Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Thesaurus für archäologische Klassifikation, Projekt FERCAN Germania Inferior

Ziel dieses Thesaurus ist es, die epigraphischen, archäologischen sowie sprachwissenschaftlichen Begriffe zu erklären, zu definieren und sie in eine für den Benutzer sinnvolle Abfolge zu bringen. Neben der Beschreibung der epigraphischen und sprachwissenschaftlichen Fachtermini ist das Hauptaugenmerk auf die Beschreibung der Inschriftenträger, d.h. der Objekte, die mit der Inschrift versehen sind, gerichtet, besonders jedoch auf die Darstellung der einzelnen Gottheiten bzw. ihre Ikonographie. Es geht daher nicht um eine Aufgliederung nach Funktionalität bezüglich der einzelnen Elemente, sondern um ihre Gesamtverankerung in der versuchten ikonographischen Einordnung. Daher wurde bei der hierarchischen Aufschlüsselung des Thesaurus besonders auf die Kategorie Aussehen hingearbeitet, die sich mit der Erfassung der wesentlichen funktionalen bzw. bearbeitungstechnischen Merkmale der einzelnen Objekte befasst, die in weiterer Folge die Grundlage für das Vorhandensein der Gestaltungsmerkmale und der ausgearbeiteten Bildprogramme bieten. Die Analyse der einzelnen Bildmotive findet sich in genauer Ausarbeitung in der dem Projekt angeschlossenen Information. Auf Basis der hier zur Verfügung gestellten Datensammlung dienen die einzelnen Verschlagwortungen der besseren Orientierung der Benutzer. Diese Kategorie ist auf die riesige Variantenvielfalt der teilweise sehr prunkvoll reliefgeschmückten Votivaltre ausgerichtet und wird zwar in Sammelgruppen unterteilt, jedoch nicht mehr nach funktionalen Unterschieden, da dies nicht im Fokus der Untersuchung steht. Daher sind Unschärfen im Bereich einer funktionalen Unterscheidung vorhanden. In den einzelnen Abschnitten wird sehr wohl auf verschiedene Zusammenhänge und funktionale Unterschiede verwiesen, jedoch wird aufgrund des Schlagwortes nicht unterschieden.

SKOS/XML anzeigen


  • Funktionale Beschreibung (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.100000 )
  • Bildbeschreibung (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.200000 )
    • Frucht (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.210000 )

      Unter dem Begriff Frucht werden nicht nur Feldfrüchte wie Kornähren, sondern auch Obstarten und Nüsse verstanden, sowie auch Baumfrüchte wie Pinienzapfen im weitesten Sinne. Die Darstellung von Früchten erfolgt sehr oft oben auf den angebrachten Opferschalen der Altaraufsätze bzw. als Befüllung von diversen Körben oder Schalen bzw. Vasen, als Opfergabe oder als Attribut eines/einer Opferdiener/in bzw. einer Gottheit dargestellt werden kann. Hier treffen also verschiedene Funktionalitäten zu, die auch alle an einem Objekt tatsächlich auftreten können.

    • Architektur (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220000 )

      Unter dem Begriff Architektur ist das Vorhandensein einer architektonischen Ausgestaltung der Aedciula bzw. Nische zu verstehen. Dazu zählen bestimmte Gebäudeelemente, die teilweise nur an der Front auftreten, teilweise jedoch dreiseitig bis rundumlaufend auf Votivsteinen zu finden sind.

      • Giebel (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220100 )

        Der Giebel schließt den Altar ab. Es handelt sich dabei oft nur um eine kleine Giebelspitze, die meist mit Rosettendekor versehen ist. In dieser Eigenschaft gehört der Giebel als Bestandteil auch zur Kategorie Architektur und bildet einen wesentlichen Teil der Bekrönung bzw. des Aufsatzschmuckes.

        • gebrochener Giebel (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220110 )

          Ein gebrochener Giebel, der in der Architektur auch als „gesprengter Giebel“ bezeichnet wird, weist ein hohles Giebelfeld auf. Der Mittelteil ist frei gelassen, teilweise weil hier auch andere Schmuckelemente wie z.B. ein Muschelschloss eingefügt werden.

      • Kapitell (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220200 )

        Bei einem Kapitell handelt es sich um den oberen Abschluss einer Säule/einer Halbsäule/eines Pilasters.

      • Säule (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220300 )

        Es handelt sich um eine runde und freistehende Stütze innerhalb der architektonisch gegliederten Nischengestaltung von rundem Grundriss. Sie kann in die Bestandteile Kapitell, Schaft und Basis eingeteilt werden.

      • Halbsäule (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220400 )

        Im Gegensatz zur freistehenden Säule bezeichnet die Halbsäule eine Säule, deren Schaft nur zur Hälfte aus der Wand hervortritt.

      • Pilaster (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220500 )

        Ein Pilaster ist eine freistehende Stütze mit quadratischem bzw. viereckigem Grundriss, der sich ebenfalls in Basis, Schaft und Kapitell gliedern lässt.

      • Muschelnische (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220600 )

        Unter einer Muschelnische ist ein Deckendekor zu verstehen. Die halbkuppelartige Nischendecke eines Aedicula-Altars ist in diesem Fall mit den Rippen einer Muschel gegliedert. Diese Rippen enden teilweise spitz, aber auch in knaufartigen Verdickungen. Der Rand der Muschel kann gelappt wie bei einer Blume ausfallen, gewellt oder aber regenschirmartig zwischen den Rippen eingespannt.

      • Muschelschloss (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220700 )

        Das Muschelschloss bezeichnet das Gewulst, in das die Rippen der Muschel aufgehen. In stilisierter Form sitzt es im Zentrum der halbkuppelartigen Nische und schließt die Decke ab. Oft kommt das Muschelschloss als Ausfüllung eines gebrochenen Giebels vor. Das Vorhandensein eines Muschelschlosses muss jedoch nicht unbedingt auch das Vorhandensein einer Muschelnische bedeuten.

      • kanneliert (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220800 )

        Als kanneliert beschreibt man die Gliederung von Säulen, Halbsäulen und Pilastern mittels vertikaler konkaver Furchen in verschiedenen Ausprägungen.

      • Tempelarchitektur (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.220900 )

        Der Begriff Tempelarchitektur deutet darauf hin, dass sich am Votivstein auf drei Seiten bzw. auf allen vier Seiten (wenn der Stein rundansichtig war) architektonische Gliederungsmerkmale finden, die der jeweiligen Seite einen haus- bzw. tempelfrontartigen Eindruck geben. In diesem Fall ist das vermittelte Bild eines kleinen Tempelchens anzunehmen.

    • menschliche Figur (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.230000 )

      Eine Darstellung eines Menschen kann aufgrund des Geschlechts, der Attribute, der Tracht und der Gestik weiter unterteilt werden. Auch Gottheiten finden sich unter den Motiven, daher ist hier eine weitere Unterscheidung zur Darstellung der in der Inschrift verehrten Gottheit (Götterbild) zu treffen, die in ihren Begrifflichkeiten durch die Beifügung (Götterbild) oder (Gottheit) unterschieden werden. In der Verschlagwortung wurde eine derartig feine Abstufung jedoch nicht weiterverfolgt, was u.a. benutzungs- bzw. übersichtstechnische Gründe hat.

      • Büste (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.230100 )

        Eine Büste oder Brustbild zeigt eine menschliche Figur oder eine Gottheit von den Schultern bzw. der Brust aufwärts. In einem uns bekannten Fall erscheinen die dargestellten Gottheiten als Brustbilder.

      • männliche Figur (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.230200 )

        Es handelt sich nach Gestalt und/oder Tracht um die Darstellung eines biologischen Mannes. Bei diesem kann es sich sowohl um einen Gott als auch um einen Sterblichen handeln.

        • Stifter (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.230210 )

          Der Stifter tritt auf den Schmalseiten oder aber auch in der Nische selbst als Gegenpart der verehrten Gottheit auf. Ebenso scheint er in eigenen Opferszenen auf, die sich hin und wieder frontal als zweites Bildregister auf den Votivaltären findet.

        • Opferdiener (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.230220 )

          Opferdiener fallen durch eine schlichte und einfache Bekleidung auf sowie durch ihre Attribute, zu denen Gefäße, Tücher, Werkzeuge, aber auch Opfergaben gehören.

      • weibliche Figur (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.230300 )

        Es handelt sich nach Gestalt und/oder Tracht um die Darstellung einer biologischen Frau. Bei dieser kann es sich sowohl um eine Göttin als auch um eine Sterbliche handeln.

        • Stifterin (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.230310 )

          Besonders in dem teilweise vorkommenden zweiten Bildregister an der Frontseite unter der Inschrift der Votivaltäre sind auch Frauen dargestellt, die nicht als Opferdienerin zu bezeichnen sind, sondern aufgrund ihrer Tracht als Ehefrau des Stifters bzw. als Stifterin dargestellt sind.

        • Opferdienerin (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.230320 )

          Die Opferdienerin ist durch ihre schlichte und einfache Kleidung sowie ihre Attribute gekennzeichnet, zu denen Gefäße, Tücher, Werkzeuge und Opfergaben gehören.

        • Tänzerin (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.230330 )

          Die Figur der Tänzerin tritt als Dekorelement an Pfeilern auf. In einigen Fällen sind sie nur leicht bekleidet oder nackt, weshalb sie aufgrund der Ikonographie als Mänade bezeichnet werden können.

    • Gottheit (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.240000 )

      Unter dem Begriff Gottheit wird hier Bezug auf die Darstellung einer Gottheit auf den Schmalseiten der Votivaltäre genommen, bei der es sich jedoch nicht um die verehrte Gottheit handelt, die in der Nische dargestellt wird, sofern es sich um einen Aedicula-Altar handelt. Auch bei den Weihealtären ohne Götterbild finden sich Darstellungen der nicht verehrten Gottheiten auf den Steinen.

    • Attribute bzw. Bildmotive (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250000 )

      Die Bezeichnung Attribut umfasst Dinge wie Tiere, die eine Gottheit als spezielles Markenzeichen wiedererkennbar machen. Meist gibt es mehrere typische Attribute für eine Gottheit. Diese Attribute können ebenso menschliche Figuren kennzeichnen, wie z.B. Opferdiener.

      • Vorhang (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250100 )

        Es handelt sich um ein Stück langen schwereren Stoffs, der meist auf der Rückseite einiger Altäre dargestellt ist. Der Behang kann an zwei oder drei Knäufen o.Ä. aufgehängt sein und

      • Globus (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250200 )

        Es handelt sich um einen runden, teilweise vollplastisch, teilweise nur in Relief ausgeführten Ball, der in der Verbindung mit Victorien oder Füllhörnern vorkommt. Vereinzelt ist er mit einem bandartigen Kreuz unterteilt.

      • Dreizack (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250300 )

        Der Dreizack gehört zu den prominentesten Attributen des Neptun und kommt in unserem Fall immer in Zusammenhang mit Neptun vor, der einige Male auf den Schmalseiten der Votivaltäre abgebildet ist.

      • Keule (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250400 )

        Die Keule gehört zu den prominenten Attributen des Hercules und ist sehr oft mit ihm als kennzeichnendes Objekt in Relief auf den Schmalseiten, wie auch als Attribut des Götterbildes in der Aedicula dargestellt. Auch Darstellungen der Keule alleine sind bekannt; in diesem Fall besteht der direkte Zusammenhang mit einer Herculesweihung.

      • Löwenfell (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250500 )

        Das Löwenfell ist eines der prominenten Attribute der Hercules und wird meist über seine Schultern, kapuzenartig am Kopf oder über seinen Arm heranhängend bzw. über die Keule gelegt dargestellt. Das Löwenfell verweist auf die Taten des Hercules, zu denen der Sieg über den Nemeischen Löwen gehört.

      • Palmzweig (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250600 )

        Der Palmzweig kann sowohl als Attribut als auch als Bildmotiv vorkommen und wird, wenn nicht von einer Figur getragen, auf den Schmalseiten der Votivaltäre dargestellt.

      • Schiff (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250700 )

        Bei einem Schiff handelt es sich meist auch um ein mit Ladung dargestelltes, bemanntes großes Boot, das auf den Handlungsbereich der Gottheit sowie auf das Erwerbsfeld des Stifters verweist. Meist wird es als Bildelement an den Reliefseiten dargestellt, aber auch in den teilweise an der Frontseite vorhandenen Bildregistern.

        • Handel (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250710 )

          Einige Darstellungen, die mit Schifffahrt assoziiert werden können, spielen sich im Umfeld von Handel und Warenvertrieb ab.

        • Schiffsruder (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250720 )

          Beim Schiffsruder handelt es sich um ein langes Ruder, das zum Fortbewegen des Schiffes benutzt wird (im Gegensatz zum für das Manövrieren des Schiffes notwendigen Steuerruders). Es wird teilweise wie ein Zepter von Gottheiten auf den Schmalseiten oder aber in der Aedicula-Nische gehalten.

        • Steuerruder (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250730 )

          Das Steuerruder kommt in unserem Fall sehr oft mit Neptun an den Schmalseiten oder in annähernd vollplastischer Darstellung als Attribut der Göttin Nehalennia im Götterbild der Nische vor. Auch als Dekorelement ist das Steuerruder vorhanden.

        • Schiffsschnabel (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250740 )

          Der Schiffsschnabel, der auch als Schiffsbug, Vordersteven etc. in der Literatur beschrieben wird, bezeichnet das vordere Ende eines Schiffes, das, ebenso wie Steuer- oder Schiffsruder, vor allem mit Meeresgottheiten (besonders Neptun) vergesellschaftet dargestellt wird.

        • Tau (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250750 )

          Es handelt sich um ein Stück Seil, bzw. in diesem Fall deutlich als Schiffstau identifizierbares Stück eines Seils, das mit einem Teil eines Schiffes verbunden ist.

        • Fass (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250760 )

          Dargestellte Schiffe bzw. Boote sind häufig mit Fässern kleinerer und größerer Ausführung beladen und verweisen indirekt auf das Betätigungsfeld des Stifters, das meist im Weinhandel zu suchen ist.

      • Flügelschuhe (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250800 )

        Flügelschuhe zählen zu den prominenten Attributen des Merkur und sind im Fersenbereich seiner Sandalen oder bloßen Füße als hier auswachsende Federn bzw. kleine Flügel dargestellt.

      • Flügelkappe (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.250900 )

        Die Flügelkappe gehört gemeinsam mit den Flügelschuhen zu den kennzeichnenden Attributen des Merkur. Merkur trägt am Kopf eine Kappe bzw. eine helmartige Kappe, aus der zu beiden Stirnseiten Federn oder kleine Flügel auswachsen.

      • Geldbeutel (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251000 )

        Der Geldbeutel ist ebenfalls eines der bekanntesten Attribute des Merkur und kann vergesellschaftet mit ihm wie auch alleine als Bildmotiv auf. Es handelt sich dabei um einen Beutel, der mehr oder weniger unförmig gerundet vollgefüllt zu sein scheint.

      • Caduceus (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251100 )

        Unter dem Caduceus oder auch Hermesstab, aber auch Heroldsstab versteht man einen Stab mit zwei Flügeln, der vor zwei Schlangen mit einander zugewandten Köpfen umschlungen wird. Er wird jedoch auch rutenartig dargestellt. Dabei handelt es sich um einen Öl- oder Lorbeerzweig, dessen Enden zusammengebunden sind. Aber auch ein Kreis mit einem aufgesetzten Halbmond an einem langen Stab ist von der Form her bekannt. Der Heroldsstab gehört zu den bekanntesten Attributen des Merkur.

      • Zepter (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251200 )

        Ein Zepter ist meist ein langer Stab, der unterschiedliche Bekrönungen tragen kann und als Teil von Herrschaftsinsignien gilt. Das Zepter weist auf Regierungsgewalt hin. In unsrerem Fall handelt es sich bei einem Zepter um ein Machtinsignie einer Gottheit.

      • Peitsche (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251300 )

        Amor trägt in seiner Eigenschaft als Reiter von Meerestieren eine Peitsche mit sich.

      • Fackel (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251400 )

        Die Fackel ist das identifizierende Attribut des Genius und kann mit der Flamme nach oben bzw. nach unten gerichtet sein.

      • Füllhorn (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251500 )

        Das Füllhorn ist ein häufiges Bildmotiv an den Reliefseiten der Votivaltäre und meist mit verschiedenen Früchten dargestellt; so zählen der Pinienzapfen wie herabhängende Kornähren dazu, aber auch Äpfel und/oder Birnen. Hin und wieder wird es mit weiteren Elementen wie dem Globus vergesellschaftet. Bei einigen Götterbildern tritt das Füllhorn auch als Attribut in Erscheinung.

        • Füllhorn mit Blattkelch (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251510 )

          Das Füllhorn mit dem Blattkelch bezeichnet eine besondere Form des Füllhorns. Hierbei entwächst das Horn aus einem ein- oder zweiblättrigen Blattkelch, der die Symbolik für Fruchtbarkeit nochmals verstärkt.

        • Füllhorn überkreuzt (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251520 )

          Es handelt sich um die Darstellung auf einem Relieffeld. Die zwei Füllhörner sind überkreuzt dargestellt und werden in der Literatur auch als Doppelfüllhorn bezeichnet.

      • Obstkorb (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251600 )

        Bei einem Obstkorb handelt es sich sowohl um ein Attribut als auch ein Bildelement auf den Votivsteinen. So kann der Obstkorb als Opfergabe dargestellt sein, aber auch als identifizierendes Attribut einer Gottheit. Dabei steht er daneben am Boden. In den Händen wird, hier zur Anzeige des gegebenen Größenunterschiedes, eine Obstschale gehalten.

      • Obstschale (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251700 )

        Bei der Obstschale handelt es sich um ein in den Händen der betreffenden Person getragenes Attribut. Dies können Opferdiener/innen wie auch vorwiegend weibliche Gottheiten sein. Das Gefäß spielt in unserem Fall keine Rolle; so lassen sich zwar eine Vielzahl an Gefäßen mit und ohne Fuß bzw. korbähnlich oder nicht unterscheiden. Diese Tatsache hat jedoch keinerlei Einfluss auf die Kultinterpretation.

      • Gesicht (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251800 )

        Es handelt sich um die einfache Darstellung eines Gesichtes als Zierelement an den Pulvini.

      • Schmuck (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251900 )

        Das Schlagwort Schmuck bezeichnet anders als Schmuckgegenstand nicht den Inschriftenträger, sondern tatsächlich das Vorhandensein von einer wie auch immer gearteten Variante von Schmuck, der von Personen getragen wird.

        • Halskette (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251910 )

          Als Halskette wird ein Schmuckstück definiert, das von einer Person um den Hals getragen wird. Dabei kann es sich um dickere, reifenartige, aber auch um dünnere bandartige Halsketten handeln. Meist sind diese mit einem Anhänger versehen.

          • Lunula (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251911 )

            Unter Lunula ist ein Lunula-Anhänger zu verstehen, der gut erkennbar an einer Halskette vorwiegend von Göttinnen in diversen Götterbilddarstellungen getragen wird. Es handelt sich dabei um einen sichelmondförmigen Anhänger, der sich mehr oder weniger krümmt.

        • Nadel (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.251920 )

          Der Begriff Nadel bezieht sich in unserem Fall auf das Vorhandensein einer gut erkennbaren und auffälligen Nadel, die die so genannte ubische Haube bzw. „Matronenhaube“ an einer Seite auf Jochbeinhöhe zu befestigen scheint. Auffallend ist der ausgeprägt gestaltete Kopf der Nadel.

      • Ährenbüschel (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252000 )

        Bei einem Ährenbüschel handelt es sich um ein Attribut von Gottheiten. Meist ist jedoch nicht zwischen einem Büschel aus Ähren oder einem Blumenstrauß zu unterscheiden.

      • Blumenstrauß (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252100 )

        Bei einem Blumenstrauß handelt es sich um ein Attribut von Gottheiten, das jedoch teilweise nicht von der Darstellung von Ährenbüscheln zu unterscheiden ist.

      • Gebäude (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252200 )

        Bei einem Gebäude handelt es sich um ein in einer Reliefszene dargestelltes Bauwerk. Dabei kann es sich auch um Tempel o.Ä. handeln. Gebäude dienen in diesem Fall der Hintergrundgestaltung einer Reliefszene.

      • Thron (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252300 )

        Bei einem Thron handelt es sich um eine prominent ausgestaltete Sitzgelegenheit, die mit einem Götterbild verknüpft vorkommt. Die Sitzgelegenheit der betreffenden Gottheit fällt dabei durch das Vorhandensein von Arm- und Rückenlehne auf.

      • Bank (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252400 )

        Die Bank bezeichnet die gemeinsame Sitzgelegenheit, die sich bei Götterdarstellungen bzw. bei den Götterbildern besonders der Matronae findet. Hierbei thronen die Gottheiten alle gemeinsam (Dreizahl) auf einer durchgehenden Bank und nicht jede/r auf ihrem/seinem eigenen Thronsessel.

      • Podest (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252500 )

        Bei einem Podest handelt es sich um ein teilweise bei menschlichen Figuren an den Reliefseiten vorkommendes Bildelement, das ein Relieffeld zusätzlich gliedern kann, da ein gewisser Teil als Standbühne für die dargestellte Person gilt. Das Podest kommt jedoch als größere stufenartige Erhebung im Zusammenhang mit Götterbildern vor. Teilweise ist am Podest auch eine Inschrift außerhalb des Inschriftenfeldes angebracht.

      • Opferszene (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252600 )

        Eine Opferszene bezeichnet in unserem Fall eine Darstellung eines Opfers, durchgeführt von einer Person, meist im Beisein von weiteren Personen bzw. den angesprochenen Gottheiten. Meist handelt es sich dabei um dargestellte Szenen in einem zweiten Bildregister an der Frontseite von Votivsteinen, die mehrere Personen um einen Altar versammelt zeigen, an dem gerade die Libation etc. ausgeführt wird.

        • Altar (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252610 )

          Viele Opferszenen zeigen eine Anordnung von Personen rund um einen (meist zentral) dargestellten Weihealtar. Dieser ist in einer einfachen rechteckigen Form gehalten und wird sehr oft in schräger Ansicht dargestellt. Hier vollzieht der Stifter/dies Stifterin die Libation.

        • Kultmahl (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252620 )

          Das Kultmahl bezieht sich auf die Interpretation des sehr oft dargestellten Tisches mit Opfergaben und verschiedenen Gefäßen. In weiterer Folge beziehen sich diese Darstellungen nicht nur auf die angedeutete Opferszenerie sondern auch auf das Mahl in kultischem Zusammenhang.

        • Tisch (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252630 )

          Meist handelt es sich um das Motiv eines dreibeinigen Tisches, der mit diversen Opfergaben und Gefäßen ausgestattet ist und das Kultmahl bzw. eine Opferszene an die betreffende verehrte Gottheit darstellt.

        • Libation (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252640 )

          Bei der Libation handelt es sich um das Ausgießen einer Trankspende, meist über dem Feuer auf einem Opferaltar. Sehr oft wird diese Handlung auf den teilweise vorhandenen Opferszenen der Votivaltäre dargestellt.

        • Thymiaterion (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252650 )

          Beim Thymiaterion handelt es sich um ein kunstvoll ausgestaltetes fast kandelaberartiges Räuchergefäß, auf dem man Weihrauch bzw. andere Gaben verbrennt. Dargestellt wird das Thymiaterion häufig in Zusammenhang mit der Libation.

      • Opfergabe (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252700 )

        Unter Opfergabe wird allgemein jeder Gegenstand verstanden, der einer Gottheit angetragen wird. Dazu zählen nicht nur sehr oft dargestellte Obstschalen und/oder Obstkörbe bzw. andere Gefäße mit Obst, sondern auch Opferbrote, Opfertiere etc.

        • Brot (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252710 )

          Unter dem Schlagwort Brot wird speziell Opferbrot verstanden, da sich auf den Reliefszenen der Votivaltäre wie auch teilweise auf deren Aufsätze Objekte finden, die in ihrer Darstellung einem Brotlaib ähneln.

      • Opfergerät (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252800 )

        Unter Opfergerät wird jedes Utensil verstanden, das in Zusammenhang mit dem Opfer, den Opferdienern usw. gestellt werden kann bzw. von diesen verwendet wird.

        • Opferschale (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252810 )

          Bei der Opferschale oder auch Patera handelt es sich um eine Schale, die speziell im Zusammenhang mit der Libationverwendet wird. Meist dient sie dazu Wein o.Ä. auszugießen. In der Mitte weißt sie meistens eine knubbelartige Erhöhung auf. Ein weiterer Begriff, der in der Literatur dafür verwendet wird, ist Omphalos.

        • Tuch (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252820 )

          Das Tuch wird hauptsächlich von Opferdiener/Innen über der Schulter oder den Unterarm gelegt bzw. in der Hand getragen. Teilweise wird es in der Literatur auch als Schleier bezeichnet. Es dürfte für eine Verwendung während der Opferhandlung bestimmt gewesen sein.

        • Kiste (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252830 )

          Es handelt sich um eine längsrechteckige Darstellung eines Behälters, der von Opferdienern getragen wird oder unter Tischen mit Mahldarstellungen steht.

        • Gefäß (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252840 )

          Unter dem Schlagwort Gefäß sind verschiedene Arten von Behältern verschiedenster Dinge versammelt. Meist kommen sie im Zusammenhang mit dem Opfer vor, jedoch auch als Bildmotiv oder Bildelement auf den Reliefseiten der Votivaltäre. In unserem Fall befinden sich auch Gefäße in der Gruppe der Inschriftenträger – da es sich dabei jedoch nur um einige wenige Fälle handelt und es der Überschaubarkeit nicht dienlich wäre, wurde auf eine zweite Gefäßkategorie als Inschriftenträger verzichtet.

          • Vase (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528401 )

            Unter einer Vase wird ein kunstvoll gestaltetes und aufwändiges Gefäß verstanden, das meist doppelhenkelig, mit schön geformtem Standfuß und geripptem Körper dargestellt wird (und von der real annehmbaren Form her nicht unbedingt aus Ton, sondern viel eher aus Metall gearbeitet gewesen sein müsste). Meist ist diese Vase auch mit großen runden Früchten gefüllt.

          • Kantharos (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528402 )

            Kantharos bezeichnet ein becherartiges Trinkgefäß, das meist an der Lippe ansetzende hochgezogene Henkel zu beiden Seiten besitzt. Der Kantharos gilt u.a. als Attribut des Dionysos, und wird im römischen Kontext häufig in Zusammenhang mit Opfern dargestellt.

          • Korb (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528403 )

            Der Korb kommt in Zusammenhang mit den Obstkörben vor, die sowohl als Opfergaben als auch als Attribute für einzelne Gottheiten, d.h. der Matronen und der dea Nehalennia, dargestellt sind. In vielen Fällen ist der Korb so gestaltet, dass das Geflecht einwandfrei erkennbar ist und daher mit Sicherheit von einem Korb oder Körbchen gesprochen werden kann. Meist ist der Korb mit Früchten gefüllt.

          • Eimer (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528404 )

            Beim Eimer handelt es sich um ein von der Form her meist eckig gearbeitetes (aber auch gerundet möglich) Gefäß, in den meisten Fällen mit einem Tragehenkel versehen. Der Eimer findet sich meist unter den dargestellten Tischen, d.h. im Zusammenhang mit den vorhandenen Bildverweisen auf das Kultmahl bzw. das Opfer.

          • Kästchen (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528405 )

            Das Kästchen bezeichnet einen eckigen, geschlossenen Gegenstand, der sowohl unter den Tischen als Bildelement stehend wie auch von Opferdienern bzw. am Opfer teilnehmenden Personen in den Händen gehalten wird. Vermutlich diente es zur Verwahrung von Weihrauch o.Ä. und ist daher mit dem Opfer vergesellschaftet.

          • Schale (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528406 )

            Unter einer Schale werden flachere Behältnisse verstanden, die zur Aufbewahrung von Früchten etc. dienen. Ob die Opfergaben in Schalen, Körben o.Ä. aufbewahrt wurden, hat keinerlei kultischen Unterschied zur Folge. Auch Teller oder Platten werden als (flache) Schale angesprochen. Meist finden sich Brot oder Fleisch bzw. andere Opfergaben darauf dargestellt.

          • Griffschale (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528407 )

            Es handelt sich um ein Gefäß, das mit einem langen Griff (ähnlich einem Schöpflöffel) versehen ist. Es wird zum Schöpfen von Wein o.Ä. verwendet und kommt als Attribut bei Opferdienern/-dienerinnen vor.

          • Kanne (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528408 )

            Es handelt sich um ein gro0es Gefäß, das zum Ausschenken von Flüssigkeiten gedacht ist. Meist besitzt es einen großen Henkel an der Seite und taucht immer im Zusammenhang mit Opferszenen auf.

          • Kasserolle (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528409 )

            Eine Kasserolle ist ein hochwandiger bzw. steilwandiger Topf mit einem langen Griff. Auch dieses Gefäß ist mit Opfer- bzw. Mahldarstellungen vergesellschaftet.

          • Kelch (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.2528410 )

            Es handelt sich um ein Trinkgefäß mit hohem Fuß.

      • Messer (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.252900 )

        Es handelt sich um die Darstellung eines Schneidewerkzeuges, das mit Darstellungen von Opferszenen bzw. Kultmählern vergesellschaftet vorkommt.

      • Pflanzenornament (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253000 )

        Bei Pflanzenornamenten handelt es sich um teilweise besonders stilisierte Bildelemente, die vor allem auf den Reliefseiten der Votivaltäre vorkommen, jedoch auch als Dekor für Pilaster oder andere Architekturelemente herangezogen werden.

        • Ranke (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253010 )

          Es handelt sich um eine pflanzliche Ranke, die vorerst nicht weiter identifiziert wird oder werden kann.

        • Akanthus (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253020 )

          Aufgrund der distelähnlichen ausgefransten Blätter kann man auf eine Akanthusranke rückschließen.

        • Weinrebe (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253030 )

          Eine Weinrebe ist unter den Pflanzenornamenten zwar auch rankenartig ausgeführt, anhand der Blattform und der vorhandenen Früchte ist jedoch klar, dass es sich um die Darstellung einer Rebe handelt.

        • Teller aus Blattkelch (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253040 )

          Hierbei handelt es sich um eine stilisierte Blätterranke – teilweise mit Akanthusblättern, aus deren Mitte auf langem schmalen Fuß ein oben meist über die gesamte Bildbreite gehender flacher Teller entwächst, auf dem meist große, runde Früchte dargestellt werden.

        • Gefäß aus Blattkelch (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253050 )

          Es handelt sich um eine stilisierte Ranke, aus der ein Gefäß (kelchähnlich) entspringt. Meist ist es noch mit Früchten bekrönt.

        • Rosette (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253060 )

          Hierbei handelt es sich um ein blumenartiges stilisiertes Dekorelement, das sich besonders häufig in den Giebelfeldern findet sowie an der Vorderseite der Pulvini.

        • Blüte/Blume (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253070 )

          Meist handelt es sich um vier- oder mehrblättrige Blüten, die von Füllhörnern herabhängen oder bei Pflanzenornamenten als Element vorkommen. In besonders stilisierter Form versteht man hier auch eine Rosette darunter, wie sie z.B. an der Frontseite der Pulvini immer wieder erscheint.

      • Blattornament (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253100 )

        Bei einem Blattornament handelt es sich um einzelne Blätter bzw. Rankenelemente, die aus großen Blättern bestehen.

      • Baum (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253200 )

        Der Baum ist ein besonders häufiges Motiv an den Reliefseiten der Votivaltäre und kann in verschiedenen Qualitätsstufen und Varianten vorkommen. Die Identifizierung als Baum wird am Vorhandensein von Stamm und Krone bzw. Zweigen festgemacht.

      • Zweig (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253300 )

        Es handelt sich um eine dünne astartige Ausführung mit Blättern, die anstatt eines Baumes als Bildmotiv dargestellt sind.

      • Blatt (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253400 )

        Es handelt sich um einen Teil einer Pflanze. In einigen Fällen ist kein Baum als Bildmotiv in Relief dargestellt, sondern nur ein Zweig mit einzelnen Blättern bzw. ein einziges Blatt.

      • Kranz (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253500 )

        Es handelt sich um ringförmig zusammengefügtes pflanzliches Material wie Zweige oder Blätter, die als Zierlement oder alleinstehendes Bildelement vorkommen. Eine besondere Form davon ist der Ehrenkranz, der als alleinstehendes Bildelement vorhanden ist.

      • Band (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253600 )

        Bänder schmücken wie schleifenartig teilweise Globen, aber auch Ehrenkränze, bzw. als Girlanden Altäre.

      • Girlande (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253700 )

        Girlanden sind sehr oft als Bildelement auf den Reliefseiten der Votivaltäre dargestellt. Dabei sind sie z.B. über oder an einem ebenfalls in dem Motiv dargestellten Altar befestigt bzw. werden von Opferdiener/Innen gehalten. Es handelt sich um lange Wülste, die am Ende dünnere Stricke aufweisen.

      • Bühnenmaske (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253800 )

        Es handelt sich um ein Dekorelement, das in einigen Bildmotiven als Gegenstand sowie als Füllelement alleine in Relieffeldern dargestellt ist.

      • masque feulliagé (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.253900 )

        Es handelt sich um ein aus Blättern gebildetes Gesicht, das als Dekor- bzw. Füllelement in Relieffeldern auftritt.

      • Schild (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254000 )

        Der Schild tritt in verschiedenen Ausformungen als Dekor- bzw. Bildelement auf.

      • Tier (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254100 )

        Unter dem Schlagwort Tier werden sowohl tierische Begleiter von Gottheiten sowie Opfertiere und generell Tiere als Bildmotiv verstanden. Auch hier greifen die funktionalen Unterteilungen teilweise ineinander über und wurden daher auch im Sinne der Übersichtlichkeit gemeinsam in dieser Gruppe zusammengefasst.

        • Hund (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254110 )

          Der Hund taucht in unserem Fall als Begleiter einer Gottheit auf, für dea Nehalennia. Meist handelt es sich um einen größeren sitzenden oder liegenden Hund, teilweise trägt er ein Halsband.

        • Widder (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254120 )

          Der Widder taucht in unserem Fall als Begleiter des Merkur auf und ist meist in normalem Größenverhältnis zur oft stehenden Gottheit dargestellt.

        • Vogel (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254130 )

          Sehr häufig sind Vögel als Bildelemente auf den Reliefseiten der Votivaltäre dargestellt. Meist sind sie mit Darstellungen von Füllhörnern, Girlanden, Opferszenen etc. vergesellschaftet und erzeugen eine zusätzliche idyllische bzw. paradiesische Note in der Bildkomposition.

        • Schildkröte (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254140 )

          Die Schildkröte tritt ebenfalls als Begleittier des Merkur in Erscheinung und findet sich gemeinsam mit Widder und Hahn neben der Gottheit.

        • Kerberos (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254150 )

          Kerberos ist an der Seite des Götterbildes des Hercules zu sehen und wird von diesem an einer Leine gehalten. Er kann aufgrund seiner drei Köpfe eindeutig erkannt werden und verweist so auf die Taten des Hercules.

        • Opfertier (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254160 )

          Bei einem Opfertier handelt es sich um ein im Kult für die betreffende Gottheit dargebrachtes Tier, das durch Schlachtung und anschließende Verkochung des Fleisches für die Kultgemeinde zum Kultmahl führt und gleichzeitig als Gabe an die Gottheit dient.

        • Fisch (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254170 )

          Der Fisch erscheint als Opfertier, aber auch als tierischer Begleiter. Als nicht näher identifizierbarer Fisch findet er sich nur als Opfertier auf einem Votivaltar als „versteinerte Opfergabe“ dargebracht.

          • Delphin (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254171 )

            Der Delphin kommt als Begleiter des Gottes Neptun vor und wird häufig von ihm entweder in einer Hand gehalten oder schlängelt sich um den Dreizack des Meergottes. Auch als Zierelement an Bänken bzw. Sitzgelegenheiten von Gottheiten ist er anzutreffen.

        • Schwein (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254180 )

          Das Schwein taucht auf einigen Reliefszenen auf und ist unverkennbar als Opfertier behandelt.

        • Tierkopf (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254190 )

          Einige Darstellungen von Tischen, die dem Opfer und dem Kultmahl zugeordnet werden, zeigen neben weiteren Gefäßen und anderen Opfergaben Tierköpfe als Elemente.

          • Hundekopf (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254191 )

            Einige Darstellungen auf Tischen, die mit dem Opfer und dem Kultmahl in Zusammenhang stehen, werden als Tierkopf bzw. genauer als Hundekopf gewertet. Da es teilweise nicht möglich ist, genauere Unterscheidungsmerkmale zu erkennen, muss diese Interpretation so stehen gelassen werden. Es ist nicht auszuschließen, dass auch Hunde als Opfertiere in unserem Forschungsgebiet Verwendung fanden.

          • Schweinekopf (https://gams.uni-graz.at/o:fercan.arch#C.254192 )

            Einige Darstellungen auf Tischen, die mit dem Opfer und dem Kultmahl verbunden werden, sind als Tier- bzw. genauer als Schweinekopf zu deuten. Da das Schwein auch von Darstellungen bekannt ist, in dem es als Opfertier charakterisiert ist, kann man durchaus annehmen, dass dem Kopf ebenfalls besondere Bedeutung beigemessen wurde.