GAMS

Geisteswissenschaftliches Asset Management System

About

GAMS

GAMS ist ein OAIS-konformes Asset Management System zur Verwaltung, Publikation und Langzeitarchivierung digitaler Ressourcen aus allen geisteswissenschaftlichen Fächern. Es bietet MitarbeiterInnen aus Forschung und Lehre, aber auch Studierenden in Projekten die Möglichkeit, diese Ressourcen zitabel und mit Metadaten versehen zu verwalten und zu veröffentlichen.

Die Leitideen von GAMS sind die nachhaltige Verfügbarkeit und die flexible Nutzung digitaler Inhalte. Umgesetzt werden diese durch eine weitgehend XML-basierte Content-Strategie, die Verwendung standardisierter (Meta-)Datenformate und die systeminhärenten Funktionalitäten. So entsteht ein Pool wiederverwertbarer Inhalte geistes- und kulturwissenschaftlicher Wissensdomänen. Implementierte Strukturen zur automatischen Extraktion semantischer Relationen aus den hochgeladenen Inhalten erschließen zusätzliche Möglichkeiten der Textanalyse und Inhaltspräsentation.

Geplant und entwickelt wurde GAMS am Zentrum für Informationsmodellierung im Rahmen einer Vielzahl von Kooperationsprojekten mit inner- und außeruniversitären PartnerInnen, in Auseinandersetzung mit den konkreten Erfordernissen universitärer Forschung.

Persistente Zitierbarkeit und Open Access

Open Access, Nachhaltigkeit und damit einhergehend die elektronische Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse und Forschungsdaten werden zunehmend zum Grunderfordernis von Forschungsförderung. Alle Datenobjekte im System erhalten daher einen permanenten Identifikator (PID) auf Basis des Handle-Systems, eine Technologie, die auch im Verlagswesen Anwendung findet. Damit können digitale Objekte ähnlich einer Printpublikation eindeutig zitiert werden. Die Inhalte in GAMS stehen weitgehend unter einer Creative Commons Lizenz zur Verfügung und sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich und nutzbar.

Verlässliche Langzeitarchivierung

GAMS ist seit 2014 nach den Kriterien des Data Seal of Approval zertifiziert. Das Data Seal of Approval wird an digitale Repositorien verliehen, die auf Grund ihrer Bewertung nach 16 Grundregeln als vertrauenswürdig eingestuft werden (trusted digital repositories). Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der langfristigen Verfügbarkeit, verlässlichen Archivierung und der Wiederverwendbarkeit der enthaltenen Ressourcen. Das Siegel dient damit als Qualitätsmerkmal für digitale Repositorien und kann als Orientierung für Fördergeber und ForscherInnen dienen.

Technologisch zukunftsorientiert und nachnutzbar

GAMS steht aufgrund webservice-basierter (SOAP, REST), plattformunabhängiger und verteilter Systemarchitektur auf modernen und zukunftssicheren technologischen Füßen. In der Interfacegestaltung wird konsequent das XML-Paradigma der Trennung von Inhalt und Darstellung umgesetzt; dies ermöglicht unter dem Dach einer gemeinsamen Repository-Struktur ein individuelles Erscheinungsbild für jedes einzelne gehostete Projekt.

GAMS basiert auf dem Open Source Projekt Fedora und wird am Zentrum für Informationsmodellierung kontinuierlich weiterentwickelt. Als österreichischer Beitrag zu DARIAH steht GAMS als Open Source Lösung einer breiten Öffentlichkeit zur Nachnutzung zur Verfügung (https://github.com/acdh/cirilo). Eine ständig aktualisierte und ausführliche Dokumentation in englischer Sprache kann unter http://gams.uni-graz.at/doku abgerufen werden.