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Datenbank bairisch-österreichischer Mundartkunst vor 1800

Zugehöriges Werk: Arm Kroatl, nichts zu leben
Incipit: Armer Kasperl, nix zu lebn
Typus: Text
Zeitraum Entstehung: 1781
Entstehungsort: Wien
Volltext-Link: https://books.google.at/books?id=7xZfAAAAcAAJ&hl=de&pg=PA11#v=onepage&q&f=false
Quelle:
Kommentar:

Es handelt sich bei dieser Variante um ein kurzes, scherzhaftes Klagelied aus einer Kasperlstück-Parodie, in der das Lied als Arie des Kasperl gestaltet wird. Dabei werden einzelne Verse des offenbar bekannten Liedes aufgegriffen, hier eben nicht von einem Kroaten, sondern vom Kasperl, der soeben von seinem Herren verjagt worden ist, gesungen.
(Die Strophe hier setzt sich aus I, 1-2 und IV, 3-4 der Hauptvariante zusammen)

Druck: "Etwas für Kasperls Gönner" (1781), S. 11f.
Ediert bei Gugitz 1920, S. 91 (online über archive.org )

Zu beachten ist: Das Stück, in dessen Rahmen diese Fassung überliefert ist, ist kein 'echtes' Kasperlstück, sondern vielmehr eine Parodie auf die Kasperliaden dieser Zeit im Rahmen eines diese Stücke scharf verurteilenden Pamphlets. - Siehe dazu die Anmerkungen zum Stück ( "Das Spiel der Liebe und des Glücks, oder Kasperl, der geglaubte Printz der Insul Csiri Csari" ).

Transkription:

Aria.

Armer Kasperl nix zu lebn,
Nix den Madeln Pratzl gebn,
Nichts mehr sagen als wie eh
Armer Kasperl hat Baucherweh.

Literatur:
Zuletzt geändert:am: 24.3.2016 um: 11:39:30 Uhr