Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Originaltitel: Gedanken eines Lambacherischen Pfarrbauers, als er die Durchlauchtigste Dauphine Erzherzoginn von Oesterreich den 23ten April 1770. zu Lambach ankommen sah. Anmerkung. Dieser Bauer ist beläufig aus dem bey dreyviertel Stunde unter Lambach gelegenen Dorf Pergern, und wartet auf der Strasse nebst seinem Nachbarn auf die Ankunft der durchlauchtigsten Braut. Mit Genehmhaltung der Obern. Steyr: Gregor Menhardt [1770].
Typus: Druck
Herausgeber: Maurus Lindemayr
Entstehungsjahr: 1770
Entstehungsort: Neukirchen / Lambach
Standort: Lambach
Varianten:
Kommentar:

Obwohl Maurus Lindemayr als Autor theologischer Schriften und Übersetzer französischer Kanzelrhetorik fleißig publizierte, gelangte zu seinen Lebzeiten lediglich eines seiner ‚bäurischen’ Lieder in einem autorisierten Druck an die Öffentlichkeit. Anlässlich des Lambacher Aufenthalts der Dauphine Maria Antonia während ihrer 24-tägigen Reise nach Frankreich am 23. April 1770 wurden auf Geheiß des Abts beim Steyrer Verleger Menhardt neben seinem Singspiel Kurzweiliger Hochzeit-Vertrag auch Lindemayrs Gedanken eines Lambacherischen Pfarrbauers sowie zwei Lieder seines Bruders Peter Gottlieb herausgegeben. Neben einem Einzeldruck der Gedanken wurde dieses ‚Urlaublied’ in einem weiteren Druck zusammen mit dem Lied Es hat mā mein Nachbā dā Kramā Peter Gottlieb Lindemayrs veröffentlicht - siehe 'Zwey Urlaublieder einiger ob der Ennserischen Bauern' .

Zuletzt geändert:am: 8.5.2015 um: 09:49:32 Uhr