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Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Typus: Handschrift
Entstehungszeitraum: 1810 - 1815
Standort: StaL
Varianten:
Kommentar:

Der als ‚Lindemayr-Codex’ bekannte dreiteilige Sammelband Ccl 718 ist wesentlichster Überlieferungsträger des poetischen Schaffens von P. Maurus Lindemayr mit einem Großteil der dialektalen und hochdeutschen Lyrik, elf seiner Theaterwerke sowie Melodien zu den Liedern und Arien. Darüber hinaus ist er auch die wichtigste Quelle zum Werk Peter Gottlieb Lindemayrs, aus dessen nächstem Umfeld er stammt. In das Stiftsarchiv kam das im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts entstandene Manuskript 1832, als es die 80-jährige Anna Lindemayr, zweite Frau des Salzstadelschreibers, dem damaligen Bibliothekar P. Wolfgang Kollendorfer „zum Andenken“ überreicht. Der Codex ist die sorgfältige Abschrift mehrerer Konvolute Peter Gottlieb Lindemayrs, in denen dieser neben seinen eigenen poetischen Arbeiten v.a. die Werke seines Bruders, aber auch eine Vielzahl unterschiedlichster kleiner Beiträge versammelt hatte. Inwieweit die Vorlagen für Teil 1 und 2 tatsächlich durchgehend Handschriften Peter Gottlieb Lindemayrs waren oder z. T. von anderer Hand stammten, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Für den dritten Teil, der allerdings keine Arbeiten Maurus Lindemayrs mehr enthält und deswegen hier nicht näher besprochen wird, hat sich die Vorlage (bestehend aus Schriften P. G. Lindemayrs und seines Sohnes Martin) im Stiftsarchiv Schlägl (Archiv / Bibliothek Cpl 347) erhalten. Im Vergleich der Abschrift mit der Vorlage ist die Gewissenhaftigkeit des Kopisten deutlich erkennbar, der mit einer seltenen Quellentreue selbst scheinbar Vernachlässigbares in die Abschrift aufnimmt, die in einem Arbeitsprozess ohne längere Unterbrechungen entstanden sein dürfte. Ein im zweiten Teil des Bands angeführtes Hochzeitsgedicht des Lambacher Hofschreibers Franz Xaver Sadleder, das für den 14. März 1810 in Druck gegeben worden war, dient als terminus post quem der endgültigen Fertigstellung der Handschrift. Allerdings wurde dieses Lied vom Schreiber offensichtlich auf leeren Seiten nachgetragen, endet doch die Seitennummerierung unmittelbar vor diesem Eintrag. Auch am Ende des dritten Teils der Sammlung wurde ein Werk hinzugefügt: Lindemayrs Lied vom lutherischen Glauben. Bald nach der Schenkung wurde das Buch – versehen mit den Erläuterungen Kollendorfers – neu gebunden.

Papier: 2 + 228 Bll., 17,5 x 22,5 cm; Papier der Schöndorfer Papiermühle mit Vöcklabrucker Wappen und Firmensigle, nur das beigefügte Doppelblatt Kollendorfers (f. 2 und 3) ist anderer Herkunft; der (konsequent genutzte) Schriftraum ist mit durchgehend gleicher Bleistiftliniierung festgelegt, die zentrale Paginierung ist außerhalb gelegen; bei Lyrik ist zumeist eine zweispaltige Anordnung des Texts gegeben; wichtige Seiten (Anfänge der Lustspiele, Liederabschriften u.a.) sind mit aufgeklebten Papierstreifen als Blattweiser markiert; jeder der drei Teile ist separat paginiert, die Titelblätter der Teile mit Inhaltsverzeichnis sind jeweils ohne Seitenzahl; Fadenbindung

Lagen: (I-1) + I3 + V13 + III19 + V29 + III35 + V45 + IV53 + III59 (lose) + V69 + II73 + V83 + III89 + 2 I93 + III99 + (I+2)103 + III109 + V119 + III125 + V135 + III141 + V151 + III157 + V167 + III173 + V183 + II187 + IV195 + III201 + V211 + III217 + (V-1)226 + II230

Einband: schadhafter olivgrüner Kartoneinband des 19. Jahrhunderts mit Bibliothekssignatur, Bibliotheksstempel und Rückenschild (wohl vom ursprünglichen Einband) mit der Aufschrift (von selber Hand): „Abschriften von Schauspielen und Liedern etc.“

Schrift, Schreiber und Ausstattung: von einer geübten Hand in sauberer und flüssiger Kurrente mit wenig Schräglage nach rechts geschrieben, belegt die Abschrift mit ihren auffällig wenigen Verschreibungen und der überlegten Einteilung des Texts die Sorgfalt des Kopisten; die vergleichsweise starke Verwendung von Abkürzungen deutet auf einen Berufsschreiber als Kopisten hin; der von P. Pius Schmieder genannte Martin Lindemayr , Sohn Peter Gottliebs, kommt – wie Schriftvergleiche zeigten – als Schreiber nicht in Frage (Schmieder ließ sich wohl von der Abschrift eines Nachrufs Martin Lindemayrs auf seinen Vater Peter Gottlieb täuschen); Korrekturen und Anmerkungen mit Rötel von Pius Schmieder, der den Text für seine Edition bearbeitet

1. TEIL:
98 Bll.: f. 4-101; f. 5-98 paginiert (S. 1-188), f. 4 Titelblatt, f. 94 unbeschrieben, aber mit Linierung und Seitenzahl, f. 95r-98v Melodienteil, f. 99 unbeschrieben, f. 100r-101v Register; f. 45 (S. 97/98) wurde bei der zweiten Bindung zwischen S. 80 und 81 falsch eingefügt; der Ternio f. 54-59 ist lose. Das Titelblatt nennt Herkunft und Inhalt der folgenden Werke:

Diese Sammlung ist aus einigen hinterlassenen Schriften des wohledelgebohrnen Herrn Peter Gottlieb Lindemayr k. k. Salzstadelschreibers zu Lambach selig entnommen, wovon in diesem ersten Theile 5 Theaterstücke [...] dann einige weltliche, und hernach geistliche Lieder vorkommen, bis auf die 145te Seite, welches alles von dem Hochwürdigen Herrn P. Maurus Lindemayr [...] ist verfasset worden. Das übrige sind Abschriften von geschriebenen Liederbüchern vermischten Inhalts. Ein jeder Theil hat am Ende sein besondres Suchregister.

Die lyrischen Arbeiten des ersten Abschnitts sind tatsächlich (beinah) ausschließlich von Maurus Lindemayr und liegen zum Teil auch gedruckt vor (vgl. Der singende Büßer). In der Abschrift des ersten der erwähnten Liederbücher sind seine Arbeiten zuweilen mit denen Peter Gottlieb Lindmayrs vermengt, bedauerlicherweise ohne explizite Autorennennung. Abschließend wiedergegeben sind die Singstimmen der Vertonungen von 12 Liedern bzw. Arien, die durchwegs von Maurus Lindemayrs stammen, sowie die Melodieführung einiger Instrumentalstücke. Im Folgenden aufgelistet werden lediglich die lyrischen Beiträge ab S. 100 des Bands.

Inhalt:
- Brautgesang auf die Vermählung Sr. Majestät Joseph des zweyten, Röm. Königs, Mit der Durchlauchtigsten Prinzeßinn Josepha von Bayern. Im Jahr 1765. (Lost’s Nachbärn, steht’s zsammä) [f. 54v-55v, S. 100-102, 10 Strophen ohne Melodie]
- General Laudons Tapferkeit (Theuerster Martissohn) [f. 55v-56r, S. 102-103]
- Hochzeitgesang bey Verehelichung Tit. Hn. Hofrichters zu Traunkirchen Joseph Godhard Lindemayr mit Jungfr. M. Theresia Grätzmüllnerinn von Wels im J. 1761 (Lost’s auf alli Herrren) [f. 56r-57r, S. 103-105, 18 Strophen ohne Melodie]
- Das stolze Frauenzimmer (Es ist ein kurze Frage) [f. 57v, S. 106]
- Fluch über den Franzosen (Verruchter, verfluchter) [f. 57v-58r, S. 106-107]
- Der welsche Arzt (Sono medico nasuto) [f. 58r, S. 107]
- Über den Schmiedsepperl zu Lambach (Schmiedsepperl! Hän bist du ä Fuhrman) [f. 58v, S. 108, 4 Strophen ohne Melodie]
- Das Geld (Lustig ihr Brüder, der Wechsel wird kommen) [f. 58v, S. 108]
- Der Bauern Traum (Ferten im Hörist hübsch spat um Martini) [f. 58v-59r, S. 108-109, 9 Strophen ohne Melodie]
- Die betrogene Welt (Wann dä Baur Händl hat und Keyerey) [f. 59r-59v, S. 109-110, 7 Strophen, Melodie auf f. 95r]
- Vom Stadtleben (Sagnt alliwäl vam Stadtlöbn) [f. 59v, S. 110, 5 Strophen, Melodie auf f. 95r-95v]
- Der kranke Bauer (Hänts iß den kain Dokter anz’kemmä) [f. 59v-60r, S. 110-111, 7 Strophen, Melodie auf f. 95r]
- Die bösen Zeiten (Män Endl hat’s lengst profäzeiht) [f. 60r-60v, S. 111-112, 6 Strophen, Melodie auf f. 95v]
- Die Bauern Noth (Ih kann mä’s unmiglih nöt denkä) [f. 60v-61r, S. 112-113, 8 Strophen, Melodie auf f. 95v-96r]
- Vom Aderlaßen (Dort schier um sankt Jöring aui) [f. 61r, S. 113, 7 Strophen, Melodie auf f. 96r]
- Die KindsTauf (Hätts nöt glaubt, daß’s Kindä taufen) [f. 61r-61v, S. 113-114, 7 Strophen ohne Melodie]
- Vom Stempeln (Das denkt niemd in hundert Jahren) [f. 61v-62r, S. 114-115, 7 Strophen ohne Melodie]
- Von Veränderung der Zeiten (Ih waiß nöt, was mä jezund habn) [f. 62r-63r, S. 115-117, 13 Strophen ohne Melodie]
- Die alten und neuen Zeiten (Iß das nöt män Aichel) [f. 63r-63v, S. 117-118, von P.G. Lindemayr, vgl. Ms 284, S. 30, Hs PGL, S. 7]
- Gratulazion an Tit. Herrn Abt Amand, zu Lambach (Hochwürdigst, wohlgeboren, genädiger Herr, Herr) [f. 64r-64v, S. 119-120, vorgetragen 1776 von Maximiliana Lindemayr]
- Der singende Büßer. oder die sieben Bußpsalmen, sammt dem deutschen Stabat mater, dies irae, dies illa, einem Abendlied, und einem anderen Lied vom Hl. Johann von Nepomuck [f. 65r-71r, S. 121-133, 1768 im Druck erschienen bei Joseph Wolff in Augsburg]
- Der Achte Psalm Davids (Herr! unser Herr! wie wundersam) [f. 71r, S. 133]
- Der 102. Psalm Davids (Lobe Gott, o meine Seele) [f. 71r-71v, S. 133-134]
- Hirtenlied zu Weihnachten (Hänts Buema! hat kainä nix ghört) [f. 71v-72r, S. 134-135, 13 Strophen ohne Melodie]
- Charfreytagslied (Zäher Fluthen, Thränen Güßen) [f. 72r-72v, S. 135-136]
- Am heil. Grabe J. Christi (Brich mein Herz, zerfließ in Thränen) [f. 72v-73r, S. 136-137]
- Von Vergebung der Sünden (Fromme Herzen! wollt ihr finden) [f. 73r-73v, S. 137-138]
- Von der Güte Gottes (Wer ist, der im Gemüthe) [f. 73v, S. 138]
- Morgenlied (Lobet Gott ihr meine Glieder) [f. 73v-74r, S. 138-139]
- Abendlied (Herr! Der du den Kreiß der Erden) [f. 74r, S. 139]
- Abendlied (Herr! der du mir das Leben) [f. 74r-74v, S. 139-140]
- Von der heil. Jungfr. Maria (Mutter Maria! mein Herz Hast getroffen) [f. 74v-75r, S. 140-141]
- Primizlied (Welch ein Wunder deiner Werke) [f. 75r, S. 141]
- Leichenlied auf M. Theresia Lindemayr. gebohrene Gräzmüllnerin, Hofrichtersfrau zu Traunkirchen, im Jahr 1761 (O herber Donnerschlag!) [f. 75r-75v, S. 141-142]
- Grablied auf H. Markus Krueg, Pfarr Meßner zu Kloster Lambach (Nun einmal ist geendet) [f. 75v-76r, S. 142-143]
- Grablied auf Fr. Franziska Reschinn, Wirthinn zu Neukirchen (Wischet ab, ihr Freund! die Thränen) [f. 76r, S. 143]
- Das Mittel christ. vergnügt zu seyn (Willst wissen, bester Freund! wie es zu machen) [f. 76r-76v, S. 143-144]
- Die Hexe (Auf der Ofengabel fahrt mein Muedä) [f. 76v, S. 144, 4 Strophen, Melodie auf f. 96v]
- Des jungen H. v. Dauli Freudenlied nach seiner Zurückkunft von der Länderreiß (Bin mä schan lang gnue in Ländä raisen gwöst) [f. 77r, S. 145, 4 Strophen, Melodie auf f. 96r]
- Liebeserklärung des H. v. Klingensack gegen die Frau von Sträßgut bey einer nächtlichen Gassation (Eyer im Feldsalat, Bratwürst im Kraut) [f. 77r, S. 145]

Abschriften welche aus zweyen eingebundenen Büchern von geschrieben [!] Liedern und Gedichten entnommen worden sind. [f. 77r, S. 145; 1. Teil durchnummeriert, Parallelüberlieferungen zum vorhergehenden und nachfolgenden Teil werden vom Kopisten großteils gewissenhaft mit Seitenverweis vermerkt, die entsprechenden Lieder sind nur mit Titel und Incipit angeführt]


Erster Band
1.     Morgenlied (Lobet Gott ihr meine Glieder) [f. 77r, S. 145; nur Titel und Incipit]
2.     Abendlied (Herr, der du den Kreis der Erden) [f. 77r, S. 145; nur Titel und Incipit]
3.     Ein anders Abendlied (Herr, der du mir das Leben) [f. 77r, S. 145; nur Titel und Incipit]
4.     Der achte Psalm (Herr, unser Herr) [f. 77r, S. 145; nur Titel und Incipit]
5.     Grablied am heil. Charfreytag (Brich mein Herz) [f. 77r, S. 145; nur Titel und Incipit]
6.     Ein anders auf den nemlichen Tag (Zäher Fluthen, Thränen flüßen) [f. 77r, S. 145; nur Titel und Incipit]
7.     Dies ira (Gottes Zorn wird einst entbrinnen) [f. 77r, S. 145; nur Titel und Incipit]
8.     PastorelLied auf die heil. Nacht (Hänts Buebmä, hat kainä nix g’hört) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
9.     Mutter Maria (Mein Herz) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
10.     Frome Herzen, wollt ihr finden [f. 77v, S. 146; nur Incipit]
11.     Trauer Lied über den schmerzlichen Hintritt der Wohledelgebohrenen M. Theresia Lindemayr, einer gebohrenen Grezmillerin Hofrichterinn zu Traunkirchen: abgesungen bei ihrer Beerdigung, den 22ten Xb. 1761 (O herber Donnerschlag) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
12.     David beweint seine Sünde (Meine Harpfen ganz verstimmet) [f. 77v, S. 146]
13.     Auf die erst-H:Messe H. ... (Welch ein Wunder deiner Werke) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
14.     Stabat Mater Dolorosa (Weinend, und mit bitterm Herzen) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
15.     Trauer-Lied bey der Beerdigung H. Markus Krueg gewesten Pfarrmeßners zu Kloster Lambach. den 5ten July 1759 (Nun einmal ist geendet) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
16.     Grablied der Fr. Franziska Reschin geweste Wirthinn sel. zu Neukirchen (Wischet ab, ihr Freund die Thränen) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
17.     Abend-Lied (Herr! der Tag will sich entfernen) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
18.     Der 102. Psalm (Lobe Gott! O meine Seele) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
19.     Von der Güte Gottes (Wer ist, der im Gemüthe) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
20.     De Sancto Joanne Nepomuceno (Stimmt Christen! Stimmet Lieder an) [f. 77v, S. 146; nur Titel und Incipit]
Weltliche Lieder
21.     Quisque suos partitur manes (Wer sagt, er habe gar kein Streich) [f. 78r, S. 147; nur Titel und Incipit]
22.     Bauern Lied (Wann dä Bauer Händel und Keyerey) [f. 78r, S. 147; nur Titel und Incipit]
23.     Sagnt alleweil vom Stadtlebn [f. 78r, S. 147; nur Incipit]
24.     Hänts ist denn kain Dokter anzkemä [f. 78r, S. 147; nur Incipit]
25.     Mein Endl hats längst prophizeyt [f. 78r, S. 147; nur Incipit]
26.     I kann mä’s ummöglä nöt denkä [f. 78r, S. 147; nur Incipit]
27.     Schlosser Lied (Wern d’Maister und Gsölln affrontirt) [f. 78r, S. 147; 6 Strophen ohne Melodie]
28.     Lustig ihr Brüder! der Wechsel wird kommen [f. 78v, S. 148; nur Incipit]
29.     HochzeitLied bey der Trauung des H. Hofrichters zu Traunkirchen Joseph Gotthard Lindemayr, mit der wohledelgebohrenen Jungfer M. Theresia Gretzmillerinn von Wels, abgesungen den 26ten Jän. 1761 (Lost’s auf alli Herren) [f. 78v, S. 148; nur Titel und Incipit]
30.     Mein hin und wieder Wanken [f. 78v-79r, S. 148-149]
31.     Schmiedsepperl! Hän bist du ä Fuhrman [f. 79r, S. 149; nur Incipit]
32.     Sollt ich zum Henker mich grämen zu todt [f. 79r, S. 149]
33.     Hochzeitlied bey der Verehlichung H. Hafners, fürnehmen Handelsherrn von Salzburg: abgesungen zu Kloster Lambach, woselbst er diesen Actum begienge (Han heut früh schon lang hin und her graitt) [f. 79r-80r, S. 149-151; 16 Strophen ohne Melodie]
34.     Es ist kein Treu auf dieser Welt [f. 80r, S. 151]
35.     Auf ein hoffärtiges Frauenzimmer (Es ist ein kurze Frage) [f. 80v, S. 152; nur Text und Incipit]
36.     Ode auf den 29ten Aug 1762 (Vergnügtes Licht der Sonnen Strahlen) [f. 80v, S. 152; von P.G. Lindemayr?]
37.     Herze tröste dich [f. 80v-81r, S. 152-153; von P.G. Lindemayr?]
38.     Sollt ich denn der bittern Tränen [f. 81r, S. 153; von P.G. Lindemayr]
39.     Der Weiber List kann in der Welt [f. 81r-81v, S. 153-154; von P.G. Lindemayr]
40.     O Einsamkeit mein Leben [f. 81v-82r, S. 154-155; 7 Strophen ohne Melodie, kombiniert mit ‚Leckt’s mih im Arsch Menschä’, hochdeutscher Part von P.G. Lindemayr, dialektaler von Maurus Lindemayr (?)]
41.     Mein Engel, meine Seele [f. 82r, S. 155; nur Incipit]
42.     Ich schiffe auf dem See [f. 82r, S. 155]
43.     Strenges Urteil treuer Seelen [f. 82r, S. 155; nur Incipit]
44.     In Gallum (Verruchter, verfluchter) [f. 82r, S. 155; nur Titel und Incipit]
45.     Was giebts denn z’Traunkirhä heut a [f. 82r-82v, S. 155-156; Textfragment, 3 Strophen ohne Melodie]
46.     Süßeste Seele, mein einzig Vergnügen [f. 82v, S. 156; nur Incipit]
47.     Ich lebe wie ich will [f. 82v, S. 156]
48.     Auf die glücklich überwundenen Verfolgungen (Endlich hab ich überwunden) [f. 82v-83r, S. 156-157]
49.     Auf die Entfernung seiner Geliebten (Was ich sehe, und erfahre) [f. 83r, S. 157]
50.     Urlaublied, eines getreuen Bruders an seine inniglich geliebte Schwester den 21ten July 1761 (Willst du denn noch Urlaub geben) [f. 83r-83v, S. 157-158]
51.     Auf eine gehabte Aderläß (Dort schier um Sankt Jöring aui [f. 83v, S. 158; nur Titel und Incipit]
52.     Son medico nasuto [f. 83v, S. 158; nur Incipit]
53.     Das wahre Vergnügen (Wahre Zufriedenheit) [f. 83v, S. 158; nur Titel und Incipit]
54.     Gesang mit welchen sich die königl. Preuß. Truppen vor der Schlacht beym Weissenberg vor der Stadt Prag gegeneinander aufmunterten (Auf, Friedrich! Brüder! unser Held) [f. 83v, S. 158]
55.     Nach der Schlacht (Victoria! Mit uns ist Gott) [f. 83v-84r, S. 158-159]
56.     Auf das gepreßte Österreich (Schwinge dich, unschuldigs Lerchlein) [f. 84r, S. 159; nur Titel und Incipit]
57.     O! du Lieb du läri [f. 84r-84v, S. 159-160, 12 Strophen ohne Melodie]
58.     Aufmunterung zur Geduld (Ungeduldig seyn) [f. 84v, S. 160]
59.     Wann man im Lieben vergnügt seyn will [f. 84v, S. 160; nur Titel und Incipit]
60.     Liebe, Triebe, sind so befreundet [f. 84v-85r, S. 160-161]
61.     Tygerart, ich muss gestehen [f. 85r, S. 161]
62.     Süße Kost betrübter Sinen [f. 85v, S. 162; nur Incipit]
63.     Jäger Lied (Frische Bursch Jägerstands hab ich erkoren) [f. 85v, S. 162]
64.     Ein anderes Jägerlied (Auf, auf, auf, auf zum Jagen) [f. 86r-86v, S. 163-164]
65.     Der beständige Liebhaber (Hoffet nur bethränte Wangen) [f. 86v, S. 164]
66.     In Laudonem (Theuerster Martis Sohn) [f. 86v, S. 164; nur Titel und Incipit]
67.     Ermahnung zur Vergnügung (Ach! was wollt ihr trüben Sinnen) [f. 87r, S. 165]
68.     Weist du wohl was mein Ergötzen [f. 87r-87v, S. 165-166]
69.     Bauern Liedlein auf das Beylager M. Josepha, aus dem Durchlauchtigst. Hause Bayern mit Josepho IIdo Röm. Könige, als Ihro Majest. zu Kloster Lambach das Nachtlager hielten; und im bemeldten Stifte der feyerl. Akt der Auswechslung für sich gieng. den 19ten Jänner 1765 (Lost’s Nachbärn steht’s zsammä) [f. 87v, S. 166; nur Titel und Incipit]
70.     Ferten in Hörist hübsch spät um Martini [f. 87v, S. 166; nur Incipit]
71.     Damon besinget seine Dulcimene (Schönster Engel meine Lust) [f. 87v, S. 166]
72.     Auf eine kluge Ehefrau (Liebstes Kind! Dich zu besingen) [f. 87v, S. 166]
[hier folgen kleinere exzerpierende Einträge zur Grundflächenberechnung, Maßtabellen sowie ein ‚Mittel für Augenwehe’, anschließend setzt die Liedersammlung unnummeriert fort]
- Der bey seinem Glücke mißvergnügte Krispin (Wie glücklich ist doch nicht ein solcher Mann zu nennen) [f. 88v-89r, S. 168-169]
- Ode auf die ortnerische Mademoiselle Barbe Lindemayrin. den 29ten 8b. 1784 (Ist Babetgen nicht ein schönes Kind) [f. 89v, S. 170]
- Klagen des Hr. Apothekers zu Schlierbach wider die neu eingeführte Visitation der Apothecken (Was is halt das nöt für ä Gspiel) [f. 89v, S. 170; 4 Strophen ohne Melodie]
- Quisque suos partitur Manes (Wer sagt er habe gar kein’ Streich) [f. 90r-90v, S. 171-172]
- Mein Engel, meine Seele, mein Leben [f. 90v, S. 172]
- Strenges Urtheil treuer Seelen [f. 90v-91r, S. 172-173]
- Süßeste Seele! mein einzig Vergnügen [f. 91r, S. 173]
- Das wahre Vergnügen (Wahre Zufriedenheit, wo findt man dich) [f. 91r, S. 173]
- Auf das gepreßte Oesterreich (Schwinge dich, unschuldigs Lerchlein) [f. 91r-91v, S. 173-174]
- Wan man in Lieben vergnüget seyn will [f. 91v-92r, S. 174-175]
- Süße Kost betrübter Sinnen [f. 92r, S. 175]

(zitiert nach Neuhuber 2008, S. 338-348)

Literatur:
Zuletzt geändert:am: 18.6.2015 um: 13:11:24 Uhr