Dialect Cultures

Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Typus: Handschrift
Entstehungszeitraum: 1770 - 1780
Varianten:
Kommentar:

17,2 x 11, 8
48 Bll. (XXV-1)
alte Paginierung mit Fehler (2 x S. 30 und 31)
Studentenliedersammlung aus dem Salzburger Umfeld der 1770er (vgl. Gaelle!);
verschiedene Schreibphasen, auch zwischen den Strophen
Datierung u.a. durch: Verweis auf Abdruck eines lat. Emblems in der Erlanger Zeitung von 1770 (vgl. f. 5r)

Inhalt:
f. 1r-2v: Der Wildschütz (Es regirt ein Wildschütz, a Bamfrischer Bue) [dialektal]
f. 3v-5v: Der Musen Chor [hdt.]
f. 6r-6v: Der Floh (Es war in meinem Beth allzeit gut schloffen) [dialektal]:
f. 7r-7v: Der Petrus (Als Unser Herr in Garten gieng) [dialektal]
f. 7v-8r: Der Einsiedler (Ein aidsidler wern, und ind ainöd begebn) [dialektal]
f. 8r: Der arme Lucifer [lat]
f. 8v-9r: Omnia finis habet (Freunde! die Zeit lauf mit den Stunden) [hdt.]
f. 9v-10r: Der gute Freund (Ein guter Freund ist sehr zu schätzen) [hdt.]
f. 10r-10v.: Der veranderliche Freunde (Sag! mein Mindor) [hdt.]
f. 11r-f.11v: Der Candidat (Veterl, wi? willst geistlich werden) [dialektal]
f. 11v: lat. Gedicht
f. 12r-12v: Beglückte Zufriedenheit (Wie bin ich zu leben, zu Sterben gedacht)
f. 12v-13v: Studentisch [lat/deutsches Abschieds- und Trinklied]
f. 13v-15r: Sirum Sarum Reusasa (Auf! was sich Studentisch nennet) [lat/deutsch]
f. 15v-16r: Frisch auf Studenten leben
f. 15v-16v: Tua sint pereconia (Itzt bildt ihr d'Sau schon wirklich ein) [derbes hdt. Schimpflied, Strophen z.T. am Seitenende eingetragen]
f. 17r: Nunc bibamus [lat./dt.]
f. 17r-18r: Monsieur Hanswursts Leibliedl. (Die Heihlig Schrift sey unveracht) [immer dialektaler, vgl. gaelle, st. florian]
f. 18r-20r: Heut ist ein fröhliche Fasching Nacht [lat./hdt, dann immer dialektaler!]
f. 20r-20v: Sutores nas Sartores (Und weil ich meins Handwerks ein Schneiderlein bin) [immer dialektaler]
f. 20v-21v: Willkomm! mein lieber Eremit [Gespräch Cupido und Eremit, hdt.]
f. 21v-22v: Frau Schwester lauft der Porten zue [Nonne - Edelmann, Scherzlied hdt.]
f. 23r-24r: Ad omnia (Es ist ein künstliche Sach in der Welt) [hdt.]
f. 24v-25r: Damon und Amaryllis (O Amaryllis ich lebe vergnügt) [hdt.]
f. 25r: Sunt hominia [lat.]
f. 25r-25v: Des Wildschützs Stuzerl (Wer kann als ein Wildpratschutz Lustiger seyn) [bisschen dialektal]
f. 25v-26r: Morgenlied (Lobet ihr Kräfte! den Schöpfer der Welt) [hdt.]
f. 26v-27r: Ein Almlied (Auf! es kommt der Frühling an) [hdt. Loblied auf den Sennerinnenstand]
f. 27v-28r: Lyrum, Lyrum löflstill. (O Eitelkeit, Jammerschall) [hdt. Trinklied]
f. 28r-28v: Der Pfifferling. Schwammerl (?gais und Pfifferling ist fast ain Ding) [dialektal]
f. 29r: Znächten wan i haima gehe [dialektales Scherzlied mit ständigen Erweiterungen]
f. 29r: Frater mi charissime [lat.]
f. 29v-31v: O! Du lieb! du larö [dialektal (Lindemayr)]
f. 31v-32v: Was soll einem mehr ergötzen [hdt. Naturlied, Jägerlied]
f. 33r-33v: Eins ist, was ich begehr wan ich nur ein Paperl wär [hdt. mit dialektalen Anklängen]
f. 33v + 37v: Gedult! o Edles Kraut! [hdt., 4 Strophen]
f. 34r-35r: Sterngesang (Seyd uns Godi kom, all lieb gut leuth) [dialektales Dreikönigslied]
f. 35r-36r: Musica Vivat! die Musik soll leben [lat. / hdt. Loblied auf die Musik]
f. 36r-37r: Der edele Waar (Apollini hab ich geschworen) [hdt.]
f. 38r-38v: Ein Trauerlied (Ach! was müssen wir erfahren?) [Trauerlied auf Erzherzogin Josepha, 1767 von Mozart vertont]
f. 38v-39r: Ein Studentenlied (Bravi Leuth d Studenten seynd) [dialektal]
f. 39r-39v: Das alte Weib (Es ist im Haus ein altes Weib) [dialektal]
f. 40r-40v: Alt und neue Wind Modi (Keine soll mich itzt mehr fragen) [leicht dialektales Furzlied]
f. 40v-41r: Rara rarissima (Was ist am Mensch das Best?) [leicht dialektales Scherzlied, Ekellied]
f. 41v-44r: Eximia et Virtus (Freund! Behutsam must du leben) [hdt.]
f. 44v-45v: Auf was sich studentisch nennent [lat.dt. Vakanzgesang, leicht dialektal]
f. 45v-46v: Ein immerguts ? [unscharf, hdt.]
f. 46r-46v: Die Wachtel (Höret! die Wachtel im Traide dort schlagt) [hdt.]
f. 46v-48r: Der glu:glu:glu (Solang mein Väslein ist voll Saft der Reben) [hdt., leicht dialektales, dann stärker dialektal Trinklied]

Leerräume werden anfangs oft mit lat. und deutschen Rätselfragen, Sinnsprüchen, Exzerpten etc. befüllt

Zuletzt geändert:am: 8.5.2015 um: 14:10:47 Uhr