Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Typus: Handschrift
Herausgeber: Schreiber: Johann Hammerschmidt
Entstehungsjahr: 1819
Entstehungsort: Scharnstein
Standort: GdMfW
Varianten:
Kommentar:

Inhalt:

Vorangestellt sind Lese Regeln zur richtigen Lesung und Aussprach der in der ob der Ensischen bäurischen Sprache vorkommenden Wörter und Sylben [f. 1r-1v], die in einer Continuatio [f. 5r-5v] am Ende der Handschrift abgeschlossen werden.
- Die Hexe (Auf dar Ofn Gåbl fåhrt mân Muada) [f. 2r-3r; 4 Strophen; beiliegend: Klavierarrangement mit Text der ersten Strophe]
- Die BauernNoth (Ih kann mâs unmiglöh nöd denka) [f. 3r-5v; 8 Strophen; beiliegend: Klavierarrangement des Lieds mit Text der ersten Strophe]

Papier: 6 Bll., 22,5 x 18 cm, Papier der Kremsmünsterer Papiermühle mit dem durchbohrten Eber als Wasserzeichen; f. 6 leer

Lagen: III, fadengeheftet

Schrift, Schreiber, Ausstattung: Schreiber des Textteils ist (wie Schriftvergleiche zeigen) der Scharnsteiner Hofschreiber Johann Hammerschmidt (vgl. K), dessen Sammlung im Bericht des Steyrer Kreisamts eigens erwähnt wird; er steuert, da er nicht die gesamte Sammlung vor ihrer geplanten Veröffentlichung vorab bekannt machen möchte, nur zwei Lieder bei, hier bereits wiedergegeben mit seinem speziellen Zeichensystem zur Sicherstellung der richtigen Aussprache, das er mit einigen rahmenden Anmerkungen erläutert; keine Paginierung; Titel in Zierkursive, mit doppelter Unterstreichung hervorgehoben
Schreiber des Notenmaterials ist (bis auf die Titel, die Hammerschmidt einträgt) der Kremsmünsterer Konventuale Ernest Frauenberger; wie in N (G 49 Fasc 65/1-3) ist das Arrangement in einer dreizeiligen Notierung wiedergegeben (Singstimme und Klavierbegleitung), mit dem Text der ersten Strophe unter der Singstimme; das gesamte Notenmaterial für die geplante Edition war offenbar noch in Händen Frauenbergers, den Hammerschmidt wieder um Mithilfe bittet; Frauenberger verwendet dabei nicht Hammerschmidts Transkriptionszeichen, sondern folgt seiner eigenen Vorlage

(zitiert nach Neuhuber 2008, S. 394)

Literatur:
Zuletzt geändert:am: 18.6.2015 um: 13:37:03 Uhr