Keltische Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior

Hinweise zur Benutzung

Aufnahme von Inschriften

Für die Aufnahme eines Götternamens – zumindest unter die incerta (gekennzeichnet durch <?>) – müssen mindestens 2–3 aussagekräftige Buchstaben vorhanden sein.

Editionen und Lesungen

In der Auflistung wird Vollständigkeit nicht angestrebt, aber es wird versucht, die wichtigsten Editionen bzw. auf die Inschriftenlesung eingehende Literatur zu erfassen. Literatur, die vor CIL XIII erschienen ist, wird nur in Ausnahmefällen aufgenommen.

Index

Die Indexeinträge beziehen sich auf den Minuskeltext und auf die inhaltliche Bedeutung der erfassten Begriffe. D.h. „cives Tungri“ z.B. werden im Index unter ‚Bevölkerungsgruppen‘ und ‚Status: sonstiges‘ erfasst, nicht aber unter ‚Verwaltungseinheit‘ auch wenn damit eine civitas Tungrorum impliziert ist. Werden Kaiser oder Konsuln in einer Datierungsformel genannt, werden sie nur im Indexeintrag ‚Datierungen‘ erfasst, nicht aber unter ‚Herrscher‘ und ‚Amtsträger‘.

Keltische Götternamen

Über den ersten Indexeintrag wird die Suche nach keltischen oder zumindest teilweise keltischen Götternamen ermöglicht. Unter Götternamen verstehen wir eigentliche Götternamen im engeren Sinn (bei uns als Theonyme bezeichnet) ebenso wie Beinamen. Der keltische Göttername der als Mercurius Gebrinus angesprochenen Gottheit, zum Beispiel, ist Gebrinius, der der Matronae Gabiae ist Gabiae.
Der jeweilige keltische Göttername wird in der am häufigsten verwendeten Form und im Nominativ aufgelistet.

Theonymische Formulare mit keltischen Götternamen

Unter dem theonymischen Formular verstehen wir die in den Nominativ gebrachten Anrufungen einer Gottheit mit Theonym (ihrem eigentlichen Hauptnamen) UND attributiven Beinamen so wie sie in den Inschriften greifbar werden. Der entsprechende Index ermöglicht es, zum Beispiel, alle Belege einer als Mercurius Gebrinius angesprochenen Gottheit über diese Bezeichnung zu erfassen. Im Index werden durch Mausklick auf ein theonymisches Formular auch sämtliche Belegformen in den jeweiligen Majuskeltranskriptionen aufgelistet.

Gottheiten mit keltischen Namen

Dieser Index erfasst die Gottheiten so wie sie in den Inschriften genannt werden. Somit kann etwa, die als Mercurius Gebrinius angesprochene Gottheit über diese Bezeichnung erschlossen werden. Auch hier erfolgt die Auflistung in der am häufigsten verwendeten Form und im Nominativ, doch werden durch Mausklick auf die jeweilige Gottheit sämtliche Belegformen in Majuskeltranskription angezeigt.

Ligaturen

Ligaturen werden nur im Majuskeltext angezeigt. Wenn eine unterschiedliche Buchstabenhöhe daraus resultiert, wird dies in der Rubrik ‚Inschrift‘ erwähnt (auch wenn die konkrete Buchstabenhöhe in einigen Fällen nicht angegeben werden kann).

Maße

Es werden stets die Maße des Objekts in seinem jeweiligen Erhaltungszustand angegeben.

Majuskeltext

Der Majuskeltext soll die Inschrift abbilden. Eckige Klammern [---] verweisen lediglich auf sichtbare Lücken bzw. Bruchstellen. Angaben zu eventuell verlorenen Zeilen vor oder nach dem Erhaltenen finden sich in der Rubrik „Inschrift“. Unterstreichungen zeigen verlorene, aber abschriftlich überlieferte Teile an. Ist eine Inschrift ausschließlich abschriftlich überliefert, wird auf Unterstreichungen verzichtet.

Minuskeltext

Der Minuskeltext bietet unser oder das von uns übernommene Verständnis der Inschrift. Wenn für einzelne Buchstaben oder Buchstabengruppen keine sinnvolle Lesung vorgeschlagen werden kann, sind sie in Großbuchstaben gesetzt. Das Zeichen für den velaren Reibelaut <˧> wird stets als <ch> transkribiert.

Notabilia varia

In dieser Rubrik werden philologische Besonderheiten angeführt.

Übersetzungen

Es werden lediglich eine deutsche und eine englische Übersetzung des in der Minuskelübertragung vorgelegten Textes vorgelegt. Sie enthalten keine Aussagen zu Ergänzungen, Fehlstellen etc.

Zustand Inschrift

Angegeben wird immer der am besten überlieferte Erhaltungszustand. Wenn z.B. nur ein kleineres Fragment erhalten zusätzlich aber auch eine komplette Abschrift verfügbar ist, wird der Zustand als „vollständig“ angegeben.