartzuo weder disenn einen geschwornen eid, urfech, und verpflichtung, kein appellation, be rüffung inndulltUnsichere Lesung, dispensation, absolution, noch relaxation, für zenemmen zuoerwerben, noch zuerlangen weder von Bapsten Keisern Konigen Fürsten Herren Legaten Penitentiaren, noch andern des gewallthabenden durch mich oder ander mittellpersonen, durch recht noch gethat, inn was sich oder gestallt joch das usspracht oder uss, unnd von sondern gnaden, unnd eigner be wegung, die gegeben unnd verlichen, dardurch diser min gethoner eid, gantz oder zum theill uffgehept und ge milltert werden möchte, sonders gestracks one mittell darby zeplyben, und ob sach were, darvor mich Gott der Allmechtig behüte, das ich disen minen eid unnd urfech, nitt hielte, sonders den dheinest, inn einem oder mer stuckhen, übenseche, darwider thäte, wie oder inn wollich weg sich das fügte, oder begebe, worden oder werckhen halb. Das dann ich Mathis Güttinger, noch sollichem uberträtten von stund an ein meyneydiger verurtheillter, und verzellter man geheissen unnd sin solle, allso wo und an wöllichen orden, enden, stetten, schlossen merckten dörffern uff wassern oder landen, und deren gerichten, ich beträtten unnd behept, unnd diser brieff oder dessen gleüplich urkhundt, transumpt, oder videmus uber mich erzeigt. Das ich dann on alle clegt, und wyther berechtigen, als einer der sin lyb unnd läbenn woll verwürckt hatt, unnd deshalb nützer unnd weger vonn der wält gethon sin soll dann darby verlossen, all ein meyneydiger verurtheillter mann, mitt dem schwert von dem läben zuom tod gerichtet werden solle. Vor sollichem sol min lyb laben hab, unnd güttere die ligenden und varenden gentzlich und gar nichts beschirmen, kein gericht noch recht geistlichs noch welltlichs, weder der Fersten Herren stetten, noch des landes, kein fryheitt, fryrecht, gnad sitt noch gewonheitt, usszüg fündt, list, sachen noch ge werte, so hier wider sin und erdacht werden möchten dann ich mich der aller samt dem rechten, ze gmeiner verzychuong da nitt ein sondere vorgott widerspricht, verzigen hab, als ich mich ouch der aller verzych und begyb, inn crafft diss brieffs des alles zuo gezgknuss, und warem offnem urkhundt so hab ich Mathis Güttinger mitt flyss und ernst gepatten und erpatten, die Erwürtigen Edlen und Gestrengen Vesten Herren Sigmundt von Pfirt, thuomprobst, und Jerg von Angelach thütschordens und statthaltern dess thütschen husses zuo Basell min gonstig frend lieb Herren, das sy ire eignen anerpornen insigell, mich vorbemellter dingen damitt zuoübersagende, gehenckt haben an disen brieff, wolliches wie vorgenante, Sigmundt von Pfirt thuombrobst und Jerg von Angelach thutschordens uff pitt wie angezeigt, das uns und unseren erben one schaden gethon haben, bekhennen, geben und be schechen uff Zinstag de 9. tag Meygens, als man zallt von Christj Jesu unsers einigen Heiland gepurth 1569 jar.

Wirtshausverbot

alle zümfft ussgenommen die mine, desglichen alle wyn würtz hüser gmein und gsellschafften myden

Marx Riecher der scherer

Ylidorffer -1 °Marx Riecher der schererMarx Riecher kommt in einem anderen Urfehdeverfahren vor, siehe Urfehdeeintrag Marx Riecher der schwerer (fol. 93 verso) für anderes Urfehdeverfahren Demnach und er mit siner eefrowen, gar unfridsam lept, unnütze liederliche gsellschafft, inn sin huss zücht tëmpfft und prasst, tag und nacht toll und voll, darnoch mit plossem gwer über sin frowen zuckt, sy übell schlacht und stosst, Gott übell lestert. Ist er inn gfenckniss gleyt, und nochdem er durch die Syben herren verhört, hatt man in uff Mittwochen den 18 Meygens ditz 69 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen, das er alle zünfft und gsellschafften würtz wyn und kochshüser, inn und usserthalb der statt vorab Hünigen, myden, nyenen anderswo essen noch trincken solle, dann allein daheymen inn sinem huss by siner eefrowen und uff siner eeren zunfft. zuo jors malen. Dessglichen das er weder tolchen tegen noch anders gwer, weder tags, noch nachts, nit by noch an im tragen solle, dann allein ein abbrochen brotmesser. Und das er der bösen gsellschafft müssig gon, sy nit behussen noch beherbergen solle. Sonder hinfürter husshallten solle, wie einem eemann gebürt. NiclausIm Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

alle zünfft und gsellschafften würtz wyn und kochshüser, inn und usserthalb der statt vorab Hünigen, myden, nyenen anderswo essen noch trincken solle

Benedict Sënn von Zuntzgen der müller

Uolin – 1 °Benedict Sënn von Zuntzgen der müller Die Herren Eerichter haben in lossen zwen tag und zwo necht inn gfenckniss legen und umb 5 lb gstrofft, von wegen das er Barblen Schoub von Wytisberg, ein glass mit wyn uff die ee procht nochmalen iren gleügnet, und schympflichen mit der ee umbgangen. Ist uff Mittwochen den 13 des Julij, ditz 69 jors, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossenn. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Bruch des Eheversprechens

ein glass mit wyn uff die ee procht nochmalen iren gleügnet, und schympflichen mit der ee umbgangen

Claus Hagenbach der moler

Ylidorffer – 1 °Claus Hagenbach der moler Demnach und er liederlichen und übell husshaltet, wenig werckht, wann er schon ein gerüst uffmacht, plybt er nit über ein stundt, zwo uff dem grüst, thuot sich darnoch zuom wyn, und losst sin frowen doheymen übell essen, und als man im solliches sines unnützen husshaltenshalb, für ein Ersamen Rhat gebotten, ist er gar onghorsam gsin, umb kein warnung nützit geben. Desshalben er acht tag inn gfenckniss gleyt, und uff Mentag den 18 des Julij ditz 69 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider ussglossen, hatt dorby ouch geschworen das er hinfürter anderst und bass, dann bisshar husshalten dessglichen wann man im bütet es sige wo hin es wölle, das er gehorsam sin solle. Dann wo er wider inn alten fuoss stapffen tretten, so werde im der Wasserthurn zetheyl werden. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Alkoholmissbrauch

thuot sich darnoch zuom wyn

Balthassar von Hertender schlosser.

Wasserthurn – 1 °Balthassar von Hertender schlosser. Demnach und er vor acht wochen, von wegen sines liederlichen üblen husshaltens, für ein Ersamen Rhat, gestellt und gantz vätterlichen gwarnet, davon abzeston, also das unser Gnedig Herren sich versëchen, er wurde sich besseren, so ist doch er den nechsten, wider inn sin alten fuossstapffen getretten, wider tëmpfft, prasst, sich toll und voll ge truncken, noch mitternacht heym kommen, sin frowen ge schlagen, gstossen, und ein sollich toub wësen tryben, das all sine nochburen onruwig worden. Desshalben er acht tag mit gfenckniss dess Wasserthurns gstrofft, und uff Mittwochen den 20ten Julij ditz 69 jars, mit gmeyner urphet, gnediglichen wider uss glossen, hatt dorby ouch geschworen, das er all zünfft gsell schafften, würtz, wyn und kochshüser, ouch all gassen wirt, myden es sige inn oder usserthalb der statt, nienen andersswo essen noch trincken, dann allein doheymen inn sinem huss, by siner eefrowen, und zuo den vier fronfasten uff siner zunfft, wann im gebotten wirt, dessglichen mit sinem schwoger und siner eefrowen, fridsam leben, siner werckstatt flyssig warten, und ettwan mer dann bisshar, zuom wort Gottes gon, dann er mit allem ernst gwarnet, wo er sich wyther mit siner ongeschickten wyss, übersechen solte, so werde man in so offt und dick, mit dem Wasserthurn stroffen, biss er zamm wirt. Niclaus Im Hoff Notarius subscripsit

Wirtshausverbot

er all zünfft gsell schafften, würtz, wyn und kochshüser, ouch all gassen wirt, myden es sige inn oder usserthalb der statt, nienen andersswo essen noch trincken, dann allein doheymen inn sinem huss

Uolrich Hugwaldt der wollweber.

Uolin – 1 °Uolrich Hugwaldt der wollweber. Ist von sines liederlichen üblen husshaltens wegen, das er siner eefrowen ein hübsch guot unnützlich verthon, er bym wyn sitzt, tempfft und prasst, und sin frowen doheymen schier hungers losst stërben, mit gfenckniss gstrofft, und derselben uff Donstag den 21 Julij ditz 69 jars, mit gmeyner urphet gnediglichen wider uss glossen, hatt darby ouch geschworen, das er sich all zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser, all gassen würt, myden, inn und usserthalb der statt, inn den umbligenden dörfern weder essen noch trinken, dessglichen der Schützen matten sich müssigen allein doheimen inn sinem huss, by siner eefrowen, und zuo den vier fronfasten, so im gepotten, uff siner zunfft, essen und trincken möge. Ouch hinfürter wercken, und anderst dann bisshar husshalten solle. Oder man werde in mit dem Wasserthurn, dem er yetzt kum entrunnen, dermassen straffen, das er ein andere wyss an sich nemmen wirt. Niclauss Im Hoff Notarius subscripsit

Übles Haushalten

sines liederlichen üblen husshaltens wegen, das er siner eefrowen ein hübsch guot unnützlich verthon, er bym wyn sitzt, tempfft und prasst, und sin frowen doheymen schier hungers losst stërben

Wirtshausverbot

das er sich all zünfft und gsellschafften, würtz wyn und kochshüser, all gassen würt, myden, inn und usserthalb der statt, inn den umbligenden dörfern weder essen noch trinken, dessglichen der Schützen matten sich müssigen allein doheimen inn sinem huss, by siner eefrowen

Heinricus von Schorrenburg uss Geldren

Brucker – 1 Ylidorffer – 1 °Heinricus von Schorrenburg uss Geldren und °Iustinus Calcar von Wesell Alsdann diese zwen studenten, zuo einem doctorat mal, zuor Cronen geladen worden, haben sy sich dermassen mit wyn überladen das sy, mit züchten zehören denselben wider von inen geben, desshalben Her Rector und Decanj, sy inn gfenckniss legen lossen, und uff Mittwochen den 24 Augstmonats ditz 69 jors, mit gmey ner + ner urphet gnediglichen wider ussglossen, und inen dorby an zeigt das sy den nechsten zuo Herren Rector keren, und daselbst wytheren bescheidt entpfachen. Niclauss Im Hoff subscripsit

Alkoholmissbrauch

haben sy sich dermassen mit wyn überladen das sy, mit züchten zehören denselben wider von inen geben